Archiv der Kategorie ‘Medien‘

Fernsehtipp: The Big Bang Theory

Freitag, den 17. Juli 2009

Eigentlich kommt dieser Beitrag schon eine Woche zu spät, aber was soll’s.

Ich wollte euch auf eine tolle Fernsehserie hinweisen: The Big Bang Theory.  Seit letztem Samstag wird sie nun auch in Deutschland ausgestrahlt.

Es geht um die beiden Physiker Leonard und Sheldon (Gesamt-IQ von 360), die gemeinsam in einer WG wohnen, sowie deren Freunde Howard und Rajesh. In die gegenüberliegende Wohnung zieht in der ersten Folge die Kellnerin Penny ein, die sich mit den Jungs anfreundet und in die Leonard sich verguckt. Sheldon hingegen hat gewisse Defizite in punkto Sozialkompetenzen und Rajesh kann in der Anwesenheit attraktiver Frauen, wie Penny, nicht sprechen.

Die Folgen sind voll von wissenschaftlichen Witzen und geekhaften Anspielungen. Aber auch Nicht-Physiker und Nicht-Geeks haben daran ihren Spaß (wenn auch nicht ganz so viel, wie die Physiker und Geeks).

Leider reicht die deutschen Übersetzung nicht an das englischen Original heran (so weit ich das nach einer deutschen Folge beurteilen kann). Einige der Wortwitze und sprachlichen Nuancen bleiben leider auf der Strecke. Das war aber zu erwarten und ich will den Übersetzern keine Vorwürfe machen. Es ist halt ein grundsätzliches Problem von Synchronisationen.

Wer sich dennoch darauf einlassen will, dem sei die Serie ans Herz gelegt: jeden Samstag Nachmittag um 14:40 Uhr auf Pro7. In der USA läuft am September bereits die 3. Staffel und die 4. Staffel ist auch schon bestellt.

Weitere Informationen gibt’s hier:  Wikipedia-de, Wikipedia-en.

Und zum Abschluss noch ein kleines Zitat:

“Oh, well, this would be one of those circumstances that people unfamiliar with the law of large numbers would call a coincidence.”
Sheldon in der Episode “The Luminous Fish Effect” (Staffel 1, Episode 4)

kurz zitiert

Donnerstag, den 28. August 2008

Heute in der Kategorie: “Feuilletonvergleiche, die keinerlei inhaltliche Aussage über das verglichene Objekt ermöglichen, aber dennoch unterhaltsam zu lesen sind“:

“Er liest sich ungefähr so, als habe Karl Marx auf Ecstasy versucht, eine Rede des Dalai Lama zusammenzufassen.”
Katja Nicodemus in dem Artikel “Ohne Moral

Und ich freue mich schon auf den in der 2. Hälfte des Artikels beschriebenen Film, aber das nur so nebenbei.

Linktipps (4)

Mittwoch, den 23. April 2008

Habe schon eine Weile nichts mehr von mir hören lassen, da das neue Semester wieder begonnen hat und damit auch einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch nimmt. In der Zwischenzeit haben sich auch wieder einige Links angesammelt.

237 Gründe, Sex zu haben

Wer hinter diesem Link nun eine Aufzählung jener 237 Gründe erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Statt dessen handelt es sich um einen Artikel der Wochenzeitung Die Zeit über Onlinejournalismus in Zeiten, in denen der Wert einer Webseite anhand der Klicks bewertet wird.

