Archiv der Kategorie ‘Schweden‘

Status der Macht

Donnerstag, den 26. Februar 2009

Ich war vor zwei Wochen mal wieder kurz in Stockholm. Ich will in den Semesterferien wieder ein bisschen für Jalbum arbeiten und der Kurzbesuch war lediglich zur Koordinierung der Aufgaben. Arbeiten werde ich von hier aus.

Jedenfalls ist mir bei dem einen Meeting etwas aufgefallen, und zwar die Stühle auf denen wir saßen:

Stühle im Büro von Jalbum

Die spannende Aufgabe besteht jetzt darin, diese Stühle den Personen zuzuordnen, die auf ihnen gesessen haben: David E. (der Gründer und Chef von Jalbum), Carl (zuständig für Werbung und Geschäftskontakte) und David F. (ich).

Kurz überlegen und wenn ihr die Antwort habt, mit der Maus über den schwarzen Balken gehen.

Links: ich, Mitte: David E. (der Chef), Rechts: Carl (der Marketing-Mensch)

Na also, so schwer war das jetzt doch nicht.

Berlintipp: Sweden Shoppa

Samstag, den 17. Mai 2008

Wem ich durch den ein oder anderen Eintrag in diesem Blog Lust auf verschiedene schwedische kulinarische Produkte gemacht habe oder auch das ein oder andere typisch schwedische Souvenir haben möchte, dem kann ich den Sweden Shoppa in der Holsteinischen Straße 19 in Berlin Wilmersdorf empfehlen. Es ist ein kleiner Laden, in dem hauptsächlich typisch schwedische Lebensmittel bekommen kann, z.B. Hjortron Sylt, Kanel Bulle oder Pepparkakor.

Sweden-Shoppa3 Sweden-Shoppa1 Sweden-Shoppa2

Ein sehr netter Laden mit freundlichen Besitzern, der einen Besuch auf alle Fälle wert ist.

Typisk Sverige (8): Hjortron

Sonntag, den 30. März 2008

Hjortron, zu deutsch Moltebeere, ist eine sehr seltene Beere, die meist nur in Nordskandinavien und Kanada vorkommt. Sie wächst in der Wildnis Lapplands und ist schwer zu kultivieren. In Schweden wird sie meist zu Marmelade verarbeitet, da die rohen Früchte recht bitter sind. Aber auch als Schnaps, für Essig oder als Süßspeise wird sie verwendet. Aufgrund ihrere Seltenheit und der hohen Nachfrage sind die Beeren und damit die darauf basierenden Lebensmittel sehr teuer sind. Ein mittleres Glas Hjortron-Sylt (Marmelade) kostet normalerweise zwischen 4 und 7 Euro. Die Marmelade schmeckt etwas herb bis bitter, aber sehr fruchtig.

Hjortron Marmelade

Typisk Sverige (7): Vasaloppet

Mittwoch, den 5. März 2008

Der Wasa-Lauf (Vasaloppet) ist eine jährliche Ski-Langlaufveranstaltung und eines der größten Sportevents Schwedens. Der große Auftaktslauf ist immer am ersten Märzwochenende und ist 90 km lang. Er verläuft in der Region Dalarna zwischen den Städten Mora und Sälen. In der darauffolgenden Woche finden noch weitere Variationen des Laufes statt, z.B. einen für die halbe Strecke oder einen für Kinder.

Der Wasalauf geht zurück auf das Jahr 1521, als Schweden in einer Union mit Dänemark stand und von dem dänischen König Kristian II. beherrscht wurde.  Ein gewisser Gustav Eriksson Vasa rief damals zum Widerstand gegen den König auf. Er wurde festgenommen, konnte jedoch fliehen. Auf seiner Flucht kam er durch Mora, wo er versuchte die Bewohner gegen den König aufzuwiegeln. Da diese jedoch skeptisch waren und dem König treu bleiben wollten, musste Gustav Vasa erneut fliehen, um nicht von den Bewohnern des Dorfes ausgeliefert zu werden. Er lief auf Skier davon und flüchtete Richtung Norwegen. Nach einer Weile überlegten es sich die Bewohner jedoch und sich ihm anschließen. Also folgten sie ihm. Es dauerte jedoch bis Sälen, bis sie ihn eingeholt hatten. Gustav Eriksson Vasa sollte übrigens später König Gustav Vasa I. von Schweden werden.

Als der moderne Lauf im Jahre 1922 zum ersten Mal ausgetragen wurde, gingen 119 Läufer an den Start.  In diesem Jahr haben sich rund 14.000 Läufer registriert.

Quellen:

Hej då, Sverige!

