Archiv der Kategorie ‘Schweden‘
Mittelerde liegt teilweise in Schweden
Mittwoch, den 30. Januar 2008Leo ist nicht der einzige, der sein Praktikum in Mittelerde macht! Auch wenn ich mit den Totensümpfen jetzt vielleicht nicht den ganz so schönen Teil abbekommen habe:
Gollum bin ich übrigens nicht begegnet.
Typisk Sverige (5): Gratiszeitungen
Montag, den 21. Januar 2008Wenn man morgens in Stockholm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, so fällt auf, dass sehr viele Menschen Zeitung lesen. Das beschränkt sich jedoch fast nur auf 3 verschiedene Titel: Metro, City und PunktSE.
All diese Zeitungen haben eine Sache gemeinsam: es gibt sie kostenlos. In fast jeder U-Bahn Station stehen Zeitungständer aus denen man sich diese Zeitungen nehmen kann. An großen Bahnhöfen gibt es sogar Leute, die sie den Vorbeilaufenden persönlich in die Hand drücken.
Alle diese Zeitungen finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Menge an Anzeigen, in einer durchschnittlichen Ausgabe durchaus noch in Grenzen hält, vergleichen mit den kostenlosen lokalen Käseblättern, die es in Deutschland so gibt. Auch die journalistische Qualität kann, so weit ich das beurteilen kann, mit denen einer normalen Tageszeitung mithalten.
Die älteste der drei genannten Zeitungen ist Metro. Sie ist 1995 zum ersten Mal in der Stockholmer U-Bahn verteilt worden. Inzwischen gibt es Ausgaben über 80 Städten in 23 verschiedenen Ländern. Das macht sie laut Guinness Buch der Rekorde zur größten globalen Zeitung weltweit. In Stockholm erscheint sie mit einer Auflage von 653.000 Exemplaren. 2002 kam dann City auf den Markt und hat jetzt in Stockholm eine Auflage von 561.000 Exemplaren. Seit 2006 gibt es PunktSE, den Gratisableger der Tageszeitung Aftonbladet. Hiervon erscheinen täglich 340.000 Exemplare in Stockholm.
Im Zeitraum von Juli bis November 2007 haben alle drei Zeitungen zusammen auf dem gesamten schwedischen Markt einen Umsatz von 870 Mio SEK (rund 92 Mio Euro) an Anzeigen erzielt. Das sind 9% weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Auf Metro entfallen davon 76%, auf City 18% und 6% auf PunktSE.
Eine Erklärung, warum es solche Gratiszeitungen nicht auch in Deutschland gibt, lässt sich vielleicht im “Kölner Zeitungskrieg” finden.
Quellen:
- http://www.metro.lu/
- Svenska Dagbladet, Ausgabe vom 15.12.2007
Typisk Sverige (4): Wasser und Salat zur Pizza
Samstag, den 19. Januar 2008Nach meinem Lieblingsgericht gefragt, würde ich wahrscheinlich “Pizza” antworten (etwas tagesformabhängig ist das aber schon). Um so besser, dass wir mindestens 4 Pizzerien innerhalb von 5 Minuten Laufstrecke von unserem Büro haben.
Schon gleich zu Beginn ist mir hier aufgefallen, dass es beim Bestellen einer Pizza immer auch Wasser und Salat dazu gibt.
Das mit dem Wasser ist nun nichts typisches für Pizzerien. Das ist in jedem Restaurant in Schweden so. Wasser (normales Leitungswasser, manchmal auch mit Eis und Zitronenscheibe) gibt es in jedem Restaurant kostenlos. Das ist hier einfach so üblich. Um so mehr überrascht es die Schweden dann, wenn ich von den in Deutschland üblichen Preisen für Getränke in der Gastronomie erzähle.