Rasender Stillstand

Ein Artikel des Magazins brand eins über den Umgang unserer Gesellschaft mit Zeit und Geschwindigkeit. Mein Lieblingssatz aus dem Arikel: “Warum werden in einem Land, in dem sonst alles geregelt ist, eigentlich Kommunikationsgeräte ohne Waffenschein verkauft?
(via unmedial)

Last Lecture von Randy Pausch

Randy Pausch, Informatikprofressor der Carnegie Mellon University (CMU) hat Krebs und seine Ärzte haben ihm nur noch wenige Monate gegeben. An der CMU gibt es die Tradition der “Last Lecture”, wo Professoren eine hypothetische Vorlesung halten mit der Überlegung “Wenn du nur noch eine Vorlesung halten könntest, was würdest du deinen Studenten mit auf den Weg geben?”. Für Randy Pausch war diese Vorlesung nun alles andere als hypothetisch. Eine sehr beeindruckende Vorlesung mit dem Titel “Really Achieving Your Childhood Dreams”. Die Slides dazu gibt es hier.
Auch sehr interessant ist seine Vorlesung zum Thema Timemanagement (Video und Slides)

Procrastination

Ich hatte ja bereits einen Artikel zum Thema Procrastination geschrieben. Jetzt habe ich noch ein schönes Video gefunden, was ich deshalb hier noch einmal erwähnen möchte. Mit Gruß an alle, die auch gerade an ihrer Bachelorarbeit arbeiten (sollten).

101 Great Computer Programming Quotes

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Hier eine kleine Kostprobe:

“There is no programming language–no matter how structured–that will prevent programmers from making bad programs.”
(Larry Flon)

und

“Writing in C or C++ is like running a chain saw with all the safety guards removed.”
(Bob Gray)

(via Ehrensenf)

Linktipps (3)

Samstag, den 23. Februar 2008

Meine letzte Runde Linktipps ist nun auch schon wieder eine Weile her, daher nun hier die Sachen, die sich in den letzten Wochen angesammelt haben:

Beetlebum Blog

Das Blog eines jenaer Informatikstudenten, der seine Beiträge als Cartoons zeichnet. Sehr gut gemacht und unterhaltsam.

Eine Präsentation über alles möglich

Wer sagt, dass Präsentationen mit Flipchart immer langweilig sein müssen. Sehr witzig. Auch eine Anspielung auf Procrastination ist drin. (via Ehrensenf)

Pachelbels Kanon in D

Ein unterhaltsames Video über ein sehr beachtliches Musikstück. Hier ist die etwas nüchterne aber ausführliche Erläuterung dazu. (via Volkers Freunde)

The Pros and Cons of a Google Brain Implant

Mehr brauch ich eigentlich nicht zu sagen. (via Lifehacker)

Lügen im Netz

Ein Artikel der Zeit über Informationen aus dem Internet und wie man damit umgeht. Eigentlich sollte man meinen, dass es bekannt sein sollte, dass eine Recherche im Internet mehr erfordert, als nur das Wort bei Google einzugeben. Ist es leider nicht überall. Der Artikel ist recht umfassend aber dennoch leicht verständlich, da er sich an erster Linie an Allgemeinheit richtet. Wer also viele Stunden täglich online ist, oder gar in diese Richtung studiert, dem wird dieser Artikel wenig neues zu berichten haben. Der Artikel meiner Meinung nach ein weiteres Zeichen, weshalb Medienkompetenz an Schulen unterrichtet werden sollte.
Bitte nicht von dem Foto der Elektrobaukastenstecker am Anfang des Artikels verwirren lassen. Auf dem Foto in der richtigen (gedruckten) Ausgabe waren richtigen Netzwerkkabeln zu sehen.

The Nerd Handbook

Das Nerd Handbook erklärt für Freunde und Familie von Nerds was in ihnen vorgeht und wieso sie sich auf bestimmte Weisen verhalten. Ich sehe mich zwar selbst als Geek, statt als Nerd, aber dennoch habe ich mich teilweise in den Texten wiedererkannt.

Linktipp: Skandinavien als der neue Trend in Sachen Auslandserfahrung

Montag, den 11. Februar 2008

Hjördis, eine Freundin, die ich hier über die deutsche Gemeinde hier kennen gelernt habe, hat in dem studentischen Online-Magazin back view einen Artikel über Auslandserfahrungen in Skandinavien, besonders in Schweden geschrieben. Dabei geht sie auch auf die deutsche Gemeinde in Stockholm ein. Sehr interessant zu lesen und nicht nur, weil ich in diesem Artikel zitiert werde: Skandinavien als der neue Trend in Sachen Auslandserfahrung.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf das Magazin als solches. Es kann sicherlich noch wachsen und wirklich regelmäßig ist die Berichterstattung auch nicht, aber es hat sicherlich Potential.