Mittwoch, den 13. Februar 2008

… und schon sind 4 Monate vorbei. In wenigen Stunden werde ich in den Flieger nach Berlin steigen und mich vorerst von Schweden verabschieden müssen. Auch wenn ich mich freue, wieder nach hause zu kommen, so gibt es doch auch einen gewissen Abschiedsschmerz. Gestern hatte ich meinen letzten Arbeitstag und zum Abschied, sind wir anschließend noch im Simulator Autorennen fahren und Essen gegangen.

Ursprünglich hatte ich dieses Blog gestartet, um Freunde, Verwandte und Bekannte über mein Praktikum und meine Zeit in Schweden auf dem Laufenden zu halten. Meine Besucherzahlen zeigen mir jedoch an, dass es mittlerweile weit mehr als nur jene genannten Personengruppen sind, die mein Blog lesen. Es scheint also Leute zu interessieren, was ich zu erzählen habe, ob nun über Schweden oder andere Themen. Deshalb und weil mir das Bloggen Spaß macht, werde ich dieses Blog weiterführen. Zwar werde ich bei nächster Gelegenheit den Namen ändern, aber ich werde auch weiterhin über schwedische Eigenheiten und Traditionen berichten, die mir im Laufe meiner Zeit hier aufgefallen sind. Darüber hinaus werde ich mich auch immer noch zu aktuellen Ereignisse und Auffälligkeiten in der Welt um mich herum äußern.

Für mich geht im kommenden Semester mein „reguläres“ Studium weiter und darüber hinaus werde ich meine Bachelorarbeit schreiben. Es verspricht also eine spannende und arbeitsreiche Zeit zu werden.

Ich hoffe euch auch weiterhin als Leser meines Blogs begrüßen zu dürfen. Danke, dass ihr mir bisher die Treue gehalten habt.

Viele liebe Grüße
David (nun bald nicht mehr in Stockholm, sondern wieder in Berlin)

P.S. Von nun an bin ich dann wieder unter meiner berliner Adresse/Telefonnummer zu erreichen. Wer also meine schwedische Adresse oder Telefonnummer hat, kann diese getrost löschen.

Linktipp: Skandinavien als der neue Trend in Sachen Auslandserfahrung

Montag, den 11. Februar 2008

Hjördis, eine Freundin, die ich hier über die deutsche Gemeinde hier kennen gelernt habe, hat in dem studentischen Online-Magazin back view einen Artikel über Auslandserfahrungen in Skandinavien, besonders in Schweden geschrieben. Dabei geht sie auch auf die deutsche Gemeinde in Stockholm ein. Sehr interessant zu lesen und nicht nur, weil ich in diesem Artikel zitiert werde: Skandinavien als der neue Trend in Sachen Auslandserfahrung.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf das Magazin als solches. Es kann sicherlich noch wachsen und wirklich regelmäßig ist die Berichterstattung auch nicht, aber es hat sicherlich Potential.

Ice Bar Stockholm

Sonntag, den 10. Februar 2008

Ebenfalls an dem Wochenende, als meine Schwester zu Besuch war, sind wir in die Ice Bar Stockholm gegangen. Hierbei handelt es sich um eine Bar, in der alles aus Eis ist: der Tresen, die Wände, die Tische, die Bänke und sogar die Gläser.

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Allerdings haben es die Preise in sich. Für umgerechnet 17 Euro Eintritt bekommt man das erste Getränk und den netten Kälteanzug (diesen muss man am Ende leider wieder abgeben). Jedes weitere Getränk kostet dann 8,70 Euro. Bei den Getränken handelt es sich um verschiedene Cocktails, die zu je 4 cl Vodka (die Bar wird betrieben von der schwedischen Vodkafirma Absolut) und 4 cl sonstigen Zutaten bestehen. Nach einer 3/4 Stunde wird man dann auch freundlich gebeten zu gehen. Schließlich verdient die Bar an neuen Kunden mehr als an bleibenden.
Im Inneren herrschen übrigens -5°C. Wenn man von -1°C Außentemperatur da hinein kommt, ist das Erlebnis sicherlich nicht so beeindruckend, als wenn man im Sommer dort hin gehen würde.

Mein Fazit: eine ganz nette, aber teure Erfahrung. Zwar bereue ich meinen Besuch dort nicht, aber noch einmal würde ich sicherlich nicht hin gehen. In diesem Sinne: Skål.