Bei Pizzen gibt es aber immer auch noch Salat als Vorspeise dazu. Das ist eigentlich immer Krautsalat, der allerdings nicht so stark mit Essig und Zucker gewürzt ist, wie in Deutschland üblich. Oft gibt es aber auch noch andere Salatelemente dazu, wie etwa Mais, Oliven, Peperoni oder ähnliches. Brot gibt es meistens auch noch.
bin wieder zurück
Mittwoch, den 9. Januar 2008Mich hat nun auch der Alltag wieder eingeholt. Seit Freitag bin ich nun schon wieder in Stockholm und seit Montag gehe ich wieder arbeiten. Alles in allem waren die Feiertage sehr schön und es war auch mal wieder eine angenehme Abwechslung wieder in Deutschland zu sein. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass ich bestimmte schwedische Kleinigkeiten vermisse oder zumindest innerlich erwartet habe: Wenn man etwas zu Essen bestellt, gibt es kein Wasser gratis dazu und in Berlin wartete ich einige Sekunden vor der geschlossenen S-Bahntür, bis mir wieder einfiel, dass man hier drücken muss, damit sich die Türen öffnen.
Auf meinem Hinflug könnte ich übrigens aus dem Flugzeug einen schönen Halo sehen. Das ist eine Art Regenbogen, der entsteht, wenn sich Sonnenlicht an Eiskristallen in großen Höhen bricht.
Hier ein Foto davon:

Also ich bin jetzt wieder zurück und werde von jetzt an wieder regelmäßiger bloggen. Ach und allen, denen ich es noch nicht gesagt habe: ein frohes Jahr 2008!
schwedische Weihnachtsbräuche
Dienstag, den 18. Dezember 2007Ich wurde gebeten, etwas über die Weihnachtstraditionen in Schweden erzählen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.
Grundsätzlich sind sich die Weihnachtstraditionen denen in Deutschland sehr ähnlich. Die Geschenke (Julklapp) bringt auch hier der Weihnachtsmann (Jultomten) am Abend des 24. Dezember. Allerdings wohnt der schwedische Weihnachtsmann weder am Nordpol noch in Finnland, sondern in Nordschweden. In den Wohnstuben gibt es Tannenbäume und es ist reiner Wahnsinn am Samstag Nachmittag vor dem 3. Advent in ein Kaufhaus zu gehen um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.
Darüber hinaus gibt es aber doch einige Besonderheiten, die es wert sind berichtet zu werden.
Lucia-Fest

image by N_Creatures
Eine der Besonderheiten in der schwedischen Vorweihnachtszeit ist das Lucia-Fest, welches am 13. Dezember gefeiert wird. Bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders war dies der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende). Früher markierte dieser Tag das Ende der winterlichen Feldarbeit und den Beginn des vorweihnachtlichen Fastens. Heute ist es Brauch, dass an diesen Tag sich die Mädchen weiße Gewänder anziehen und singen. Dabei gibt es eine “Lucia” (in Familien traditionell die älteste Tochter), die einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf trägt. Die Mädchen um sie herum tragen je eine Kerze in der Hand. Heutzutage werden aus Sicherheitsgründen oft elektrische Kerzen verwendet und bei Familien mit mehreren Töchtern wird die Lucia jedes Jahr gewechselt, dass sich die jüngeren Töchter nicht benachteiligt fühlen. Jungen sind oft auch als Sternenjungen mit dabei. Gemeinsam werden dann Lucia-Lieder gesungen, Weihnachtsgebäck gegessen (siehe nächsten Absatz).
Das erste Mal wird Lucia meist morgens im Kreise der Familie gefeiert und anschließend auch in Kindergärten, Schulen, Kirchen und an Arbeitsplätzen (dann durchaus in etwas älterer Besetzung). In Schweden ist der Luciatag übrigens kein Feiertag.
