Archiv der Kategorie ‘Projekt‘

Erkenntnisse vom Mozilla Add-ons Workshop

Montag, den 30. März 2009

Ich war vergangenen Samstag auf dem Mozilla Add-ons Workshop hier in Berlin. Es gab interessante Vorträge, nette Leute, eine entspannte Atmosphäre. Alles in allem eine runde Sache. Leider konnte ich nicht bis ganz zum Ende bleiben. Ich habe einige neue Dinge mitgenommen, die ich hier mal in aller Kürze zusammenfassen will:

Mozilla Labs Concept Series

Wer neue Ideen für den Firefox hat, kann sie hier posten und diskutieren. Wer also immer schon mal ein Addon schreiben wollte, aber noch keine Idee hat, was für eines, kann hier Ideen finden.

Release early, release often!

Netter Spruch in diesem Zusammenhang: “If you are not embarrassed by your initial release, you have waited to long.”

Choose your opponents wisely

Man sollte seine Argumentation in Abhängigkeit seines Gesprächsparnter wählen. Folgendes Gespräch habe ich am mitverfolgt. Es geht um die Frage, ob <Technology X> durch<Technology Y> ersetzt werden kann:
Person A: “Well, I like the idea, but <Technology Y> is still missing some important features.”
Person B: “Like what?”
Person A: (gives examples)
Person B: “But this is possible with <Technology Y> in combination with <Technology Z>.”
Person A: “No, it is not.”
Person B: “Yes it is, with the new version <Technology Z><upcoming version number of Technology Z>.”
Person A: “I am the chairman of the W3C working group on <Technology Z> and believe me, it is not.”

Ich musste mir das Lachen verkneifen.

The Cult of Done Manifesto

Eigentlich eher was für die nächsten Linktipps, aber so lange will ich nicht warten, deshalb auch jetzt schon hier.

BabelZilla

Wer ein eigenes Firefox Addon hat, kann es dort hochladen und es wird von freiwilligen Helfern in alle möglichen Sprachen übersetzt. Coole Sache, habe ich mit der nächsten Version des HistogramViewers auch vor.

XULRunner

XULRunner ist das Framework auf dem Firefox aufbaut. Es kümmert sich um die GUI, denn XUL ist die Oberflächenbeschreibungssprache von Firefox, sowie den Addons. Es kann auf all die Core-Funktionalitäten von Firefox zugreifen, wie z.B. der RenderEngine. Man kann auch seine eigenen Programme über XULRunner laufen lassen, unabhängig von Firefox. Das klingt recht spannend und ich habe auch schon eine Idee, die ich aber wohl erst im Wintersemester 09/10 in Angriff nehmen werde, da ich sie mir als Uni-Kurs anrechnen lassen will.

Lebkuchenburg

Samstag, den 6. Dezember 2008

Adventszeit ist ja für gewöhnlich auch die Zeit des Backens, egal ob jetzt Plätzchen, Stollen oder Pfefferkuchen. Und aus Pfefferkuchen, lassen sich wunderbare Pfefferkuchenhäuser bauen. Doch wieso nur ein einfaches Pfefferkuchenhaus, wenn man gleich eine ganze Pfefferkuchenburg bauen kann?

fertige_burg
Genau das haben wir letzten Wochenende in Angriff genommen. Hier sind nun die Bilder von dem Entstehungsprozess der Burg:

Als erstes natürlich die Vielzahl an Zutaten mischen. Für den Teig haben wir insgesamt 4 Gläser Honig gebraucht. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich das Orginalrezept hier leider nicht veröffentlichen, aber auf Nachfrage kann man das im Einzelfall regeln.

zutaten  honig_kochen  teig1

Nachdem der Teig einen Tag lang ruhen musste, kam er in den Ofen. Ursprünglich haben wir versucht den Teig erst zu schneiden und dann zu backen, aber dadurch habe sich die Stücken ganz schön verformt. Also nach der ersten Runde den Teig nur noch als ganzes Bleck gebacken (2 1/2 waren es am Ende) und dann geschnitten

teig2 ofen  wandsegmente

Nachdem die ersten Stücke aus dem Ofen waren, konnten sie zurecht geschnitten werden und die ersten Wandsegmente waren dann bald fertig. Nach einiger Zeit war dann der Rohbau fertig.

erster_turm  rohbau

Am nächsten Morgen kamen dann die ersten Häuser hinzu.

