Monatsarchiv für Dezember 2007

Linktipps (2)

Mittwoch, den 26. Dezember 2007

Für die noch verbleibenden freien Tage, habe ich hier jetzt noch einige Linktipps, die ich in den letzten Wochen gefunden habe:

Quarterlife

Eine Internetserie, die als Werbung für eine Internetseite mit einer Social Community dient. Dennoch sehr professionell gemacht. Es geht um mehrere Menschen in ihren 20ern und ihre “Quaterlife-Crisis”. Kann mit diversen Drama-Serien im TV durchaus mithalten. (via Ehrensenf)

The Story of Stuff

Über die Lebenszyklen von Produkten. Ein sehr einleuchtendes und gut erkläres Video. (via Leo)

Putin Kampfschlumpf

Anlässlich des Wahlerfolges seiner Partei “Einiges Russland”, die in Teilen Tschetscheniens 99% der Stimmen holte (bin ich der einzige, dem das komisch vorkommt?), und seiner Wahl als “Person of the Year” des Time Magazin, hier nun ein unterhaltsames aber auch gleichzeitig erschreckend wahres Video über den “waschechten Demokraten” Putin und seine Art des Regierens. (via Daniel)

Randall Munroe spricht in der Reihe Authors@Google

Wem der Name Randall Munroe nicht sagt: das ist der Zeichner der XKCD-Comics, die ich in der letzten Runde Linktipps vorgestellt habe. Sehr unterhaltsam.

The Common Craft Show

Die Idee dieser Show: komplizierte Sachverhalte einfach und verständlich erklären, meist nur mit Papier und Stift. Hauptsächlich geht es um technische Themen, wie z.B. “Was ist ein Blog?” oder “Was sind Wikis?“. Manchmal ist es allerdings auch nicht ganz so ernst: “Wie überlebt man einen Zombie-Ausbruch?“.

Drogen Dealer vs. Software Entwickler

Ein Vergleich der Sprache, Handlungen und Eigenschaften von Drogen Dealern mit denen von Software Developern. Dummerweise ist an den meisten Punkten sogar was wahres dran. Besonders an dem letzten. (via Ehrensenf)

Mathematikprobleme mit dem Telefonsupport

Die Mobilfunkfirma Verizon hat einem Kunden das Einhundertfache dessen in Rechnung gestellt, was sie ursprünglich als Preis genannt haben. Er ruft nun bei der Firma an, um diesen Fehler beheben zu lassen. Dummerweise scheinen all die Leute, zu denen er spricht ein kleines Problem mit Mathe zu haben. Von Cent in Dollar umzurechnen ist wohl doch etwas über dem Niveau eines durchschnittlichen Verizon-Mitarbeiters. Es ist Furcht einflößend und quälend da zuzuhören, aber man kann sich dennoch nicht davon loslösen. Von jetzt an steht für mich aber fest: alle zukünftigen Telefonate zu Support-Centern werden mit Skype geführt und dabei aufgezeichnet. “XYZ-Firma, Support Center, Max Mustermann am Apparat, was kann ich für Sie tun.” “Nun ich habe da ein kleinen Problem, aber bevor ich ins Detail gehe, möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass dieses Gespräch aus Qualitätsgründen aufgezeichnet wird.” “Ja gut, aber wieso aus Qualitätsgründen?” “Nun, damit ich sicherstellen kann, dass ich von Ihnen gut und qualifiziert beraten werde.”

Weihnachtsgrüße

Sonntag, den 23. Dezember 2007

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

In den zurückliegenden 1 1/2 Monaten hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Blog zu schreiben und ich werde auch im kommenden Jahr weiterhin von meinem Praktikum und meinem Leben in Schweden, sowie anderen Kleinigkeiten des Alltags berichten.

Seit ich hier in Schweden bin, hatte ich knapp 5000 Besucher auf meiner Homepage (mehrere Klicks des gleichen Besuchers werden nicht gezählt), wobei die meisten aufgerufenen Seiten aus dem Blog sind. Diese Zahlen freuen mich sehr und sie zeigen mir, dass es Leute interessiert, was ich zu berichten habe.

Ich verspreche auch weiterhin regelmäßig von mir hören zu lassen. An Ideen mangelt es nicht, ich habe eine ganze Liste von Dingen, über die ich noch berichten möchte, aber oft fehlt halt die Zeit dafür. Ihr könnt euch also auch im kommenden Jahr auf interessante Kleinigkeiten und größere Berichte aus Schweden freuen.

Vielen Dank an all jene, die mir ihr Feedback in Form von Kommentare, E-Mails oder anderweitig haben zukommen lassen. Ich schätze das sehr.

Morgen Mittag geht mein Flieger nach Berlin. Vielleicht sieht man sich ja in den wenigen Tagen, ich in Deutschland bin.

Viele Grüße und frohe Weihnachten
David

Fernsehtipp

Freitag, den 21. Dezember 2007

Kleiner Fernsehtipp für das kommende Wochenende:

Shrek - Oh du Shrekliche

Sonntag den 23.12. um 21:45 Uhr auf PRO7.

Das ist ein halbstündiges Shrek-Weihnachsspecial, das von der Handlung da ansetzt, wo der 3. Film aufgehört hat. Man kann ihr aber auch genießen, wenn man den 3. Teil nicht gesehen hat. Ich hatte bereits letztes Wochenende die Ehre das ganze hier auf Englisch sehen zu können. Es ist vielleicht nicht ganz so gut, wie die Filme, aber wem die Filme gefallen haben, für den ist das eine unterhaltsame halbe Stunde. Die Wiederholung läuft übrigens am 24.12. um 16 Uhr.

Warum ich nicht bei StudiVZ bin

Mittwoch, den 19. Dezember 2007

Nächste Woche Donnerstag findet in der Nähe meines ehemaligen Wohnortes unser alljährlicher Abitreff statt. Dabei handelt es sich um eine sehr schöne Tradition meiner ehemaligen Schule, bei der der 13. Jahrgang eine Feier für alle ehemaligen organisiert (und bei dieser Gelegenheit auch gut für die Abikasse verdient). Es ist ganz nett, die meisten Leute wieder zu sehen und zu hören, wie es bei ihnen läuft und was sie machen. Es gibt allerdings eine Sache, von der ich schon jetzt weiß, dass sie mich ungeheuer nerven wird: die immer wiederkehrende Frage “Und, bist du bei StudiVZ?”. “Nein bin ich nicht und auch stolz darauf!” Mindestens genau so schlimm ist die darauf folgende Frage: “Aber wieso denn nicht? Das ist doch so toll!” “Nein ist es nicht!” Um diesen Fragen vorzugreifen, werde ich hier nun meine Gründe darlegen, warum ich nicht bei StudiVZ bin (wer mit dem Begriff “StudiVZ” nichts anfangen kann, darf sich glücklich schätzen und braucht diesen Artikel nicht lesen) . Meine Hoffnung ist, dass ich hiermit

  • a) bei den zu erwartenden Fragen nur eine kurze, vielleicht etwas drastische Zusammenfassung geben kann und für weitere Informationen und Quellenangaben auf diesen Post verweisen kann,
  • b) vielleicht doch noch dem ein oder anderen Leser dieses Blogs die Augen öffnen kann (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt)
  • und c) vielleicht den ein oder anderen Besucher des Abitreffs davon abhalten kann mir auf die Nerven zu gehen.

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schwedische Weihnachtsbräuche

Dienstag, den 18. Dezember 2007

Ich wurde gebeten, etwas über die Weihnachtstraditionen in Schweden erzählen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.

lebkuchenhaus

Grundsätzlich sind sich die Weihnachtstraditionen denen in Deutschland sehr ähnlich. Die Geschenke (Julklapp) bringt auch hier der Weihnachtsmann (Jultomten) am Abend des 24. Dezember. Allerdings wohnt der schwedische Weihnachtsmann weder am Nordpol noch in Finnland, sondern in Nordschweden. In den Wohnstuben gibt es Tannenbäume und es ist reiner Wahnsinn am Samstag Nachmittag vor dem 3. Advent in ein Kaufhaus zu gehen um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Darüber hinaus gibt es aber doch einige Besonderheiten, die es wert sind berichtet zu werden.

Lucia-Fest

Lucia
image by N_Creatures

Eine der Besonderheiten in der schwedischen Vorweihnachtszeit ist das Lucia-Fest, welches am 13. Dezember gefeiert wird. Bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders war dies der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende). Früher markierte dieser Tag das Ende der winterlichen Feldarbeit und den Beginn des vorweihnachtlichen Fastens. Heute ist es Brauch, dass an diesen Tag sich die Mädchen weiße Gewänder anziehen und singen. Dabei gibt es eine “Lucia” (in Familien traditionell die älteste Tochter), die einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf trägt. Die Mädchen um sie herum tragen je eine Kerze in der Hand. Heutzutage werden aus Sicherheitsgründen oft elektrische Kerzen verwendet und bei Familien mit mehreren Töchtern wird die Lucia jedes Jahr gewechselt, dass sich die jüngeren Töchter nicht benachteiligt fühlen. Jungen sind oft auch als Sternenjungen mit dabei. Gemeinsam werden dann Lucia-Lieder gesungen, Weihnachtsgebäck gegessen (siehe nächsten Absatz).
Das erste Mal wird Lucia meist morgens im Kreise der Familie gefeiert und anschließend auch in Kindergärten, Schulen, Kirchen und an Arbeitsplätzen (dann durchaus in etwas älterer Besetzung). In Schweden ist der Luciatag übrigens kein Feiertag.

