Archiv der Kategorie ‘Randgeschichten‘

das Internet ist verdammt klein

Mittwoch, den 5. Dezember 2007

Mein Chef hat mich gebeten, mir ein spezifisches Problem anzuschauen. Es geht darum, dass Bilder im AdobeRGB-Farbraum von JAlbum automatisch als sRGB-Bilder erkannt werden, wodurch die Bilder mit deutlich weniger Sättigung dargestellt werden.

Nach einigem Suchen (ich wusste inzwischen etwas mehr über das Problem und suchte nach einer bestehenden Möglichkeit den AdobeRGB-Farbraum in Java zu nutzen) tippte ich “java adobe rgb icc” bei Google ein und was ist das erste Resultat, das ich bekomme? Richtig, genau jener Post im JAlbum-Forum, in dem ein Nutzer dieses Problem beschreibt. War zwar ganz nett das zu sehen, weiter geholfen hat es mir selbstverständlich nicht.

Auch wenn das jetzt sicher nichts bringt, einen Versuch ist es trotzdem wert: Falls jemand von euch zufällig einen AdobeRGB-to-sRGB-Converter hat, geschrieben hat oder kennt, schreibt mir bitte.

Edit: Never Mind. Ich habe mir selber einen Converter geschrieben. Ging einfacher als erwartet. Darum verstehe ich nicht, warum zwar überall nach einem solchen Converter gesucht wird, es aber so wenig Implementationen gibt. Ist jetzt aber auch egal. Jetzt bin ich zumindest einer der Top-Treffer zu diesem Thema.

eine Lebensversicherung für die Lebenden

Montag, den 26. November 2007

Gerade in einer Radiowerbung einer Lebensversicherung gehört:

“… and don’t forget to ask us about our new Term Life Guaranties, with guarantied money back, even if you don’t die.”

Das lässt die interessante Frage aufkommen, wie man beweisen soll, dass man nicht stirbt.

Sammelbeitrag: Fotos meines Zimmers, Bankkonto u.a.

Samstag, den 24. November 2007

Ich weiß, dass ich in der letzten Zeit hier nicht sehr ausführlich geschrieben habe. Das lag teilweise daran, dass ich lang gearbeitet habe und Abends auch unterwegs war. Es gibt einige Dinge zu berichten, aber die meisten davon sind es nicht wert, extra einen einzelnen Post dafür zu schreiben. Also habe ich mich entschlossen, die Sachen jetzt einfach hier in einem Sammelbeitrag zu veröffentlichen.

Mein Zimmer

Auch wenn ich nun seit mittlerweile schon 3 Wochen in meinem neuen Zimmer hier wohne, habe ich es bisher noch nicht geschafft Bilder davon zu veröffentlichen. Hier sind sie jetzt endlich:
zimmer1 zimmer2 zimmer3
Und ja, ich habe ein wenig aufgeräumt, bevor ich die Bilder gemacht habe. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass mein Bett auf diesem Bid unbezogen ist, da die Bettwäsche zum Zeitpunkt des Bildes gerade in der Waschmaschine war. Also nicht über die komischen Blümchenmuster wundern. So sieht mein Bett normalerweise nicht aus.