rohbau2  rohbau3

Und hier nun die fertige Burg nach dem Verzieren inklusive dem Angriff der rot-gelben Gummibären auf die von grün-weißen Gummibärchen bewohnte Burg.

fertige_burg  angriff_auf_den_turm innenhof

Die Angreifer kommen mit Katapult und einem Angriffsturm. Das Katapult ist mit Schokostücken beladen und die Katapultschaufel ist aus heiß gemachter und dann geformter Bonbonmasse.

katapult  angriffsturm  angriffsturm2

Doch auch die Verteidiger haben einige Trick auf Lager. Hier werden die Angreifer, die versuchen die Mauern zu erklimmen mit heißem Teer begossen.

teer1 teer2  angriffstruppe

Doch was passiert an der Seite des Geschehens? Zwei der Angreifer versuchen hier unbemerkt eine Bombe zu platzieren.

seite bombe1  bombe2

Wer nach diesen Ausführungen jetzt Lust bekommen hat, auch so eine Burg zu bauen, kann sich den Bauplan dazu hier herunterladen. Das Design dieser Burg habe ich erdacht. Allerdings habe ich, als ich diesen Plan erstellt habe, es noch ein wenig überarbeitet. Für den Plan setzte ich gewisse Grundkenntnisse im Bauen von Lebkuchenhäusern voraus, also Teig anmischen, die Teile mit Zuckerguss verkleben, verzieren etc. Wer allerdings noch Fragen hat kann sich gern an mich wenden.

mein neues Projekt: Dart On Map

Dienstag, den 11. November 2008

Ich möchte an dieser Stelle ein kleines Projekt vorstellen, an dem ich in den letzten Wochen nebenbei ein bisschen gearbeitet habe:

www.dartonmap.net

 Logo Dart On Map
(Logo steht nicht unter Creative Commons Lizenz)

Die Idee ist recht einfach: man wirf einen Pfeil auf eine (digitale) Landkarte, schaut wo er landet und wenn man Lust hat, kann man dort hin reisen.

Das Ganze ist aus einer spontanen Idee entstanden, quasi als Entscheidungshilfe, wo man den Urlaub machen könnte. Zum Spaß habe ich den Link einigen Freunden geschickt und das Feedback war positiv: viele haben einige Zeit auf der Seite verbracht nur um immer wieder zu schauen, wo der Zufall einen denn hinschicken würde. Dabei wurde auch eine gewisse Reiselust erweckt. Also entschied ich, die Idee etwas größer und professioneller aufzuziehen und jetzt bin ich endlich an einem Punkt, wo ich die Seite öffentlich machen möchte.

Mittlerweile kann man nicht nur den Pfeil irgendwo auf der Welt landen lassen, sondern sich auch einzelne Kontinente auswählen oder gleiche eine eigene Region definieren. Wer also nicht unbedingt eine Weltreise machen will, sondern nur mal eine vielleicht bisher unbekannte Ecke der Stadt erkunden möchte, kommt auch auf seine Kosten.

Es würde mich freuen, wenn es dem/der ein oder anderen gefällt. Ihr könnt die Seite gerne weiterempfehlen, auch an Leute die kein Deutsch können, denn wenn die Browsersprache eine andere als Deutsch ist, wird die Seite in Englisch angezeigt.

Viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

Bastelprojekt Wall-e

Freitag, den 3. Oktober 2008

Darf ich vorstellen: Wall-e
walle8

Wie der ein oder andere vielleicht durch die massive Werbekampagne mitbekommen hat ist letzte Woche der neue Pixar Film Wall-e gestartet. Da ich Pixarfilmen grundsätzlich mag, habe ich ihn mir auch gleich angeschaut. Ein sehr schöner Film, an dem auch Erwachsene ihren Spaß haben werden. Die zugemüllte Erde ist großartig animiert und wer aufmerksam aufpasst findet viele schöne Anspielungen an andere Filme (vor allem aber nicht nur Pixar-Filme) und auch an Apple. Nicht nur sieht der weibliche Robotor EVE aus wie aus Apples I-Serie, auch wenn Wall-e seine Akkus aufgeladen hat, erklingt der Sound den ein handelsüblicher Mac beim Starten macht.

Aber um den Film soll es hier eigentlich gar nicht gehen. Ich habe letzte Woche auch einen Bastelbogen von Wall-e gefunden. Genauere gesagt habe ich mehrere gefunden und mich aus Gründen der Qualität für den detailreichsten und offensichtlich besten entschieden. Die Bilder des entstandenen Papier Wall-e davon könnt ihr nun hier betrachten.

walle1  walle2  walle3

walle4  walle5  walle6

walle7

Eigentlich sollte das nur eine kleine Nebenbeschäftigung werden, allerdings habe ich zugegebener Maßen den Detailreichtum dieses Modells unterschätzt. Alles in allem habe ich rund 14 Stunden an diesem Wall-e gesessen.