Weihnachtsgebäck und -getränk
Auch wenn alle 3 der nun hier vorgestellten Gebäcke das ganze Jahr über erhältlich sind, so bekommen sie jedoch zu Weihnachten eine besondere Bedeutung:
Pepparkakor (Pfefferkuchen)
Wörtlich übersetzt Pfefferkuchen, auch wenn für die deutsche Auffassung wohl Spekulatius näher kommt als Lebkuchen. Sie sind allerdings nicht so kräftig gewürzt wie Spekulatius. Zu Weihnachtszeit sind sie sehr beliebt und werden im wahrsten Sinne des Wortes Eimerweise in Supermärkten verkauft. Aber auch im Rest des Jahres sind sie als Gebäck erhältlich und werden z.B. vielerorts zum Kaffee gereicht. Übrigens kann man sie auch herzhaft genießen, z.B. mit Käsepaste.
Kanelbulle (Zimtschnecke)
Dieses Gebäck verdeutlicht gleich zwei schwedische Backbesonderheiten: zum einen Zimt! Es wird hier unheimlich viele Sachen mit unheimlich viel Zimt gebacken. Zum anderen Bulle. Dieses Wort hat keine eindeutige deutsche Übersetzung. Ich habe inzwischen auch aufgegeben eine zu finden. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass dieses Wort für so ziemlich jedes rundliches Gebäck in Portionsgröße gebraucht werden kann, ganz egal was drin ist, wie es gebacken wurde oder wie und wann man es isst. Aufgrund der Form der Kanelbulle wird das @-Zeichen auch gelegentlich als “Kanelbulle” bezeichnet, auch wenn es sonst auf schwedisch “Snabel-A” heißt.
Lussekatt (wörtlich: Luciakatze)
Im weiteren Sinne kann man es mit Safranzopf übersetzten. Es handelt sich um einen mit Safran versetzten Hefeteig, der meist die Form einen S hat. In den beiden Wirbels befinden sich Rosinen und die Windungen sind mit einer marzipanähnlichen Zuckermasse gefüllt. Dieses Gebäck wird besonders am Luciatag verspeist. Wie auch Zimt, ist Safran ein in Schweden sehr verbreitetes Gewürz für Gebäck, allerdings bezweifle ich bei den eingesetzten Mengen, dass es sich in den meisten Fällen um echten Safran handelt.
Glögg
Glögg ist das schwedische Pendent zum Glühwein. Allerdings ist er deutlich süßer und auch auf Weißweinbasis sehr verbreitet. Serviert wird er meist mit mehreren Rosinen und einigen Mandel in der Tasse.
Heilig Abend
Wie auch in Deutschland unterscheiden sich die einzelnen Traditionen am Heiligabend von Familie zu Familie. Was allerdings einen Großteil der Schweden am Heilig Abend verbindet ist eine Folge von Donald Duck (auf schwedisch: Kalle Anka), die jedes Jahr am 24.Dezember um 3 Uhr Nachmittags im Fernsehn läuft. Diese Tradition stammt aus der Zeit als es nur zwei schwedische Fernsehsender gab und die Programmvielfalt dementsprechend gering war. Für Kinder war diese Folge daher ein lang erwartetes Event. Durch die heutige Fernsehsituation ist es für Kinder jedoch bei weiten nicht mehr so aufregend und daher sind es in den meisten Familien die Eltern, die maßgeblich dafür sorgen, dass die Familie am Heilig Abend eine tollpatschigen Ente zusieht. Diese Folge hat hier eine vergleichbar hohen Kultcharakter wie “Dinner for One” in Deutschland, was hier übrigens auch läuft und bekannt ist, allerdings nicht in einem so hohen Maße.
Ich hoffe das hat die Frage nach schwedischen Weihnachtstraditionen beantwortet. Wenn auch ihr etwas bestimmtes über Schweden wissen wollte, schickt mir eine E-Mail oder schreibt einen Kommentar.
Noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: das meiste Wissen, welches ich hier niedergeschrieben habe basiert auf meiner eigenen Erfahrung oder aus Gesprächen mit anderen Leuten. Einiges habe ich auch extra noch einmal nachrecherchiert. Allerdings kann es durchaus sein, dass ich hier nur einen eingeschränkten Blick auf Schweden habe und es im Rest des Landes ganz anders zugeht als hier in Stockholm, was in den meisten Fällen nicht der Fall sein sollte. Bitte habt das jedoch im Hinterkopf, wenn ihr hier meine schwedischen Verallgemeinerungen lest.
Viel Grüße aus dem weihnachtlichen Stockholm
David
Ausflug nach Uppsala
Montag, den 10. Dezember 2007Am Samstag bin ich nach Uppsala gefahren. Ich habe mich mit einer Bekannten meiner Eltern getroffen, die wir damals über unsere damalige Kirchengemeinde und deren Partnerkirchengemeinde in Schweden kennen gelernt haben. Wir haben sie und ihre Familie dann einige Male besucht, als wir in Schweden im Urlaub waren. Irgendwann ist der Kontakt dann aber abgebrochen. Das letzte Mal haben wir uns vor 12 Jahren gesehen. Vor einigen Wochen dann habe ich einfach Mal angerufen um zu sagen, dass ich jetzt in Stockholm bin. Sie wohnt leider nicht mehr in Uppsala, sondern 300 km weiter nördlich. Allerdings studiert ihr Sohn mittlerweile hier und sie wollte ihn besuchen, also haben wir uns gleich noch verabredet.
Also bin ich am Samstag Morgen in den Zug gestiegen und war nach 40 Minuten in der Stadt, die, wenn man ihren Namen laut ausspricht, einem das Gefühl vermittelt, man sei gerade über einen Stein gestolpert, anzukommen. Wir sind ein wenig durch die Innenstadt gelaufen und sind in das neue Konzerthaus gegangen, dessen Bau lange Zeit sehr umstritten war und welches als Gebäude immer noch ist.
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Von oben hatte man aber einen guten Überblick über die Stadt.
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Dann sind wir in Richtung Altstadt gelaufen.
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In der Altstadt sind viele Gebäude der Universität verstreut, die die älteste Universität Skandinaviens ist.
Auch zu der Universität gehört das Gustavianum, welches heute als Museum genutzt wird. In der Kuppel befindet sich übrigens der alte Anatomiehörsaal mit Seziertisch in der Mitte und steile Ränge mit engen Stehplätzen für die Studenten drum herum.
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Gleich neben dem Gustavianum steht der Dom zu Uppsala, welches die größte Kirche Skandinaviens ist und in der früher viele der Könige gekrönt und auch einige begraben wurden.
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Im Eingangsbereich ist mir dann etwas aufgefallen, was auch meine schwedischen Begleiter noch nicht gesehen hatten: ein Kollektomat. Ein Computerterminal mit Touch-Screen und Kredikarten-Lesegerät. Damit kann man bargeldlos für die Kirche spenden. Das macht durchaus Sinn, da hier Kreditkarten viel gebräuchlicher sind als in Deutschland und auch oft kleine Beträge damit bezahlt werden, was dazu führt das Menschen oft gar kein Bargeld mehr bei sich führen. Darüber hinaus mindert es die Gefahr, dass Opferstöcke aufgebrochen und ausgeleert werden.
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Auf dem Bildschirm kann man zwischen verschiedenen Spendenzwecken wählen, z.B. Orgelausbau oder die Kollekte vom letzten Sonntag. Was ich allerdings etwas komisch fand war, dass bei einer solch kritischen Anwendung (Geldtransaktionen über einen öffentlichen Computer ohne Wachperson) das Windows-Betriebssystem zum Einsatz kam, wie man auf dem ersten Bild sehen konnte. Dieses ungute Gefühl wurde auch gleich bestätigt, als ich versuchte die Maschine zu bedienen. Es hat mich genau 2 Klicks gebraucht (das ist keine Unter- oder Übertreibung, genau 2!) bis ich diesen Bildschirm vor mir hatte:
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Auch durch Wegdrücken der Fehlermeldung gelang es nicht den Computer aus seiner Warteschleife herauzuholen. Sie fing einfach wieder von vorne an. Allerdings scheint man dieses Problem gewöhnt zu sein, denn an der Rückseite des Kastens klebte ein vorbereiteter Zettel “Out of order”. Nun muss ich der Fairness halber sagen, dass es anscheinend ein Problem der eingesetzten Software für das Bezahlungssystem war, die auf einem anderen Betriebssystem möglicherweise hätte auch auftreten können. Dennoch ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.