Hier noch der Blick aus meinem Fenster:
fensterblick

Und das Haus von außen:
haus

Bankkonto

Ich habe nun endlich ein Konto bei einer schwedischen Bank. Wer denkt, dass mal als EU-Bürger hier einfach in eine Bank spazieren kann, seinen Perso vorlegt und ein Konto bekommt (wovon ich ausging), ist hoffnungslos naiv. Jeder der 5 Bankangestellten, die ich gefragt habe, hat mir eine andere Liste mit Dokumenten und Bescheinigungen gegeben, die ich angeblich brauche um ein Konto zu öffnen, auch wenn es sich dabei zwei mal nur um zwei verschiedene Filialen der gleichen Bank handelte. Als ich meinem Chef von diesem Problem erzählte rief er die Hausbank unserer Firma an, sprach mit dem Bankberater und 2 Tage später konnte ich zur Bank fahren und die Unterlagen unterschreiben. (Auf dem Weg dahin wurde ich übrigens um die Erkenntnis reicher, dass die Wärme, die man verliert, wenn bei 2 Grad Minus in der Rush Hour ein Nahverkehrszug ausfällt und der darauffolgende verspätet kommt, auch nicht durch das anschließende Gruppenkuscheln im Inneren des Zuges wieder gewinnen kann.) Jedenfalls habe ich jetzt ein Konto, mit Online-Banking und Kreditkarte. Aber das zeigt doch mal wieder, dass Banken zu den rückständigsten Unternehmen überhaupt gehören, wenn man in einem vereinten Europa immer noch solche Tortouren auf sich nehmen muss. Ein weiterer Beweis dafür war übrigens die eingesetzte Software, die der Bankangestellte für die Eröffnung des Kontos nutze. Meinen vorsichtigen Schätzungen zufolge war diese mindestens 10 Jahre alt und sah selbst in der Windows 98 Umgebung, in der sie eingesetzt wurde, optisch bereits hoffnungslos veraltet aus. Darüber hinaus konnte sie nicht zwischen Groß-und Kleinbuchstaben unterscheiden. Aber immerhin war es möglich ein ‘ü’ einzutippen, welches in der schwedischen Sprache eigentlich nicht vorkommt.

Wachwechsel vor dem königlichen Schloss

Als ich letztes Wochenende durch die Stockholmer Altstadt spaziert bin, kam ich an dem königlichen Schloss vorbei, als gerade der Wachwechsel war. Es war eine ziemliche Inszenierung und ich fühlte mich auch nicht wirklich wohl inmitten der Scharen von Touristen. Dennoch habe ich ein paar Fotos gemacht. Was tut man nicht alles für die Leser seines Blogs.

wachen1 wachen2

Vasamuseum

Ebenfalls letztes Wochenende war ich im Vasa-Museum. Bei der Vasa handelt es sich nicht etwa um ein Knäckebrot (auch wenn beide ihren Namen von dem gleichnamigen Königsgeschlecht habe), sondern um ein prunkvolles Kriegsschiff, dass 1628 auf der Jungfernfahrt noch im Hafenbecken sank. 1956 wurde es wiedergefunden und 1961 gehoben und restauriert. Jetzt steht es in dem meist besuchten Museum Skandinaviens, welches über die Entstehung des Schiffes, den Untergang und Bergung, sowie das Leben im Schweden des 17. Jahrhundert informiert.

Der Anblick ist wirklich beeindruckend, leider hatte ich vergessen meine Kamera aufzuladen, sodass sie mir schon auf dem Hinweg den Dienst verweigerte. Da das Museum jedoch so interessant war, werde ich sicherlich im Laufe der nächsten Monate noch einmal dort hin gehen und dann mache ich Fotos. Versprochen.

Und zu guter Letzt:

Erkenntnis aus dem Programmieralltag

Wenn mein 2 Stunden mit einer Fehlersuche in einem vermeintlich einwandfreien Stück Code verbringt, nur um dann festzustellen, dass die besagte Methode von einer erbenden Klasse überschrieben wird, so ist es Zeit Feierabend zu machen!

Wikiality

Samstag, den 10. November 2007

Wie sicherlich viele von euch wissen, schätze ich die Online-Enzyklopädie Wikipedia sehr, auch wenn ich jedem empfehle es nicht als einzige Ressource zu benutzen (wie es für jede andere Quelle übrigens auch gilt).

Wie sicherlich auch einige von euch wissen, läuft gerade eine Spendenkampagne, die Nutzer von Wikipedia dazu aufruft, die Wikimedia-Stiftung. Auf jedem Artikel der Wikipedia wird angezeigt, wie viele Leute bisher gespendet haben, zusammen mit einem zufälligen Zitat von Nutzern, die gespendet haben. Heute habe ich eines dieser Zitate gesehen, das mich zum Lachen gebracht hat:

Wikipedia: For tripling the number of Elephants in Africa

Wem dieser Satz nichts sagt, dem empfehle ich die beiden folgenden Ausschnitte aus dem Colbert Report: [1] und [2] .

Wer mit dem Namen “Stephen Colbert” nichts anfangen kann, dem sei dieses Video empfohlen und dem sei gesagt: Achtung Satire!