Heruntergeladen habe ich ihn auf der Seite paper-replika.com. Dort findet man nicht nur Wall-e selbst, sondern insgesamt 12 verschiedene Modelle aus dem Film, darunter auch EVE, das Raumschiff die AXION, viele der kleinen Robotor und auch Zubehör wie Müllwürfel und Feuerlöscher. Viele dieser Modelle sind in zwei verschiedenen Großen zu bekommen und ich rate dringend die vergrößerten Versionen zu nehmen. Selbst das war bei einigen kleinen Teilen schon eine ganz schöne Friemelei, aber das ganze jetzt auch noch in halber größe will ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. (kleiner Hinweis zu der Internetseite: mir passiert es im Firefox dort häufig, dass die aufgerufene Seite nicht läd, sondern ich nur eine weiße Seite sehe. Der Trick ist einfach auf den Zurück-Button zu klicken und man kommt auf die gewünschte Seite)

Die Dateien auf der Seite sind passwortgeschützt, aber die Passwörter stehen auf der Seite der Bauanleitung und sind gleich der Domain der Seite.

Wer sich also jetzt auch mal an so ein Papiermodell wagen möchte, dem empfehle ich folgendes: wie schon gesagt sich die großen Versionen der Modelle herunterladen (gekennzeichnet durch ein 2x mit Titel, teilweise sind aber auch die kleinen und großen Modelle auf der gleichen Seite, z.B. beim Feuerlöscher). Für den Druck lohn es sich ein paar Euro zu investieren und in einen professionellen Copy-Shop zu gehen und die Dateien dort mit einem Farblaserdrucker auf hochqualitatives und etwas dickeres Papier zu drucken. Zum Ausschneiden braucht man eine sehr feine Schere (die an meinem Taschenmesser hat mir gute Dienste erwiesen), da man sehr genau schneiden muss. Für das Zusammenkleben habe ich mehrere Holzschaschlikspieße und Zahnstocher genutzt. AlsKlebstoff eignet sich ein Klebestift. Je nach dem wie viel Klebefläche ist, kann man entweder mit dem Stift direkt die Klebefläche einschmieren oder aber mit den Spießen den Klebstoff genau dort hin streichen, wo man ihn braucht. Auch zum Zusammendrücken eignen sich die Spieße sehr gut. Etwas Pappe um Verstärken oder sogar zum Füllen von kleinen Teilen ist nützlich.

Für Leute, die bisher noch keine solcher Modelle zusammengebaut haben, würde ich empfehlen mit einem der anderen Robotor anzufangen und nicht mit Wall-e oder EVE, da diese doch etwas komplexer sind. Wer sich auch so viel nicht zutraut oder unbedingt Wall-e machen möchte findet kann auch dieses einfachere Modell nehmen.

Ich selbst habe als Kind ein 1,35 m langes sehr detailreiches Modell der Titanic zusammengebaut. Das ist nun schon eine Weile her, aber das Know-How war teilweise noch vorhanden oder kam wieder. Dadurch kann es durchaus sein, dass ungeübte Personen für Wall-e deutlich länger brauchen als die oben erwähnen 14 Stunden. Übrigens eignet sich diese Zeit sehr gut um Podcasts (bei mir haben sich einige angesammelt)  oder Hörspiele zu hören.

In nächster Zeit, werde ich auch noch einige der anderen Modelle in Angriff nehmen und natürlich auch Bilder davon hier veröffentlichen.

Wenn jemand sich selber an eines der Modelle wagt und auch fertig stellt, würde ich mich freuen, wenn die Bilder dazu in den Kommentaren verlinkt werden.

Viel Spaß beim Basteln.

[Edit]: Da recht viele Leute auf diese Seite kommen, da sie ein Papiermodell der Titanic suchen, hier der Link zu dem Titanic-Modell bei Amazon. Auch hier viel Spaß beim Basteln.

Projekt: Lüfterreinigung

Dienstag, den 5. August 2008

Eines der üblichen Probleme mit dem jeder Computer zu kämpfen hat, sind die Staubflusen, die durch den Lüfter angezogen werden. Bei Laptops, wo nicht viel Platz ist, ist das besonders brisant, denn sie verstopfen die Lüftungsschlitze, wodurch der Prozessor nicht mehr so gut gekühlt werden kann.

Auf meinem Laptop läuft eine Software, die ständig die CPU-Temperatur überprüft und Alarm schlägt sobald die Temperatur über 90° steigt. Das passiert im Sommer schon mal, wenn es draußen heiß ist und der Computer viel zu rechnen hat. Meist reicht es dann, ihn etwas höher zu stellen, dass sich die Hitze unter dem Gehäuse nicht so sehr stauen kann. Allerdings ist es in letzter Zeit recht häufig vorgekommen, sodass ich wusste, dass es mal wieder an der Zeit ist, den Lüfter zu reinigen. Das Gehäuse war an der entsprechenden Stelle schnell aufgeschraubt und der Lüfter ausgebaut. Und wie erwartet hing an der Stelle zwischen Lüfter und Lüftungsschlitzen eine große und dicke Staubfluse. Diese zu entfernen und auch den umliegenden Teil des Gehäuses mit einen feuchten Tuch sauber zu wischen hat nur wenige Minuten gedauert und mein Laptop hat sich dadurch bedankt, dass die durchschnittliche Prozessortemperatur für nicht rechenintensives Arbeiten und Surfen promt um ca. 30 Grad gefallen ist.

Abfall der CPU-Temperatur nach dem Reinigen des Lüfters um 30 Grad

Ich habe bewusst keine Bilder des eigentlichen Reinigens hier veröffentlicht, da jeder Laptop da anders aufgebaut ist und es daher einige Menschen verwirren könnte. Auch habe ich den Laptop während des Reinigen selbstverständlich ausgeschaltet, das Bild ist nur zustande gekommen, da ich ihn vorher in den Ruhezustand versetzt habe, statt ihn richtig herunterzufahren (nur um das noch einmal explizit erwähnt zu haben und um Missverständnisse auszuschließen).

Wer sich mit Computern auskennt und weiß, wie man sie fachgerecht öffnet und reinigt, dem empfehle ich etwa ein Mal im Jahr den Lüfter zu reinigen.

Aber ACHTUNG: Das ist nur etwas für Leute, die sich sicher sind, was sie da tun. Unsachgemäßer Umgang mit dem Lüfter kann diesen beschädigen oder zerstören. Ein nicht (richtig) funktionierender Lüfter kann den Prozessor nicht ausreichend kühlen, was im schlimmsten Fall ein schmelzen des Prozessors zur Folge haben kann. Außerdem kann das Öffnen des Laptops und dem Herauslösen einzelner Komponenten bei einigen Modellen zum Verlust der Garantie zur Folge haben. Also macht das nur, wenn ihr wisst, was ihr tut und euch der möglichen Konsequenzen bewusst seit. Wer sich nicht sicher ist, kann seinen Laptop dafür auch zu professionellen Computerläden bringen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass ich ABSOLUT KEINE VERANTWORTUNG ÜBERNEHME, wenn ihr euren Laptop dadurch zerstört, anderweitig beschädigt, die Garantie verliert oder sonst irgend was passiert.

Wie man eine Bachelorarbeit schreibt

Mittwoch, den 23. Juli 2008

Da ich ja nun mit meiner Bachelorarbeit fertig geworden bin, wollte ich einige der Erfahrungen teilen, die ich in den letzten Monaten gemacht habe.

Diese Tipps habe ich im Laufe der letzten Monate gesammelt habe und sie haben mir beim Bewerkstelligen meiner Arbeit geholfen. Sie sind sicherlich nur für Bachelorarbeiten geeignet, sondern auch für alle möglichen anderen Ausarbeitungen. Sicherlich könnte man viele der Punkte als “Common Sense” verstehen, aber ich halte es dennoch nicht für falsch, sie hier noch einmal zu erwähnen.

Die folgenden Punkte sind eher als allgemeine Regeln aufzufassen und es ist mir auch nicht immer gelungen mich daran zu halten, aber dennoch glaube ich, dass sie mir sehr geholfen haben.

Den ganzen Beitrag lesen »

Geschafft!

Dienstag, den 15. Juli 2008

Heute habe ich meine Bachelorarbeit eingereicht. Es ist geschafft!

Die letzten Wochen waren dementsprechend hektisch und anstrengend, aber jetzt macht sich ein Gefühl der Erleiterung aber auch der Erschöpfung breit.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die mich in den letzten Wochen und Monaten unterstützt haben. Besonderen Dank geht dabei an meine Korrekturleser.