Zum Abschluss noch eine angenehmere Kleinigkeit. Als wir danach noch einen kurzen Abstecher in das Gemeindecafé machten, ist mir folgendes Schild aufgefallen:
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Übersetzt heißt es: “Hier kannst du ein Problem der Welt lösen” und wirbt für den fair gehandelten Kaffee, der dort verkauft wurde.
Kurzes Fazit dieses Ausflugs: Uppsala ist eine kleine Stadt mit schönem Flair, die ihrem Image als Studentenstadt durchaus gerecht wird.
Typisk Sverige (3): Winterreifen
Donnerstag, den 29. November 2007Nun Winterreifen sind an sich nichts typisch schwedisches, schließlich gibt es gibt es die in so ziemlich jedem Land, wo man im Winter mit Schnee rechnen muss. Was mir hier in Schweden allerdings aufgefallen ist, sind Winterreifen mit Metallnoppen. Die machen in erster Linie einen unheimlichen Lärm, halten aber auf vereisten Straßen sicherlich besser als jeder normale Winterreifen. Darüber hinaus steigt der Benzinverbrauch (angeblich um die 20%, ich hätte mehr geschätzt) und die Straßen gehen schneller kaputt. Sicherheit halt halt ihren Preis.
Sammelbeitrag: Fotos meines Zimmers, Bankkonto u.a.
Samstag, den 24. November 2007Ich weiß, dass ich in der letzten Zeit hier nicht sehr ausführlich geschrieben habe. Das lag teilweise daran, dass ich lang gearbeitet habe und Abends auch unterwegs war. Es gibt einige Dinge zu berichten, aber die meisten davon sind es nicht wert, extra einen einzelnen Post dafür zu schreiben. Also habe ich mich entschlossen, die Sachen jetzt einfach hier in einem Sammelbeitrag zu veröffentlichen.
Mein Zimmer
Auch wenn ich nun seit mittlerweile schon 3 Wochen in meinem neuen Zimmer hier wohne, habe ich es bisher noch nicht geschafft Bilder davon zu veröffentlichen. Hier sind sie jetzt endlich:
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Und ja, ich habe ein wenig aufgeräumt, bevor ich die Bilder gemacht habe. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass mein Bett auf diesem Bid unbezogen ist, da die Bettwäsche zum Zeitpunkt des Bildes gerade in der Waschmaschine war. Also nicht über die komischen Blümchenmuster wundern. So sieht mein Bett normalerweise nicht aus.