Informatiker-Humor

Mittwoch, den 7. November 2007

Ich frage in die Runde: “Can someone tell me why an API, that hasn’t even been published for a week now, already has deprecated items?”

Die Runde lacht.

Unser Marketing-Mensch: “See, that’s the kind of joke I don’t get.”

Ach, Insider-Humor ist schon was schönes, wenn man ihn versteht.

Ich bin Agent Smith…

Donnerstag, den 1. November 2007

… naja, zumindest nach dem Quiz “Which Movie Villian Are You?”.

Mich würde mal interessieren, was bei euch bei diesem Test so rausgekommen ist. Ihr könnt es in den Kommentaren posten (müsst euch vorher allerdings anmelden).

(via eines etwas älteren Posts von Daniel)

Nachteil einer Gemeinschaftsküche in einem geteilten Büro

Dienstag, den 30. Oktober 2007

die Küche im Büro

Zum Glück habe ich meine eigene Tasse, die auf meinem Tisch steht.

Typisk Sverige (1)

Samstag, den 27. Oktober 2007

Für diejenigen unter euch, die nicht wissen was dieser Titel heißen soll, hier die Übersetzung: “Typisch Schweden (1)”. Ich habe mir vorgenommen in dieser Rubrik alle möglichen Kleinigkeiten zu posten, die Schweden besonders machen, auf die ein oder andere Weise. Wie gesagt, meist sind es nur Kleinigkeiten.

Heute möchte ich mit dem Thema Süßigkeiten anfangen. Anders als in Deutschland werden hier die meisten Süßigkeiten lose gekauft. Alle Süßigkeiten kosten das gleiche, meist zwischen 0,50€ und 1€ je 100g. Das ist zwar nicht günstiger als normal verpackte Gummibärchen in Deutschland, aber immerhin deutlich günstiger als die wenigen Orte, wo man lose Süßigkeiten in Deutschland kaufen kann.
Jedenfalls gibt es solche Regalreihen in jedem Supermarkt und es gibt in der Innenstadt ganze Läden, die nur lose Süßigkeiten verkaufen. Da gibt es dann auch etwas ausgefallenere Sachen, die dafür auch etwas mehr kosten.

Süßigkeitenregal im Supermarkt

Firefox Plugins, die die Welt (naja, zumindest ich) bräuchte

Samstag, den 27. Oktober 2007

Ein Grund, warum der Firefox der beste Browser ist, den es auf dieser Welt gibt, sind die extrem vielen Plugins, die es gibt, um seinen Firefox besser zu machen, oder Funktionen hinzuzufügen, die im ursprünglichen Programm nicht enthalten sind. Ich selbst habe über 20 solcher Plugins, die ich regelmäßig nutze. Die wollte ich hier allerdings hier jetzt nicht vorstellen. Vielleicht ein anderes Mal.

Ach so, noch eine kleine Anmerkung an all jene, die diese Seite mit dem Internet Explorer betrachten: http://www.getfirefox.de/

Nun aber zurück, zu dem, was ich hier eigentlich schreiben wollte. Trotz der großen Vielfalt an Plugins, gibt es doch den ein oder anderen Moment, in dem ich mir noch zusätzliche Funktionalitäten für meinen Browser wünsche, für die es jedoch keine fertigen Plugins gibt. In den letzten Tagen hatte ich wieder so einen Moment.

Was ich bräuchte, ist die Möglichkeit, sich das Histogramm eines Bildes direkt im Firefox anzuschauen, ohne es herunter laden zu müssen. Irgendwas in der Art: Rechtsklick auf Bild -> Histogramm anzeigen.

Wenn irgendjemand ein solches Plugin kennt, so währe ich sehr zu Dank verbunden, wenn mich diese Person darauf hinweisen würde.

Wo ich jetzt dieses Thema schon einmal angerissen habe: Ein weiteren Wunsch, den ich ebenfalls schon das ein oder andere Mal gehegt habe, ist die Möglichkeit einzelne Bookmark-Ordner direkt zu exportieren. Hier kann es gut sein, dass es diese Funktion bereits gibt, da es viele Erweiterungen zu der Bookmarks-Verwaltung von Firefox gibt, aber ich habe es bisher noch in keiner entdeckt, die ich ausprobiert habe.