Demokratisches Entwicklungsland Deutschland

Sonntag, den 27. Januar 2008

Wie sicherlich bekannt sein sollte, finden heute in Hessen Landtagswahlen statt. Dabei werden in einigen Wahlbezirken auch Wahlcomputer eingesetzt. Im Laufe des Tages häufen sich nun schon die Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Wahlbezirken. Um jetzt nur mal einige aufzuzählen:

  • Bürgern, die den Aufbau der Wahlcomputer beobachten wollen, wird der Zutritt zu Wahllokalen verweigert und mit Anzeige gedroht
  • Prozeduren zur Prüfung der Maschinen wurden nicht richtig eingehalten
  • über ungünstige hängende Spiegel kann man in die Wahlkabinen schauen
  • ein Wahlcomputer wurde über Nacht in der Privatwohnung eines Parteifunktionärs gelagert
  • uvm.

Alles in allem: beängstigend! Es wird Zeit, dass wir internationale Wahlbeobachter der OSZE dazu bitten.

Zum Nachlesen empfehle ich:
https://scytale.name/blog/2008/01/hessen-1
http://frank.geekheim.de/?p=388
http://blogs.hr-online.de/nightline/2008/01/27/hey-obertshausen/ (hier besonders die Kommentare, in denen einige Wahlhelfer von ihren Ereignissen berichten)

Typisk Sverige (5): Gratiszeitungen

Montag, den 21. Januar 2008

Wenn man morgens in Stockholm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, so fällt auf, dass sehr viele Menschen Zeitung lesen. Das beschränkt sich jedoch fast nur auf 3 verschiedene Titel: Metro, City und PunktSE.

zeitungen

All diese Zeitungen haben eine Sache gemeinsam: es gibt sie kostenlos. In fast jeder U-Bahn Station stehen Zeitungständer aus denen man sich diese Zeitungen nehmen kann. An großen Bahnhöfen gibt es sogar Leute, die sie den Vorbeilaufenden persönlich in die Hand drücken.

se city metro

Alle diese Zeitungen finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Menge an Anzeigen, in einer durchschnittlichen Ausgabe durchaus noch in Grenzen hält, vergleichen mit den kostenlosen lokalen Käseblättern, die es in Deutschland so gibt. Auch die journalistische Qualität kann, so weit ich das beurteilen kann, mit denen einer normalen Tageszeitung mithalten.

Die älteste der drei genannten Zeitungen ist Metro. Sie ist 1995 zum ersten Mal in der Stockholmer U-Bahn verteilt worden. Inzwischen gibt es Ausgaben über 80 Städten in 23 verschiedenen Ländern. Das macht sie laut Guinness Buch der Rekorde zur größten globalen Zeitung weltweit. In Stockholm erscheint sie mit einer Auflage von 653.000 Exemplaren. 2002 kam dann City auf den Markt und hat jetzt in Stockholm eine Auflage von 561.000 Exemplaren. Seit 2006 gibt es PunktSE, den Gratisableger der Tageszeitung Aftonbladet. Hiervon erscheinen täglich 340.000 Exemplare in Stockholm.

Im Zeitraum von Juli bis November 2007 haben alle drei Zeitungen zusammen auf dem gesamten schwedischen Markt einen Umsatz von 870 Mio SEK (rund 92 Mio Euro) an Anzeigen erzielt. Das sind 9% weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Auf Metro entfallen davon 76%, auf City 18% und 6% auf PunktSE.

Eine Erklärung, warum es solche Gratiszeitungen nicht auch in Deutschland gibt, lässt sich vielleicht im “Kölner Zeitungskrieg” finden.

Quellen: