Monatsarchiv für August 2008

kurz zitiert

Donnerstag, den 28. August 2008

Heute in der Kategorie: “Feuilletonvergleiche, die keinerlei inhaltliche Aussage über das verglichene Objekt ermöglichen, aber dennoch unterhaltsam zu lesen sind“:

“Er liest sich ungefähr so, als habe Karl Marx auf Ecstasy versucht, eine Rede des Dalai Lama zusammenzufassen.”
Katja Nicodemus in dem Artikel “Ohne Moral

Und ich freue mich schon auf den in der 2. Hälfte des Artikels beschriebenen Film, aber das nur so nebenbei.

Geschafft! (2)

Samstag, den 9. August 2008

Bachelor of Science!

Projekt: Lüfterreinigung

Dienstag, den 5. August 2008

Eines der üblichen Probleme mit dem jeder Computer zu kämpfen hat, sind die Staubflusen, die durch den Lüfter angezogen werden. Bei Laptops, wo nicht viel Platz ist, ist das besonders brisant, denn sie verstopfen die Lüftungsschlitze, wodurch der Prozessor nicht mehr so gut gekühlt werden kann.

Auf meinem Laptop läuft eine Software, die ständig die CPU-Temperatur überprüft und Alarm schlägt sobald die Temperatur über 90° steigt. Das passiert im Sommer schon mal, wenn es draußen heiß ist und der Computer viel zu rechnen hat. Meist reicht es dann, ihn etwas höher zu stellen, dass sich die Hitze unter dem Gehäuse nicht so sehr stauen kann. Allerdings ist es in letzter Zeit recht häufig vorgekommen, sodass ich wusste, dass es mal wieder an der Zeit ist, den Lüfter zu reinigen. Das Gehäuse war an der entsprechenden Stelle schnell aufgeschraubt und der Lüfter ausgebaut. Und wie erwartet hing an der Stelle zwischen Lüfter und Lüftungsschlitzen eine große und dicke Staubfluse. Diese zu entfernen und auch den umliegenden Teil des Gehäuses mit einen feuchten Tuch sauber zu wischen hat nur wenige Minuten gedauert und mein Laptop hat sich dadurch bedankt, dass die durchschnittliche Prozessortemperatur für nicht rechenintensives Arbeiten und Surfen promt um ca. 30 Grad gefallen ist.

Abfall der CPU-Temperatur nach dem Reinigen des Lüfters um 30 Grad

Ich habe bewusst keine Bilder des eigentlichen Reinigens hier veröffentlicht, da jeder Laptop da anders aufgebaut ist und es daher einige Menschen verwirren könnte. Auch habe ich den Laptop während des Reinigen selbstverständlich ausgeschaltet, das Bild ist nur zustande gekommen, da ich ihn vorher in den Ruhezustand versetzt habe, statt ihn richtig herunterzufahren (nur um das noch einmal explizit erwähnt zu haben und um Missverständnisse auszuschließen).

Wer sich mit Computern auskennt und weiß, wie man sie fachgerecht öffnet und reinigt, dem empfehle ich etwa ein Mal im Jahr den Lüfter zu reinigen.

Aber ACHTUNG: Das ist nur etwas für Leute, die sich sicher sind, was sie da tun. Unsachgemäßer Umgang mit dem Lüfter kann diesen beschädigen oder zerstören. Ein nicht (richtig) funktionierender Lüfter kann den Prozessor nicht ausreichend kühlen, was im schlimmsten Fall ein schmelzen des Prozessors zur Folge haben kann. Außerdem kann das Öffnen des Laptops und dem Herauslösen einzelner Komponenten bei einigen Modellen zum Verlust der Garantie zur Folge haben. Also macht das nur, wenn ihr wisst, was ihr tut und euch der möglichen Konsequenzen bewusst seit. Wer sich nicht sicher ist, kann seinen Laptop dafür auch zu professionellen Computerläden bringen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass ich ABSOLUT KEINE VERANTWORTUNG ÜBERNEHME, wenn ihr euren Laptop dadurch zerstört, anderweitig beschädigt, die Garantie verliert oder sonst irgend was passiert.

Sternschnuppenschauen

Samstag, den 2. August 2008

Zur Zeit kann man am nächtlichen Himmel besonders viele Meteore (im Volksmund auch “Sternschnuppen” genannt) beobachten, vorausgesetzt es sind keine Wolken im Weg und man befindet sich außerhalb von (Groß-)Städten, die einem durch die Lichtverschmutzung den Ausblick auf den nächtlichen Sternenhimmel vermiesen. Das man aktuell so viele Meteore sieht, ist übrigens keine Zufall. Der Meteorstroms heißt “Perseiden” und tauchen immer gegen Anfang August auf.

