Archiv der Kategorie ‘Randgeschichten‘

Frohe Ostern!

Sonntag, den 4. April 2010

Osterkaninchen

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes Osterfest.

Mir ist bewusst, dass mein letzter Beitrag in diesem Blog schon mehr als ein halbes Jahr her ist. Ich hatte in den letzten Monaten viele andere Dinge zu tun, sodass dieses Blog ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Nichts desto trotz gibt es aus dieser Zeit einige Geschichten und Fotos, die es wert sind veröffentlicht zu werden. Ich werde also in den kommenden Monaten wieder vermehrt Artikel schreiben. Außerdem will ich dem ganzen noch einen neuen Namen geben und dementsprechend auch das Design abändern. Aber erst einmal geht es in die Osterfeiertage ganz ohne Laptop.

Erkenntnisse vom Mozilla Add-ons Workshop

Montag, den 30. März 2009

Ich war vergangenen Samstag auf dem Mozilla Add-ons Workshop hier in Berlin. Es gab interessante Vorträge, nette Leute, eine entspannte Atmosphäre. Alles in allem eine runde Sache. Leider konnte ich nicht bis ganz zum Ende bleiben. Ich habe einige neue Dinge mitgenommen, die ich hier mal in aller Kürze zusammenfassen will:

Mozilla Labs Concept Series

Wer neue Ideen für den Firefox hat, kann sie hier posten und diskutieren. Wer also immer schon mal ein Addon schreiben wollte, aber noch keine Idee hat, was für eines, kann hier Ideen finden.

Release early, release often!

Netter Spruch in diesem Zusammenhang: “If you are not embarrassed by your initial release, you have waited to long.”

Choose your opponents wisely

Man sollte seine Argumentation in Abhängigkeit seines Gesprächsparnter wählen. Folgendes Gespräch habe ich am mitverfolgt. Es geht um die Frage, ob <Technology X> durch<Technology Y> ersetzt werden kann:
Person A: “Well, I like the idea, but <Technology Y> is still missing some important features.”
Person B: “Like what?”
Person A: (gives examples)
Person B: “But this is possible with <Technology Y> in combination with <Technology Z>.”
Person A: “No, it is not.”
Person B: “Yes it is, with the new version <Technology Z><upcoming version number of Technology Z>.”
Person A: “I am the chairman of the W3C working group on <Technology Z> and believe me, it is not.”

Ich musste mir das Lachen verkneifen.

The Cult of Done Manifesto

Eigentlich eher was für die nächsten Linktipps, aber so lange will ich nicht warten, deshalb auch jetzt schon hier.

BabelZilla

Wer ein eigenes Firefox Addon hat, kann es dort hochladen und es wird von freiwilligen Helfern in alle möglichen Sprachen übersetzt. Coole Sache, habe ich mit der nächsten Version des HistogramViewers auch vor.

XULRunner

XULRunner ist das Framework auf dem Firefox aufbaut. Es kümmert sich um die GUI, denn XUL ist die Oberflächenbeschreibungssprache von Firefox, sowie den Addons. Es kann auf all die Core-Funktionalitäten von Firefox zugreifen, wie z.B. der RenderEngine. Man kann auch seine eigenen Programme über XULRunner laufen lassen, unabhängig von Firefox. Das klingt recht spannend und ich habe auch schon eine Idee, die ich aber wohl erst im Wintersemester 09/10 in Angriff nehmen werde, da ich sie mir als Uni-Kurs anrechnen lassen will.

Geburtstagsgrüße an Herrn Mierscheid

Sonntag, den 1. März 2009

Heute ist der Geburtstag von Jakob Maria Mierscheid.

Herr Mierscheid ist der dienstälteste Abgeordnete des deutschen Bundestages (seit 1979) und war noch bei keiner einzigen Sitzung persönlich anwesend. Das mag daran liegen, dass er eine fiktive Person ist. Wenn Vertreter der SPD-Fraktion anderen Parteien im Bundestag Streiche spielen wollen, oder nicht ganz so ernst gemeinte Sachen veröffentlichen, so geschieht dies unter dem Namen Mierscheid.

