Archiv der Kategorie ‘Berlin‘

Erkenntnisse vom Mozilla Add-ons Workshop

Montag, den 30. März 2009

Ich war vergangenen Samstag auf dem Mozilla Add-ons Workshop hier in Berlin. Es gab interessante Vorträge, nette Leute, eine entspannte Atmosphäre. Alles in allem eine runde Sache. Leider konnte ich nicht bis ganz zum Ende bleiben. Ich habe einige neue Dinge mitgenommen, die ich hier mal in aller Kürze zusammenfassen will:

Mozilla Labs Concept Series

Wer neue Ideen für den Firefox hat, kann sie hier posten und diskutieren. Wer also immer schon mal ein Addon schreiben wollte, aber noch keine Idee hat, was für eines, kann hier Ideen finden.

Release early, release often!

Netter Spruch in diesem Zusammenhang: “If you are not embarrassed by your initial release, you have waited to long.”

Choose your opponents wisely

Man sollte seine Argumentation in Abhängigkeit seines Gesprächsparnter wählen. Folgendes Gespräch habe ich am mitverfolgt. Es geht um die Frage, ob <Technology X> durch<Technology Y> ersetzt werden kann:
Person A: “Well, I like the idea, but <Technology Y> is still missing some important features.”
Person B: “Like what?”
Person A: (gives examples)
Person B: “But this is possible with <Technology Y> in combination with <Technology Z>.”
Person A: “No, it is not.”
Person B: “Yes it is, with the new version <Technology Z><upcoming version number of Technology Z>.”
Person A: “I am the chairman of the W3C working group on <Technology Z> and believe me, it is not.”

Ich musste mir das Lachen verkneifen.

The Cult of Done Manifesto

Eigentlich eher was für die nächsten Linktipps, aber so lange will ich nicht warten, deshalb auch jetzt schon hier.

BabelZilla

Wer ein eigenes Firefox Addon hat, kann es dort hochladen und es wird von freiwilligen Helfern in alle möglichen Sprachen übersetzt. Coole Sache, habe ich mit der nächsten Version des HistogramViewers auch vor.

XULRunner

XULRunner ist das Framework auf dem Firefox aufbaut. Es kümmert sich um die GUI, denn XUL ist die Oberflächenbeschreibungssprache von Firefox, sowie den Addons. Es kann auf all die Core-Funktionalitäten von Firefox zugreifen, wie z.B. der RenderEngine. Man kann auch seine eigenen Programme über XULRunner laufen lassen, unabhängig von Firefox. Das klingt recht spannend und ich habe auch schon eine Idee, die ich aber wohl erst im Wintersemester 09/10 in Angriff nehmen werde, da ich sie mir als Uni-Kurs anrechnen lassen will.

Geburtstagsgrüße an Herrn Mierscheid

Sonntag, den 1. März 2009

Heute ist der Geburtstag von Jakob Maria Mierscheid.

Herr Mierscheid ist der dienstälteste Abgeordnete des deutschen Bundestages (seit 1979) und war noch bei keiner einzigen Sitzung persönlich anwesend. Das mag daran liegen, dass er eine fiktive Person ist. Wenn Vertreter der SPD-Fraktion anderen Parteien im Bundestag Streiche spielen wollen, oder nicht ganz so ernst gemeinte Sachen veröffentlichen, so geschieht dies unter dem Namen Mierscheid.

Jakob Mierscheid hat eine eigene Profilseite auf der Internetseite des deutschen Bundestages. Selbstverständlich ist er auch in der Wikipedia verzeichnet. Seit einiger Zeit hat er sogar einen eigenen Twitter-Account.

Die Brücke, die die beiden Bundestagsgebäude “Paul-Löbe-Haus” und “Marie-Elisabeth-Lüders-Haus”über die Spree hinweg verbindet, ist am 1. April 2004 in Jakob-Mierscheid-Steg benannt worden.

Ein paar Freunde und ich haben vor 3 Jahren anlässlich seines Geburtstag eine Jakob-Maria-Mierscheid-Geburtstagsparty mit Laudatio, Vorstellung seiner wissenschaftlichen Arbeiten (u.a. “Die Reiseroute der geringelten Haubentaube und ihre Flugeigenschaften”), usw. gegeben. Wir haben ihn über das Kontaktformular auf seiner Bundestagsseite eingeladen. Er hat uns auch geantwortet und uns mitgeteilt, dass er sich sehr über die Einladung freue, allerdings hat er um Verständnis gebeten, dass er, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters, seinen Geburtstag lieber im kleinen Kreise seiner Familie verbringen möchte.

Es ist doch schön zu sehen, dass Politik auch Spaß machen kann und Politiker einen Sinn für Humor haben (sind ja auch nur Menschen).