Skansen

Sonntag, den 10. Februar 2008

Vergangenes Wochenende hat meine Schwester mich besucht und wir sind unter anderem in das stockholmer Freiluftmuseum Skansen gegangen. Dort wird u.a. gezeigt wie die Menschen in Schweden in Verschiedenen Regionen und Zeiten gelebt haben. Leider hatten viele der Attraktionen um diese Jahrezeit geschlossen. Ein großer Teil des Museums ist aber auch der Tierpark mit “einheimischen” Tieren und zumindest diese konnte man sehen:

wolf

elch
Und hier nun eine Elchkuh. Leider gab es keine männlichen Elche, mit Geweih machen die noch einiges mehr her. Der Elch wird hier nicht umsonst “König des Waldes” genannt.

rentier robben

fussspuren
Auch wenn es so aussieht, aber das sind leider keine Bärenspuren. Bären gibt es zwar in Skansen auch, aber die haben zu dieser Zeit noch Winterschlaf gehalten. Hierbei handelt es sich um die Spuren von einem Vielfraß (im Englischen übrigens Wolverine, die X-Man Comics/Filme hätten sicherlich ganz schön ein Reiz verloren, hätte man diesen Namen übersetzt).

Von Skansen hat man übrigens auch einen schönen Blick über Stockholm.
globen
Bei dem runden Gebäude im Hintergrund, handelt es sich nicht etwa um ein Atomkraftwerk, sondern um den “Globen”, einer Multifuntionshalle, in der z.B. Konzerte stattfinden oder die für Sportereignisse wie Eishockey benutzt wird. Mit einem Durchmesser von 110m ist es das weltweit größte sphärische Gebäude der Welt.

Typisk Sverige (6): Semla

Dienstag, den 5. Februar 2008

Heute ist in Schweden Semla-Tag. Eine Semla ist ein recht süßes Gebäck, ähnlich einem Windbeutel. Es ist weicher, süßer Teig, gefüllt mit einer marzipanähnlichen Mandelmasse und einer großen Menge Schlagsahne und mit Puderzucker bestreut.

eine schwedische Semla
photo by dahnielson

Der Semla-Tag ist immer am Tag vor Aschermittwoch, also vor Beginn der Fastenzeit. Damit ist dieses Gebäck ein passender Abschied der Nicht-Fastenzeit.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

diverse Bilder

Montag, den 4. Februar 2008

Im Laufe der letzten Wochen haben sich hier bei mir einige Bilder angesammelt, die ich eigentlich veröffentlichen wollte. Allerdings kam ich nicht dazu die dazugehörigen Artikel zu schreiben. Daher gibt es die Bilder hier nur mit einigen kurzen Kommentaren versehen.

Leseautomat

Diesen Automaten habe ich am Stockholmer Hauptbahnhof gefunden.
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Das Technische Museum (Tekniska Museet)

Ich war im technischen Museum von Stockholm und dieses Bild ist vor dem Eingang des Museums mit Blick in Richtung Innenstadt aufgenommen. Kaum zu glauben, dass man hier gerade mal 3,5 km vom Hauptbahnhof entfernt ist, bzw 2 km von unserem Büro.
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Ein Blick zur anderen Seite und man kann den Stockholmer Fernsehturm sehen (Kaknästurm, 161 m hoch).
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Hier nun noch zwei weitere Bilder aus dem Inneren des Museums.
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In dem Technischen Museum fand ich auch einen Freedom Toaster. Das ist ein Projekt des südafrikanischen Unternehmers Mark Shuttleworth, “Sponsor” des Linux-Derivats Ubuntu. Die Idee des Projektes ist es, freie Software und Wissen an Orte ohne gute Internetanbindung zu bringen. Alles was man dafür braucht ist einen Computer mit Brenner und der Freedom Toaster Software. Diesen stellt man dann an öffentlichen Plätzen auf, auf dass Leute kommen, einen CD- oder DVD-Rohling in den Brenner legen und sich die Software brennen, die sie brauchen. Hier konnte man sich z.B. verschiedene Linuxvarianten, OpenOffice oder Firefox brennen.
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Gleich daneben stand noch ein Automat für Rohlinge.
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Panoramablick

Hier ein Panoramablick auf die Altstadt von der Brücke nach Skeppsholmen aus.
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Tyska Kyrkan (deutsche Kirche)

Blick auf die Deutsche Kirche in der Altstadt.
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Die Tastatur für das Glockenspiel
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Die Melodiewalze für das Glockenspiel. Man kennt ja Spieluhren, die man aufziehen kann, worauf hin sich eine kleine Walze mit kleinen Zacken dreht, die dann wiederum die Tonzungen anschlagen. Das Prinzip ist hier das gleiche, nur das diese Walze etwa 1 1/2 m im Durchmesser hat und Heben anschlägt, die über Drähte die Glocken läuten lassen.
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Und hier noch zwei Bilder der eigentlichen Glocken des Glockenspiels.
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