Jakob Mierscheid hat eine eigene Profilseite auf der Internetseite des deutschen Bundestages. Selbstverständlich ist er auch in der Wikipedia verzeichnet. Seit einiger Zeit hat er sogar einen eigenen Twitter-Account.

Die Brücke, die die beiden Bundestagsgebäude “Paul-Löbe-Haus” und “Marie-Elisabeth-Lüders-Haus”über die Spree hinweg verbindet, ist am 1. April 2004 in Jakob-Mierscheid-Steg benannt worden.

Ein paar Freunde und ich haben vor 3 Jahren anlässlich seines Geburtstag eine Jakob-Maria-Mierscheid-Geburtstagsparty mit Laudatio, Vorstellung seiner wissenschaftlichen Arbeiten (u.a. “Die Reiseroute der geringelten Haubentaube und ihre Flugeigenschaften”), usw. gegeben. Wir haben ihn über das Kontaktformular auf seiner Bundestagsseite eingeladen. Er hat uns auch geantwortet und uns mitgeteilt, dass er sich sehr über die Einladung freue, allerdings hat er um Verständnis gebeten, dass er, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters, seinen Geburtstag lieber im kleinen Kreise seiner Familie verbringen möchte.

Es ist doch schön zu sehen, dass Politik auch Spaß machen kann und Politiker einen Sinn für Humor haben (sind ja auch nur Menschen).

Status der Macht

Donnerstag, den 26. Februar 2009

Ich war vor zwei Wochen mal wieder kurz in Stockholm. Ich will in den Semesterferien wieder ein bisschen für Jalbum arbeiten und der Kurzbesuch war lediglich zur Koordinierung der Aufgaben. Arbeiten werde ich von hier aus.

Jedenfalls ist mir bei dem einen Meeting etwas aufgefallen, und zwar die Stühle auf denen wir saßen:

Stühle im Büro von Jalbum

Die spannende Aufgabe besteht jetzt darin, diese Stühle den Personen zuzuordnen, die auf ihnen gesessen haben: David E. (der Gründer und Chef von Jalbum), Carl (zuständig für Werbung und Geschäftskontakte) und David F. (ich).

Kurz überlegen und wenn ihr die Antwort habt, mit der Maus über den schwarzen Balken gehen.

Links: ich, Mitte: David E. (der Chef), Rechts: Carl (der Marketing-Mensch)

Na also, so schwer war das jetzt doch nicht.

Mistakes

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Man möchte meinen, dass Leute es einem persönlich nehmen, wenn man ihnen ein Poster mit einem untergehenden Schiff schenkt, unter dem das Wort “Mistakes” und darunter der Satz “It Could Be that the Purpose of Your Life Is Only to Serve as a Warning to Others.” steht. Aber es gibt auch jene ungewöhnlichen Exemplare, die sich darüber freuen.

kurz zitiert

Donnerstag, den 28. August 2008

Heute in der Kategorie: “Feuilletonvergleiche, die keinerlei inhaltliche Aussage über das verglichene Objekt ermöglichen, aber dennoch unterhaltsam zu lesen sind“:

“Er liest sich ungefähr so, als habe Karl Marx auf Ecstasy versucht, eine Rede des Dalai Lama zusammenzufassen.”
Katja Nicodemus in dem Artikel “Ohne Moral

Und ich freue mich schon auf den in der 2. Hälfte des Artikels beschriebenen Film, aber das nur so nebenbei.