Weihnachtsgebäck und -getränk

Auch wenn alle 3 der nun hier vorgestellten Gebäcke das ganze Jahr über erhältlich sind, so bekommen sie jedoch zu Weihnachten eine besondere Bedeutung:

Pepparkakor (Pfefferkuchen)

pepparkakor

Wörtlich übersetzt Pfefferkuchen, auch wenn für die deutsche Auffassung wohl Spekulatius näher kommt als Lebkuchen. Sie sind allerdings nicht so kräftig gewürzt wie Spekulatius. Zu Weihnachtszeit sind sie sehr beliebt und werden im wahrsten Sinne des Wortes Eimerweise in Supermärkten verkauft. Aber auch im Rest des Jahres sind sie als Gebäck erhältlich und werden z.B. vielerorts zum Kaffee gereicht. Übrigens kann man sie auch herzhaft genießen, z.B. mit Käsepaste.

Kanelbulle (Zimtschnecke)

kanel-bulle

Dieses Gebäck verdeutlicht gleich zwei schwedische Backbesonderheiten: zum einen Zimt! Es wird hier unheimlich viele Sachen mit unheimlich viel Zimt gebacken. Zum anderen Bulle. Dieses Wort hat keine eindeutige deutsche Übersetzung. Ich habe inzwischen auch aufgegeben eine zu finden. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass dieses Wort für so ziemlich jedes rundliches Gebäck in Portionsgröße gebraucht werden kann, ganz egal was drin ist, wie es gebacken wurde oder wie und wann man es isst. Aufgrund der Form der Kanelbulle wird das @-Zeichen auch gelegentlich als “Kanelbulle” bezeichnet, auch wenn es sonst auf schwedisch “Snabel-A” heißt.

Lussekatt (wörtlich: Luciakatze)

lussekatter

Im weiteren Sinne kann man es mit Safranzopf übersetzten. Es handelt sich um einen mit Safran versetzten Hefeteig, der meist die Form einen S hat. In den beiden Wirbels befinden sich Rosinen und die Windungen sind mit einer marzipanähnlichen Zuckermasse gefüllt. Dieses Gebäck wird besonders am Luciatag verspeist. Wie auch Zimt, ist Safran ein in Schweden sehr verbreitetes Gewürz für Gebäck, allerdings bezweifle ich bei den eingesetzten Mengen, dass es sich in den meisten Fällen um echten Safran handelt.

Glögg

Glögg ist das schwedische Pendent zum Glühwein. Allerdings ist er deutlich süßer und auch auf Weißweinbasis sehr verbreitet. Serviert wird er meist mit mehreren Rosinen und einigen Mandel in der Tasse.

Heilig Abend

Wie auch in Deutschland unterscheiden sich die einzelnen Traditionen am Heiligabend von Familie zu Familie. Was allerdings einen Großteil der Schweden am Heilig Abend verbindet ist eine Folge von Donald Duck (auf schwedisch: Kalle Anka), die jedes Jahr am 24.Dezember um 3 Uhr Nachmittags im Fernsehn läuft. Diese Tradition stammt aus der Zeit als es nur zwei schwedische Fernsehsender gab und die Programmvielfalt dementsprechend gering war. Für Kinder war diese Folge daher ein lang erwartetes Event. Durch die heutige Fernsehsituation ist es für Kinder jedoch bei weiten nicht mehr so aufregend und daher sind es in den meisten Familien die Eltern, die maßgeblich dafür sorgen, dass die Familie am Heilig Abend eine tollpatschigen Ente zusieht. Diese Folge hat hier eine vergleichbar hohen Kultcharakter wie “Dinner for One” in Deutschland, was hier übrigens auch läuft und bekannt ist, allerdings nicht in einem so hohen Maße.