Auch möchte ich mich hiermit für all die unbeantwortet E-Mails und ausgeschlagenen Einladungen der letzten Zeit entschuldigen. Ich versuche das alles möglichst schnell nachzuholen.

Noch ein kleiner Rückblick auf meine Arbeit: ich bin ganz zufrieden mit dem was ich geschafft habe. Letztendlich bin ich 3 Wochen vor dem offiziellen Abgabetermin fertig geworden (das hat allerdings auch den Grund, dass ich speziell um eine vorzeitige Prüfung gebeten habe und mein Kolloquiumstermin bereits in 3 Wochen ist und etwas Zeit sollte man ja den Betreuern dann doch noch gönnen, sich da durch zu arbeiten) und habe es geschafft nicht eine Nacht durcharbeiten zu müssen. Auch mit den inhaltlichen Aspekten bin ich zufrieden. Sowohl das Konzept, was ich erstellt habe, als auch dessen prototypische Implementierung, ist eine runde Sache geworden und in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich hätte man mit mehr Aufwand das noch weiter verbessern können, aber das ist ja eigentlich immer der Fall und irgendwo muss man halt die Grenze ziehen.

Wen es interessiert, hier noch einige Zahlen zu der Arbeit: Insgesamt habe ich 242 Arbeitsstunden hineingepackt, davon 150 im letzten Monat. Das mag jetzt nicht viel klingen, allerdings hatte ich nebenbei noch 5 weitere Kurse belegt mit Übungsaufgaben, Vorträgen, Projektausarbeitungen und Prüfungen. Am Ende waren es 46 Seiten reiner Text mit insgesamt 19.000 Wörtern (alles in Englisch) und rund 1500 Zeilen Code.

Jetzt werde ich mir jedenfalls erst mal ein paar Tage Entspannung gönnen, bevor ich mich daran mache, den Berg an Aufgaben abzuarbeiten, der sich in den letzten Wochen/Monaten so angesammelt hat.

Homepage Sektion: Code

Montag, den 10. März 2008

Da ich im Laufe der letzten Monate verschiedene kleine Programmierprojekte an verschiedenen Orten veröffentlicht habe, habe ich mich entschieden einen neuen Bereich für meine Homepage zu erstellen, wo ich all meine veröffentlichten Programme, Scripte und Codeschnipsel zusammentrage. Zu den meisten dieser Programme habe ich Extraseiten erstellt, mit Featurelisten, Versionsübersicht, Screenshots und Ideen für zukünftige Ideen. All das ist in dem neuen Bereich Code zu finden. Im Laufe der Zeit werde ich sicherlich noch andere Sachen dort hinzufügen. Ab und zu vorbei schauen, lohnt sich also.

Mein erstes Greasemonkey-Script: BVG Suche vorausfüllen

Donnerstag, den 28. Februar 2008

Wie ja bereits erwähnt, ist der Firefox mein Lieblingsbrowser, unter anderem, weil es dafür so viele tolle PlugIns gibt. Eines der von mir meist genutztesten PlugIns ist der Greasemonkey. Mit dem Greasemonkey kann man für bestimmte oder alle Internetseiten beim Laden Scripte einbinden, die dann das Aussehen oder die Funktionalität der Internetseite verändern/verbessern können (”Ich mach’ mir die (online) Welt, Widdewidde wie sie mir gefällt!”). Von diesen Scripten gibt es wiederum eine ganze Menge, die z.B. bei userscripts.org durchstöbert werden können.

Gestern habe ich nun mein erstes eigenes Script fertig gestellt. Hier ist einmal zu meinem Problem, welches vielleicht vielen Berlinern bekannt sein sollte, die die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Wenn man eine Verbindung auf der Seite www.bvg.de sucht, so steht standardmäßig in den Suchfeldern für Start und Ziel “Haltest. / Str., Nr.”. Da man meist aber Verbindungen zu oder von der nächst gelegenen Station sucht, muss man diese immer wieder einfüllen (oder den ersten Buchstaben eintippen und dann aus den Vorschlägen, die richtige Station anklicken). Ich wollte aber, dass es mir meine Station von Anfang an vorschlägt und wenn ich darauf klicke, sie sofort verschwindet, wie sonst der Text “Haltest. / Str., Nr.”. Klingt eigentlich recht einfach, hat aber dennoch eine Weile gedauert, bis ich es so weit hatte, als in erste Linie an meinen minimalistischen JavaScript-Kenntnissen liegt. In der Zeit hätte ich das Suchformular sicherlich tausende Male ausfüllen können, aber das ist nicht der Punkt (I said it before and I will say it again: Taubenwallnister-Syndrom!).