Sternschnuppenschauen

Samstag, den 2. August 2008

Zur Zeit kann man am nächtlichen Himmel besonders viele Meteore (im Volksmund auch “Sternschnuppen” genannt) beobachten, vorausgesetzt es sind keine Wolken im Weg und man befindet sich außerhalb von (Groß-)Städten, die einem durch die Lichtverschmutzung den Ausblick auf den nächtlichen Sternenhimmel vermiesen. Das man aktuell so viele Meteore sieht, ist übrigens keine Zufall. Der Meteorstroms heißt “Perseiden” und tauchen immer gegen Anfang August auf.

Da wir uns dieses Schaupiel nicht entgehen lassen wollten und es in Berlin sowieso schon schwer genug ist überhaupt Sterne zu erkennen, sind wir vorgestern Abend (als der Himmel noch wolkenfrei war) auf eine abgeschiedenen Wiese im südlichen Brandenburg gefahren, um uns ein paar Sternschnuppen anzuschauen. Mit einer Luftmatratze, Decken und einer Flasche Wein wurde es ein sehr angenehmer Abend an dem wir auch viele Sternschnuppen gesehen haben. Die größte und längste erstreckte sich dabei von Wega bis zum kleinen Wagen (für all jene, die sich mit den Sternbildern ein bisschen auskennen). Nach einer nicht ganz so bequemen Nacht im Auto, haben wir dann morgens kurz nach Sonnenaufgang gemeinsam mit Reh und Hase gefrühstückt und sind zurück gefahren.

Abendhimmel Die Wiese in der Abenddämmerung

WieseAmMorgen und das gleiche Stück Wiese nach dem Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang Der Sonnenaufgang über der Wiese.

Ich habe versucht ein paar Bilder zumachen, leider habe ich keine Sternschnuppen aufnehmen können, da die Langzeitbelichtung meiner Kamera nur maximal 8 Sekunden zulässt, was bei weitem nicht genug ist. Auch die Aufnahmen der Sterne sind bei weitem nicht so gut gelungen, wie sie aussahen, daher hier nur die einige Aufnahmen der noch einfach erkennbaren Sternbilder. Danke an A. an dieser Stelle, ohne dessen Stativ auch diese Bilder nichts geworden währen.

GrosserWagen Der große Wagen

Cassiopea Cassiopea

(auf den Vorschaubildern sieht man nicht viel, daher unbedingt drauf klicken um die richtigen Bilder zu sehen)

Leider waren wir mit 25 km Abstand immer noch zu nah am Flughafen Schönefeld, sodass am laufenden Band Flugzeuge über den Himmel zogen. Aber immerhin entstanden dadurch interessante Bilder mit der Langzeitbelichtung.

Flugzeug

Wer also auch mal ein paar Sternschnuppen sehen will, hat noch ein paar Wochen Zeit. Ihr Maximum haben die Perseiden am 12. August. Dann kann mit bis zu 80 Sternschnuppen in der Stunde gerechnet werden. Hier ist eine Liste von Dingen an die man denken sollte (das man in erster Linie eine klare Nacht braucht, setzte ich jetzt einfach mal voraus):

  • einen abgeschirmten Platz, möglichst weit weg von jeglichen Städten und anderen Lichtquellen. Auch 20 km von Berlin entfernt ist die “Dunstglocke” am Horizont sichtbar und klaut einem ein ganzes Stück Himmel. Wer also nicht viel weiter wegfahren möchte, sollte sich ein Platz suchen, wo man einen Waldrand oder ähnliches zur beleuchteten Seite hat.
  • ein Auto um zu oben genannten Platz zu kommen, oder ein Fahrrad für diejenigen, die etwas außerhalb von Städten wohnen
  • Luftmatratze
  • Decke, denn nachts wird es doch etwas kühler. Vielleicht auch eine zusätzliche Decke um die Luftmatratze von unten vor spitzen Steinen oder ähnlichem zu schützen.
  • etwas zu Essen und zu Trinken
  • Mückenmittel (ganz wichtig!)
  • Sternenkarte, wenn man damit umgehen kann. Ich hatte meine leider nicht mit dabei und habe es sehr bereut. Zwar konnte ich die meisten Sternbilder dank meiner 2 Jahre Astronomieunterricht in der Schule noch zuordnen, aber bei einigen war ich mir halt doch nicht mehr so sicher.
  • Fotoapperat mit Langzeitbelichtung
  • Stativ für den Fotoapperat
  • wer möchte: eine Liste von Wünschen, die man mit den Sternschnuppen abarbeiten kann, es sicherlich kommen viele Wunschgelegenheiten zusammen. Aber Achtung: die Liste niemandem zeigen und auch nicht verraten.  :)