Ich hoffe das hat die Frage nach schwedischen Weihnachtstraditionen beantwortet. Wenn auch ihr etwas bestimmtes über Schweden wissen wollte, schickt mir eine E-Mail oder schreibt einen Kommentar.
Noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: das meiste Wissen, welches ich hier niedergeschrieben habe basiert auf meiner eigenen Erfahrung oder aus Gesprächen mit anderen Leuten. Einiges habe ich auch extra noch einmal nachrecherchiert. Allerdings kann es durchaus sein, dass ich hier nur einen eingeschränkten Blick auf Schweden habe und es im Rest des Landes ganz anders zugeht als hier in Stockholm, was in den meisten Fällen nicht der Fall sein sollte. Bitte habt das jedoch im Hinterkopf, wenn ihr hier meine schwedischen Verallgemeinerungen lest.

Viel Grüße aus dem weihnachtlichen Stockholm
David

Creative Commons

Sonntag, den 16. Dezember 2007

Ich habe jetzt alle Inhalte meiner Homepages und dieses Blogs unter die Creative Commons Lizenz “Attribution-Noncommercial -Share Alike” gestellt.

Creative Commons License

Wer nicht genau weiß, was das jetzt bedeutet, dann das ganze einfach mal hier nachlesen:
http://www.davidfichtmueller.de/lizenz.html.

Suchbild

Samstag, den 15. Dezember 2007

Was stimmt hier nicht?
Marmeladen im schwedischen Supermarkt

Tipp Nr 1: klick auf das Bild, um die größere Version des Bildes zu sehen. Die brauchst du.

Tipp Nr 2: das ist das Marmeladenregal in einem schwedischen Supermarkt.

Viel Spaß beim Suchen!

Ausflug nach Uppsala

Montag, den 10. Dezember 2007

Am Samstag bin ich nach Uppsala gefahren. Ich habe mich mit einer Bekannten meiner Eltern getroffen, die wir damals über unsere damalige Kirchengemeinde und deren Partnerkirchengemeinde in Schweden kennen gelernt haben. Wir haben sie und ihre Familie dann einige Male besucht, als wir in Schweden im Urlaub waren. Irgendwann ist der Kontakt dann aber abgebrochen. Das letzte Mal haben wir uns vor 12 Jahren gesehen. Vor einigen Wochen dann habe ich einfach Mal angerufen um zu sagen, dass ich jetzt in Stockholm bin. Sie wohnt leider nicht mehr in Uppsala, sondern 300 km weiter nördlich. Allerdings studiert ihr Sohn mittlerweile hier und sie wollte ihn besuchen, also haben wir uns gleich noch verabredet.

Also bin ich am Samstag Morgen in den Zug gestiegen und war nach 40 Minuten in der Stadt, die, wenn man ihren Namen laut ausspricht, einem das Gefühl vermittelt, man sei gerade über einen Stein gestolpert, anzukommen. Wir sind ein wenig durch die Innenstadt gelaufen und sind in das neue Konzerthaus gegangen, dessen Bau lange Zeit sehr umstritten war und welches als Gebäude immer noch ist.
konserthuset

Von oben hatte man aber einen guten Überblick über die Stadt.
uppsala1 uppsala2 uppsala3

Dann sind wir in Richtung Altstadt gelaufen.
uppsala_gamla_stan

In der Altstadt sind viele Gebäude der Universität verstreut, die die älteste Universität Skandinaviens ist.

universitet1 universitet2 universitet3

Auch zu der Universität gehört das Gustavianum, welches heute als Museum genutzt wird. In der Kuppel befindet sich übrigens der alte Anatomiehörsaal mit Seziertisch in der Mitte und steile Ränge mit engen Stehplätzen für die Studenten drum herum.
gustavianum

Gleich neben dem Gustavianum steht der Dom zu Uppsala, welches die größte Kirche Skandinaviens ist und in der früher viele der Könige gekrönt und auch einige begraben wurden.
dom1 dom2 dom3

