Monatsarchiv für Januar 2008
Mittelerde liegt teilweise in Schweden
Mittwoch, den 30. Januar 2008Leo ist nicht der einzige, der sein Praktikum in Mittelerde macht! Auch wenn ich mit den Totensümpfen jetzt vielleicht nicht den ganz so schönen Teil abbekommen habe:
Gollum bin ich übrigens nicht begegnet.
Demokratisches Entwicklungsland Deutschland
Sonntag, den 27. Januar 2008Wie sicherlich bekannt sein sollte, finden heute in Hessen Landtagswahlen statt. Dabei werden in einigen Wahlbezirken auch Wahlcomputer eingesetzt. Im Laufe des Tages häufen sich nun schon die Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Wahlbezirken. Um jetzt nur mal einige aufzuzählen:
- Bürgern, die den Aufbau der Wahlcomputer beobachten wollen, wird der Zutritt zu Wahllokalen verweigert und mit Anzeige gedroht
- Prozeduren zur Prüfung der Maschinen wurden nicht richtig eingehalten
- über ungünstige hängende Spiegel kann man in die Wahlkabinen schauen
- ein Wahlcomputer wurde über Nacht in der Privatwohnung eines Parteifunktionärs gelagert
- uvm.
Alles in allem: beängstigend! Es wird Zeit, dass wir internationale Wahlbeobachter der OSZE dazu bitten.
Zum Nachlesen empfehle ich:
https://scytale.name/blog/2008/01/hessen-1
http://frank.geekheim.de/?p=388
http://blogs.hr-online.de/nightline/2008/01/27/hey-obertshausen/ (hier besonders die Kommentare, in denen einige Wahlhelfer von ihren Ereignissen berichten)
Ich warte ja nur darauf
Mittwoch, den 23. Januar 2008… bis Ersteller, Betreiber und Hoster dieser ekelhaft wackelnden, blinkenden Werbebanner á la “Sie sind der 99.999. Besucher dieser Seite. Klicken Sie hier, um ein kostenloses Auto zu bekommen.” zum ersten Mal von einem Epileptiker wegen akuter Gesundheitsgefährdung verklagt werden und eine Riesensumme als Entschädigung erhalten. Hoffentlich wird das Internet damit ein wenig angenehmer.
Typisk Sverige (5): Gratiszeitungen
Montag, den 21. Januar 2008Wenn man morgens in Stockholm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, so fällt auf, dass sehr viele Menschen Zeitung lesen. Das beschränkt sich jedoch fast nur auf 3 verschiedene Titel: Metro, City und PunktSE.
All diese Zeitungen haben eine Sache gemeinsam: es gibt sie kostenlos. In fast jeder U-Bahn Station stehen Zeitungständer aus denen man sich diese Zeitungen nehmen kann. An großen Bahnhöfen gibt es sogar Leute, die sie den Vorbeilaufenden persönlich in die Hand drücken.
Alle diese Zeitungen finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Menge an Anzeigen, in einer durchschnittlichen Ausgabe durchaus noch in Grenzen hält, vergleichen mit den kostenlosen lokalen Käseblättern, die es in Deutschland so gibt. Auch die journalistische Qualität kann, so weit ich das beurteilen kann, mit denen einer normalen Tageszeitung mithalten.
Die älteste der drei genannten Zeitungen ist Metro. Sie ist 1995 zum ersten Mal in der Stockholmer U-Bahn verteilt worden. Inzwischen gibt es Ausgaben über 80 Städten in 23 verschiedenen Ländern. Das macht sie laut Guinness Buch der Rekorde zur größten globalen Zeitung weltweit. In Stockholm erscheint sie mit einer Auflage von 653.000 Exemplaren. 2002 kam dann City auf den Markt und hat jetzt in Stockholm eine Auflage von 561.000 Exemplaren. Seit 2006 gibt es PunktSE, den Gratisableger der Tageszeitung Aftonbladet. Hiervon erscheinen täglich 340.000 Exemplare in Stockholm.