So weit war es die Variante für diejenigen, die am gleichen Abend noch zurück wollen. Wer sich etwas mehr Zeit nehmen will und unter den Sternen (oder im Auto wenn es zu kalt wird) übernachten will, kann/sollte auch noch an folgenden Sachen denken:

  • Flasche Wein
  • Korkenzieher
  • Zahnputzzeug
  • Wasser zum Waschen und Zähneputzen
  • Schlafanzug oder andere gemütliche Kleidung
  • etwas zum Frühstück (meine Empfehlung: Crossients, Marmelade, Orangensaft und Espressogetränk)

Dann viel Spaß beim Sternschnuppenschauen

Ich warte ja nur darauf

Mittwoch, den 23. Januar 2008

… bis Ersteller, Betreiber und Hoster dieser ekelhaft wackelnden, blinkenden Werbebanner á la “Sie sind der 99.999. Besucher dieser Seite. Klicken Sie hier, um ein kostenloses Auto zu bekommen.” zum ersten Mal von einem Epileptiker wegen akuter Gesundheitsgefährdung verklagt werden und eine Riesensumme als Entschädigung erhalten. Hoffentlich wird das Internet damit ein wenig angenehmer.

DIY Kühlschrankregal

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Als pünktlich am Silvesterabend der Regalbogen in der Tür unseres sowieso schon überfüllten Kühlschranks heraus gebrochen ist, mussten wir kurzerhand zu alternativen Befestigungsarten greifen:

Milch mit Duct-Tape in Kühlschrank geklebt

Leider muss ich an dieser Stelle eingestehen, dass das es sich hierbei nicht um meine Idee handelt. Dafür bin ich aber um so glücklicher, dass es die Idee meiner Freundin war. Anscheinend färbt mein Geek-Lifestyle ein wenig auf sie ab.

Spaß mit Lizenzvereinbarungen

Sonntag, den 9. Dezember 2007

Aus einer Lizenzvereinbarung eines großen Softwareherstellers:

“3. DISTRIBUTION If you choose to distribute the Software, […] you agree to defend […] [the company] against any losses, damages, or costs arising from any claims, lawsuits, or other legal actions [..] including, without limitation, your failure to comply with this Section 3.” (unterstrichen von mir; ich habe den Text gekürz um ihn übersichtlicher zu machen, ohne den Sinn zu zerstören)

Für alle, denen die Bedeutung dieses Abschnittes nicht bewusst ist: als sehr vereinfachte Version ließe sich sagen: “Indem du dieser Vereinbarung zustimmst, kannst du uns für nichts verantwortlich machen, auch wenn du dich nicht an diesen Abschnitt hältst”. Das ist rekursive Logik.

etwas weiter in der gleichen Vereinbarung stand dann:
“7. TERM This Agreement is effective until terminated. [..] Upon any such termination, you must return to [the company] all full and partial copies of the Software in your possession or control.”

Gut, dann schicke ich denen einfach die Datei, die ich heruntergeladen habe per E-Mail zurück. … Ach Mist, jetzt habe ich eine zusätzliche Kopie dieser Datei in meinem Postausgang. Am besten schicke ich diese Datei auch gleich noch hinterher…

Ganz ehrlich, manchmal kann es sehr unterhaltsam sein, sich solche Lizenzvereinbarungen tatsächlich durchzulesen.