Hier noch der Blick aus meinem Fenster:
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Bankkonto
Ich habe nun endlich ein Konto bei einer schwedischen Bank. Wer denkt, dass mal als EU-Bürger hier einfach in eine Bank spazieren kann, seinen Perso vorlegt und ein Konto bekommt (wovon ich ausging), ist hoffnungslos naiv. Jeder der 5 Bankangestellten, die ich gefragt habe, hat mir eine andere Liste mit Dokumenten und Bescheinigungen gegeben, die ich angeblich brauche um ein Konto zu öffnen, auch wenn es sich dabei zwei mal nur um zwei verschiedene Filialen der gleichen Bank handelte. Als ich meinem Chef von diesem Problem erzählte rief er die Hausbank unserer Firma an, sprach mit dem Bankberater und 2 Tage später konnte ich zur Bank fahren und die Unterlagen unterschreiben. (Auf dem Weg dahin wurde ich übrigens um die Erkenntnis reicher, dass die Wärme, die man verliert, wenn bei 2 Grad Minus in der Rush Hour ein Nahverkehrszug ausfällt und der darauffolgende verspätet kommt, auch nicht durch das anschließende Gruppenkuscheln im Inneren des Zuges wieder gewinnen kann.) Jedenfalls habe ich jetzt ein Konto, mit Online-Banking und Kreditkarte. Aber das zeigt doch mal wieder, dass Banken zu den rückständigsten Unternehmen überhaupt gehören, wenn man in einem vereinten Europa immer noch solche Tortouren auf sich nehmen muss. Ein weiterer Beweis dafür war übrigens die eingesetzte Software, die der Bankangestellte für die Eröffnung des Kontos nutze. Meinen vorsichtigen Schätzungen zufolge war diese mindestens 10 Jahre alt und sah selbst in der Windows 98 Umgebung, in der sie eingesetzt wurde, optisch bereits hoffnungslos veraltet aus. Darüber hinaus konnte sie nicht zwischen Groß-und Kleinbuchstaben unterscheiden. Aber immerhin war es möglich ein ‘ü’ einzutippen, welches in der schwedischen Sprache eigentlich nicht vorkommt.
Wachwechsel vor dem königlichen Schloss
Als ich letztes Wochenende durch die Stockholmer Altstadt spaziert bin, kam ich an dem königlichen Schloss vorbei, als gerade der Wachwechsel war. Es war eine ziemliche Inszenierung und ich fühlte mich auch nicht wirklich wohl inmitten der Scharen von Touristen. Dennoch habe ich ein paar Fotos gemacht. Was tut man nicht alles für die Leser seines Blogs.
Vasamuseum
Ebenfalls letztes Wochenende war ich im Vasa-Museum. Bei der Vasa handelt es sich nicht etwa um ein Knäckebrot (auch wenn beide ihren Namen von dem gleichnamigen Königsgeschlecht habe), sondern um ein prunkvolles Kriegsschiff, dass 1628 auf der Jungfernfahrt noch im Hafenbecken sank. 1956 wurde es wiedergefunden und 1961 gehoben und restauriert. Jetzt steht es in dem meist besuchten Museum Skandinaviens, welches über die Entstehung des Schiffes, den Untergang und Bergung, sowie das Leben im Schweden des 17. Jahrhundert informiert.
Der Anblick ist wirklich beeindruckend, leider hatte ich vergessen meine Kamera aufzuladen, sodass sie mir schon auf dem Hinweg den Dienst verweigerte. Da das Museum jedoch so interessant war, werde ich sicherlich im Laufe der nächsten Monate noch einmal dort hin gehen und dann mache ich Fotos. Versprochen.
Und zu guter Letzt:
Erkenntnis aus dem Programmieralltag
Wenn mein 2 Stunden mit einer Fehlersuche in einem vermeintlich einwandfreien Stück Code verbringt, nur um dann festzustellen, dass die besagte Methode von einer erbenden Klasse überschrieben wird, so ist es Zeit Feierabend zu machen!
FAQ (2): Wie ist das Wetter?
Mittwoch, den 14. November 2007Gelegentlich werde ich nach der aktuellen Wettersituation gefragt. Das mag zum einen einfach nur Small-Talk sein, aber sicherlich interessiert es auch so manchen. Ich könnte hier jetzt auf diese Frage aktuell antworten (Sonnenschein, bei um die 0 Grad und es liegt etwas Schnee), allerdings hat Wetter halt die Eigenschaft, dass es sich ändert, weswegen eine solche Frage für ein FAQ wohl auch eher ungeeignet ist. Allerdings habe ich ein kleines Plugin für Wordpress (die Blogsoftware) gefunden, mit dem man sich die aktuelle Wettersituation anzeigen lassen kann (dafür muss man auf die Startseite gehen). Jetzt kann also jeder Besucher meines Blogs sehen, welches Wetter in Stockholm gerade ist. Ganz schön praktisch.