Im Eingangsbereich ist mir dann etwas aufgefallen, was auch meine schwedischen Begleiter noch nicht gesehen hatten: ein Kollektomat. Ein Computerterminal mit Touch-Screen und Kredikarten-Lesegerät. Damit kann man bargeldlos für die Kirche spenden. Das macht durchaus Sinn, da hier Kreditkarten viel gebräuchlicher sind als in Deutschland und auch oft kleine Beträge damit bezahlt werden, was dazu führt das Menschen oft gar kein Bargeld mehr bei sich führen. Darüber hinaus mindert es die Gefahr, dass Opferstöcke aufgebrochen und ausgeleert werden.
kollektomat1
Auf dem Bildschirm kann man zwischen verschiedenen Spendenzwecken wählen, z.B. Orgelausbau oder die Kollekte vom letzten Sonntag. Was ich allerdings etwas komisch fand war, dass bei einer solch kritischen Anwendung (Geldtransaktionen über einen öffentlichen Computer ohne Wachperson) das Windows-Betriebssystem zum Einsatz kam, wie man auf dem ersten Bild sehen konnte. Dieses ungute Gefühl wurde auch gleich bestätigt, als ich versuchte die Maschine zu bedienen. Es hat mich genau 2 Klicks gebraucht (das ist keine Unter- oder Übertreibung, genau 2!) bis ich diesen Bildschirm vor mir hatte:
kollektomat2
Auch durch Wegdrücken der Fehlermeldung gelang es nicht den Computer aus seiner Warteschleife herauzuholen. Sie fing einfach wieder von vorne an. Allerdings scheint man dieses Problem gewöhnt zu sein, denn an der Rückseite des Kastens klebte ein vorbereiteter Zettel “Out of order”. Nun muss ich der Fairness halber sagen, dass es anscheinend ein Problem der eingesetzten Software für das Bezahlungssystem war, die auf einem anderen Betriebssystem möglicherweise hätte auch auftreten können. Dennoch ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Zum Abschluss noch eine angenehmere Kleinigkeit. Als wir danach noch einen kurzen Abstecher in das Gemeindecafé machten, ist mir folgendes Schild aufgefallen:
weltpoblem_loesen
Übersetzt heißt es: “Hier kannst du ein Problem der Welt lösen” und wirbt für den fair gehandelten Kaffee, der dort verkauft wurde.

Kurzes Fazit dieses Ausflugs: Uppsala ist eine kleine Stadt mit schönem Flair, die ihrem Image als Studentenstadt durchaus gerecht wird.

Spaß mit Lizenzvereinbarungen

Sonntag, den 9. Dezember 2007

Aus einer Lizenzvereinbarung eines großen Softwareherstellers:

“3. DISTRIBUTION If you choose to distribute the Software, […] you agree to defend […] [the company] against any losses, damages, or costs arising from any claims, lawsuits, or other legal actions [..] including, without limitation, your failure to comply with this Section 3.” (unterstrichen von mir; ich habe den Text gekürz um ihn übersichtlicher zu machen, ohne den Sinn zu zerstören)

Für alle, denen die Bedeutung dieses Abschnittes nicht bewusst ist: als sehr vereinfachte Version ließe sich sagen: “Indem du dieser Vereinbarung zustimmst, kannst du uns für nichts verantwortlich machen, auch wenn du dich nicht an diesen Abschnitt hältst”. Das ist rekursive Logik.

etwas weiter in der gleichen Vereinbarung stand dann:
“7. TERM This Agreement is effective until terminated. [..] Upon any such termination, you must return to [the company] all full and partial copies of the Software in your possession or control.”

Gut, dann schicke ich denen einfach die Datei, die ich heruntergeladen habe per E-Mail zurück. … Ach Mist, jetzt habe ich eine zusätzliche Kopie dieser Datei in meinem Postausgang. Am besten schicke ich diese Datei auch gleich noch hinterher…

Ganz ehrlich, manchmal kann es sehr unterhaltsam sein, sich solche Lizenzvereinbarungen tatsächlich durchzulesen.

das Internet ist verdammt klein

Mittwoch, den 5. Dezember 2007

Mein Chef hat mich gebeten, mir ein spezifisches Problem anzuschauen. Es geht darum, dass Bilder im AdobeRGB-Farbraum von JAlbum automatisch als sRGB-Bilder erkannt werden, wodurch die Bilder mit deutlich weniger Sättigung dargestellt werden.

Nach einigem Suchen (ich wusste inzwischen etwas mehr über das Problem und suchte nach einer bestehenden Möglichkeit den AdobeRGB-Farbraum in Java zu nutzen) tippte ich “java adobe rgb icc” bei Google ein und was ist das erste Resultat, das ich bekomme? Richtig, genau jener Post im JAlbum-Forum, in dem ein Nutzer dieses Problem beschreibt. War zwar ganz nett das zu sehen, weiter geholfen hat es mir selbstverständlich nicht.

Auch wenn das jetzt sicher nichts bringt, einen Versuch ist es trotzdem wert: Falls jemand von euch zufällig einen AdobeRGB-to-sRGB-Converter hat, geschrieben hat oder kennt, schreibt mir bitte.

Edit: Never Mind. Ich habe mir selber einen Converter geschrieben. Ging einfacher als erwartet. Darum verstehe ich nicht, warum zwar überall nach einem solchen Converter gesucht wird, es aber so wenig Implementationen gibt. Ist jetzt aber auch egal. Jetzt bin ich zumindest einer der Top-Treffer zu diesem Thema.