Da wir uns dieses Schaupiel nicht entgehen lassen wollten und es in Berlin sowieso schon schwer genug ist überhaupt Sterne zu erkennen, sind wir vorgestern Abend (als der Himmel noch wolkenfrei war) auf eine abgeschiedenen Wiese im südlichen Brandenburg gefahren, um uns ein paar Sternschnuppen anzuschauen. Mit einer Luftmatratze, Decken und einer Flasche Wein wurde es ein sehr angenehmer Abend an dem wir auch viele Sternschnuppen gesehen haben. Die größte und längste erstreckte sich dabei von Wega bis zum kleinen Wagen (für all jene, die sich mit den Sternbildern ein bisschen auskennen). Nach einer nicht ganz so bequemen Nacht im Auto, haben wir dann morgens kurz nach Sonnenaufgang gemeinsam mit Reh und Hase gefrühstückt und sind zurück gefahren.

Abendhimmel Die Wiese in der Abenddämmerung

WieseAmMorgen und das gleiche Stück Wiese nach dem Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang Der Sonnenaufgang über der Wiese.

Ich habe versucht ein paar Bilder zumachen, leider habe ich keine Sternschnuppen aufnehmen können, da die Langzeitbelichtung meiner Kamera nur maximal 8 Sekunden zulässt, was bei weitem nicht genug ist. Auch die Aufnahmen der Sterne sind bei weitem nicht so gut gelungen, wie sie aussahen, daher hier nur die einige Aufnahmen der noch einfach erkennbaren Sternbilder. Danke an A. an dieser Stelle, ohne dessen Stativ auch diese Bilder nichts geworden währen.

GrosserWagen Der große Wagen

Cassiopea Cassiopea

(auf den Vorschaubildern sieht man nicht viel, daher unbedingt drauf klicken um die richtigen Bilder zu sehen)

Leider waren wir mit 25 km Abstand immer noch zu nah am Flughafen Schönefeld, sodass am laufenden Band Flugzeuge über den Himmel zogen. Aber immerhin entstanden dadurch interessante Bilder mit der Langzeitbelichtung.

Flugzeug

Wer also auch mal ein paar Sternschnuppen sehen will, hat noch ein paar Wochen Zeit. Ihr Maximum haben die Perseiden am 12. August. Dann kann mit bis zu 80 Sternschnuppen in der Stunde gerechnet werden. Hier ist eine Liste von Dingen an die man denken sollte (das man in erster Linie eine klare Nacht braucht, setzte ich jetzt einfach mal voraus):

  • einen abgeschirmten Platz, möglichst weit weg von jeglichen Städten und anderen Lichtquellen. Auch 20 km von Berlin entfernt ist die “Dunstglocke” am Horizont sichtbar und klaut einem ein ganzes Stück Himmel. Wer also nicht viel weiter wegfahren möchte, sollte sich ein Platz suchen, wo man einen Waldrand oder ähnliches zur beleuchteten Seite hat.
  • ein Auto um zu oben genannten Platz zu kommen, oder ein Fahrrad für diejenigen, die etwas außerhalb von Städten wohnen
  • Luftmatratze
  • Decke, denn nachts wird es doch etwas kühler. Vielleicht auch eine zusätzliche Decke um die Luftmatratze von unten vor spitzen Steinen oder ähnlichem zu schützen.
  • etwas zu Essen und zu Trinken
  • Mückenmittel (ganz wichtig!)
  • Sternenkarte, wenn man damit umgehen kann. Ich hatte meine leider nicht mit dabei und habe es sehr bereut. Zwar konnte ich die meisten Sternbilder dank meiner 2 Jahre Astronomieunterricht in der Schule noch zuordnen, aber bei einigen war ich mir halt doch nicht mehr so sicher.
  • Fotoapperat mit Langzeitbelichtung
  • Stativ für den Fotoapperat
  • wer möchte: eine Liste von Wünschen, die man mit den Sternschnuppen abarbeiten kann, es sicherlich kommen viele Wunschgelegenheiten zusammen. Aber Achtung: die Liste niemandem zeigen und auch nicht verraten.  :)

So weit war es die Variante für diejenigen, die am gleichen Abend noch zurück wollen. Wer sich etwas mehr Zeit nehmen will und unter den Sternen (oder im Auto wenn es zu kalt wird) übernachten will, kann/sollte auch noch an folgenden Sachen denken:

  • Flasche Wein
  • Korkenzieher
  • Zahnputzzeug
  • Wasser zum Waschen und Zähneputzen
  • Schlafanzug oder andere gemütliche Kleidung
  • etwas zum Frühstück (meine Empfehlung: Crossients, Marmelade, Orangensaft und Espressogetränk)

Dann viel Spaß beim Sternschnuppenschauen