Im Zeitraum von Juli bis November 2007 haben alle drei Zeitungen zusammen auf dem gesamten schwedischen Markt einen Umsatz von 870 Mio SEK (rund 92 Mio Euro) an Anzeigen erzielt. Das sind 9% weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Auf Metro entfallen davon 76%, auf City 18% und 6% auf PunktSE.
Eine Erklärung, warum es solche Gratiszeitungen nicht auch in Deutschland gibt, lässt sich vielleicht im “Kölner Zeitungskrieg” finden.
Quellen:
- http://www.metro.lu/
- Svenska Dagbladet, Ausgabe vom 15.12.2007
Typisk Sverige (4): Wasser und Salat zur Pizza
Samstag, den 19. Januar 2008Nach meinem Lieblingsgericht gefragt, würde ich wahrscheinlich “Pizza” antworten (etwas tagesformabhängig ist das aber schon). Um so besser, dass wir mindestens 4 Pizzerien innerhalb von 5 Minuten Laufstrecke von unserem Büro haben.
Schon gleich zu Beginn ist mir hier aufgefallen, dass es beim Bestellen einer Pizza immer auch Wasser und Salat dazu gibt.
Das mit dem Wasser ist nun nichts typisches für Pizzerien. Das ist in jedem Restaurant in Schweden so. Wasser (normales Leitungswasser, manchmal auch mit Eis und Zitronenscheibe) gibt es in jedem Restaurant kostenlos. Das ist hier einfach so üblich. Um so mehr überrascht es die Schweden dann, wenn ich von den in Deutschland üblichen Preisen für Getränke in der Gastronomie erzähle.
Bei Pizzen gibt es aber immer auch noch Salat als Vorspeise dazu. Das ist eigentlich immer Krautsalat, der allerdings nicht so stark mit Essig und Zucker gewürzt ist, wie in Deutschland üblich. Oft gibt es aber auch noch andere Salatelemente dazu, wie etwa Mais, Oliven, Peperoni oder ähnliches. Brot gibt es meistens auch noch.
Toller Job
Montag, den 14. Januar 2008Da sitzen und Comics lesen und trotzdem versteht jeder im Büro, dass es ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist. Schön.
DIY Kühlschrankregal
Mittwoch, den 9. Januar 2008Als pünktlich am Silvesterabend der Regalbogen in der Tür unseres sowieso schon überfüllten Kühlschranks heraus gebrochen ist, mussten wir kurzerhand zu alternativen Befestigungsarten greifen:
Leider muss ich an dieser Stelle eingestehen, dass das es sich hierbei nicht um meine Idee handelt. Dafür bin ich aber um so glücklicher, dass es die Idee meiner Freundin war. Anscheinend färbt mein Geek-Lifestyle ein wenig auf sie ab.
bin wieder zurück
Mittwoch, den 9. Januar 2008Mich hat nun auch der Alltag wieder eingeholt. Seit Freitag bin ich nun schon wieder in Stockholm und seit Montag gehe ich wieder arbeiten. Alles in allem waren die Feiertage sehr schön und es war auch mal wieder eine angenehme Abwechslung wieder in Deutschland zu sein. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass ich bestimmte schwedische Kleinigkeiten vermisse oder zumindest innerlich erwartet habe: Wenn man etwas zu Essen bestellt, gibt es kein Wasser gratis dazu und in Berlin wartete ich einige Sekunden vor der geschlossenen S-Bahntür, bis mir wieder einfiel, dass man hier drücken muss, damit sich die Türen öffnen.
Auf meinem Hinflug könnte ich übrigens aus dem Flugzeug einen schönen Halo sehen. Das ist eine Art Regenbogen, der entsteht, wenn sich Sonnenlicht an Eiskristallen in großen Höhen bricht.
Hier ein Foto davon:

Also ich bin jetzt wieder zurück und werde von jetzt an wieder regelmäßiger bloggen. Ach und allen, denen ich es noch nicht gesagt habe: ein frohes Jahr 2008!