Jedenfalls ist jetzt mein Greasemonkey-Script “BVG Suche vorausfüllen” fertig und bereit heruntergeladen zu werden.

Wie wendet man das Script jetzt an?
Ganz einfach:

  1. (wer noch nicht hat: Firefox herunterladen)
  2. (wer noch nicht hat: Greasemonkey herunterladen)
  3. ‘BVG Suche vorausfüllen’ herunterladen
  4. auf Extras->Greasemonkey->Benutzerscripte verwalten gehen
  5. Das Script ‘BVG Suche vorausfüllen’ auswählen und auf ‘Bearbeiten’ klicken (Das Script öffnet sich nun ein einem Texteditor)
  6. Im Code in Zeile 15 statt Hackescher Markt deine Station eintragen (am besten so, dass sie von der BVG Seite erkannt wird, also nicht ‘Alexanderplatz’ sondern ‘S+U Alexanderplatz Bhf’, einfach mal vorher in der Suche austesten)
  7. Speichern
  8. Jedes Mal, wenn du auf www.bvg.de gehst, dich darüber freuen, dass deine Station bereits da steht.

Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden. Ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen dieses Script nützlich ist.

Edit (29.2.): Einen Link habe ich noch vergessen. Wer sich auch einmal an seinem eigenen Greasemonkey-Script versuchen möchte, dem empfehle ich das Buch “Dive into Greasemonkey“, das man sich gratis herunterladen oder online lesen kann. Es enthält sehr schöne und einfach erklärte Codebeispiele, gerade auch für typische Anwendungsfälle.

BristleBot

Donnerstag, den 21. Februar 2008

Gestern waren die S. und der D. bei uns zu Gast und wir haben uns einen BristleBot gebaut.

Ein BristleBot ist ein kleiner “Roboter” aus einem Zahnbürstenkopf und einem Vibrationsmotor, wie man ihn in Handys findet. Auf die Idee gebracht hat uns das Evil Mad Scientist Laboratoy.

Eigentlich ist das ein ganz einfaches Projekt. Alles was man braucht ist wie gesagt eine Zahnbürste, ein altes Handy mit Vibrationsalarm, ein paar Drähte, eine Knopfzelle und doppelseitiges Schaumstoffklebeband. Das ganze noch richtig zusammegefügt und man hat einen BristleBot:
bristle_bot1 bristle_bot2

Es ist lustig zu zuschauen, wie er über den Tisch “bristlet”. Leider war unser nicht ganz so schnell wie der in dem MES-Demovideo, da wir keine Zahnbürste mit schräg stehenden Bürsten genommen haben. Fertig waren wir da aber noch lange nicht. Wir haben angefangen, noch einige Zusatzfeatures einzubauen, wie z.B. eine kleine Lampe. Jetzt sah unser Bot aus, wie ein Tiefseefisch. Hier eine Langzeitbelichtung, wie er sich im Kreise dreht. Da das ganze auf einer Glasplatte war, sieht man auch noch die Reflektion des Lichtkreises
lichtkreis

Als nächstes haben wir ihn dann auf ein Stück Papier gesetzt und eine Bleistiftmine dran geklebt. Leider waren die gezeichneten Linien kaum als solche zu erkennen. Auch der Versuch, die Mine mit Tinte einzufärben führe nur dazu, dass ein großer Tintenfleck auf dem Papier war. Als er aber dann durch diesen Fleck die Bleistiftmine gezogen hat, sah das sogar ganz gut aus. Darauf ist er dann sogar mit den Borsten durch die Tinte gelaufen. Das ganze nannten wir dann Bristle-Art, welches die interessante rechtlich-philosophische Frage in den Raum stellte:
Wenn ein Roboter Kunst erstellt, wer gilt dann (im rechtlichen Sinne) als Urheber der Kunst: der Roboter oder die Erschaffer des Roboters?
Über eure Ansichten würde ich mich in den Kommentaren freuen.
bristle_art bristle_art2 bristle_art1

Zum Abschluss hier noch ein Bild der Überreste unserer Bastelaktion:
reste

Wir haben auch schon einige Ideen für das nächste Mal: Mit zwei Solarpanelen und dem Motor eine elektrischen Zahnbürste lässt sich sicherlich auch einiges Kreatives anstellen.