Berlintipp: Lesebühne Liebe Statt Drogen

Samstag, den 20. Dezember 2008

Vergangene Woche waren wir zum wiederholten Male zu der Lesebühne Liebe Statt Drogen (oder kurz LSD). Das ist, wie der Name schon sagt, eine Lesebühne, bei der Autoren ihre Texte vorlesen. Die Texte sind zumeist recht unterhaltsam, zuweilen aber auch nachdenklich. Gesungen wird zwischendurch auch immer. Bei den Autoren handelt es sich um eine relativ feste Gruppe, von denen immer ein paar Leute fehlen und oft sind auch Gäste oder sogar Zuschauer da, die ebenfalls Texte lesen.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung, die jeden Dienstag Abend ab 21:30 im Lokal (www.lokal-berlin.de) in der Rosenthaler Straße 71 (U-Bahnhof Rosenthaler Platz) statt findet. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Danke an D. an dieser Stelle der uns auf LSD aufmerksam gemacht hat.

Berlintipp: Sweden Shoppa

Samstag, den 17. Mai 2008

Wem ich durch den ein oder anderen Eintrag in diesem Blog Lust auf verschiedene schwedische kulinarische Produkte gemacht habe oder auch das ein oder andere typisch schwedische Souvenir haben möchte, dem kann ich den Sweden Shoppa in der Holsteinischen Straße 19 in Berlin Wilmersdorf empfehlen. Es ist ein kleiner Laden, in dem hauptsächlich typisch schwedische Lebensmittel bekommen kann, z.B. Hjortron Sylt, Kanel Bulle oder Pepparkakor.

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Ein sehr netter Laden mit freundlichen Besitzern, der einen Besuch auf alle Fälle wert ist.

Hinweis für (sehr) Kurzentschlossene: MathFilm Festival 2008

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Logo des MathFilm FestivalIch habe selber leider erst heute davon erfahren, aber in dieser Woche läuft in Berlin das MathFilm Festival 2008 anlässlich des Jahrs der Mathematik. Noch heute (8.5.) und morgen (Freitag der 9.5.) laufen Kurz- und Spielfilme zum Thema “Mathematik” in der Urania. Der Eintritt ist frei. Das Programm gibt es hier. Schade, die Beschreibungen der anderen Tage waren auch recht spannend.

Die Idee zu dem Festival ist, dass es danach Tour geht und die Filme dann noch an mehreren anderen Orten zu sehen sind. Bleibt also zu hoffen, dass es irgendwann noch einmal in Berlin oder Umgebung gezeigt wird.

Ausstellungstipp: Chili, Teufelsdreck und Safran

Donnerstag, den 20. März 2008

Wir waren gestern in der Ausstellung “Chili, Teufelsdreck und Safran. Zur Kulturgeschichte der Gewürze” in Haus Berliner Stadtbibliothek in Mitte. Eine sehr umfangreiche und informative Ausstellung, die noch bis zum 29.3.2008 im Foyer der Bibliothek zu sehen ist (Achtung über die Osterfeiertage ist diese geschlossen) und  kostenlos besucht werden kann. Man sollte sich jedoch etwas Zeit mitnehmen und zwischendurch auch mal Pause machen. Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus 66 Tafelwänden auf denen Texte und Bilder über Ursprung, Geschichte, Wirkung und aktuelle Verwendung der einzelnen Gewürze stehen. Darüber hinaus sind auch viele der Gewürze in kleinen Plexiglaskästen dargestellt, die leider so sehr verschlossen sind, dass man die Gewürze kaum riechen kann. Einige der etwas gebräuchlicheren Gewürze sind auch in größeren Boxen zum Anfassen und Riechen ausgestellt.

Mein Hauptkritikpunkt an der Ausstellung ist, dass wenn sich der Text zu einem Gewürz über mehrere der inhaltlich und optisch gut gestalteten Tafel hinzog, diese oft von links nach rechts, manchmal aber auch von rechts nach links angeordnet waren. Außerdem hätten ruhig mehr Gewürze zum Anfassen und Riechen vorhanden sein können, statt nur in den kleinen Plexiglaskästen. Die meisten der offenen Gewürze hat man halt doch schon einmal gesehen. Der Text und die Bilder dominieren so die Ausstellung und ohne Pause merkt man, wie bald die Konzentration schwindet. Da es allerdings eine kostenlose Ausstellung ist, halte ich das für verzeihlich. Wer sich also für Gewürze interessiert oder schon immer mal wissen wollte, wo der Unterschied zwischen schwarzen, rotem, grünen oder weißem Pfeffer liegt bzw. was es mit dem Muskat-Massaker auf sich hat, dem sei diese Ausstellung empfohlen.