Als Programmierer ist man all zu sehr geneigt, sich in solchen Momenten selber eine Lösung zu schaffen. Allerdings habe ich (bisher) noch keine Firefox-Plugins geschrieben. Allerdings spüre ich gerade dieses gefährliche Jucken in meinen Fingerspitzen, dass der ein oder anderen Entwickler da draußen vielleicht kennt. (Notiz an mich selbst: “nein, ich werde das nicht selber programmieren. ich muss dem Taubenwallnister-Syndrom widerstehen!”)

Meine Arbeit bei JAlbum

Donnerstag, den 25. Oktober 2007

Seit Beginn der letzten Woche arbeite ich nun bei JAlbum.

Für alle, denen ich noch nicht erklärt habe, was diese Firma macht, hier noch einmal eine Zusammenfassung:
Wir erstellen ein Programm (ebenfalls mit dem Namen JAlbum) mit dem man Fotoalbum mit Digitalbildern erstellen und verwalten kann. Man kann die Bilder mit Kommentare versehen, in verschiedene Ordner einsortieren und noch viel mehr. Anschließend kann man sich dieses Album als HTML-Code generieren lassen. Also hat man am Ende eine Internetseite, auf der die Bilder eingebettet und verlinkt sind. Diese Dateien kann man dann ganz einfach auf entweder seine eigene Internetseite hochladen oder direkt auf der Internetseite von JAlbum veröffentlichen. Jeder angemeldete Nutzer bekommt nämlich 30 MB Speicher gratis und eine eigene Adresse nach dem Muster <benutzername>.myjalbum.net. Wenn man sein Album dann veröffentlicht hat, kann man den Link an Freunde und Bekannte weitergeben.
Damit nicht jedes Album gleich aussieht, kann man sein eigenes Album nach seinen eigenen Vorstellungen anpassen. Ein wichtiger Teil davon sind sogenannte Skins, die angeben, wie die später erstellten HTML-Seiten aussehen werden. Es gibt eine große Vielzahl solcher Skins und auf der Internetseite von JAlbum werden ständig neue veröffentlicht, die andere Nutzer selber erstellt haben.

Das Programm JAlbum wurde 2002 von meinem jetzigen Chef David Ekholm geschaffen. Ursprünglich als Freizeitprojekt gestartet, wurde es so erfolgreich, dass er daraus eine Firma machte. Mit mir sind es mittlerweile 8 Mitarbeiter, wobei einer z.Z. Im Vaterschaftsurlaub ist (das ist hier in Schweden durchaus üblich, da sieht man mal wieder wie familienfreundlich dieses Land doch ist). In dem Büro in dem wir sitzen, sind auch noch andere Firmen ansässig.
Bei uns in der Firma haben wir flexible Arbeitszeiten. Man kann kommen, wann man will und gehen, wenn einem danach ist. Es gibt weder Stechuhren noch sonst irgendwelche Arten, die Arbeitszeiten zu notieren.
unser_eingang unser Eingang
unser_Buero unser Büro
mein_Arbeitsplatz mein Arbeitsplatz

Im Umfeld der Arbeit spreche ich fast nur Englisch, auch wenn ich versuche meine sonstigen Gespräche im Alltag in Schwedisch zu halten (Einkaufen und so). Meine Kollegen unterstützen mich da auch sehr und sind bereit wegen mir Meetings und ähnliches in Englisch abzuhalten.
Mittags geht der größte Teil von uns immer gemeinsam Essen. Wir nehmen meist eines der vielen Lokale in der Nähe, oft ein asiatisches.

Meine Aufgabe hier besteht in dem Entwickeln von Zusatzfunktionen für das Programm für die Bildbearbeitung, z.B. dass man ein Bild zurecht schneiden kann oder die Farben und den Kontrast anpassen kann. Allerdings habe ich in der letzten Woche erst einmal eine neue Skin erstellt, so zusagen als Aufwärmübung. Aber ich komme ganz gut zurecht und habe auch schon eine Menge Ideen, die mich in den nächsten Wochen beschäftigt halten sollten.

Noch ein kleines Update zu meiner Wohnungssuche: Ich hatte das Glück, dass ich sehr schnell und ohne Probleme ein kleines Zimmer als Untermieter gefunden habe. Allerdings kann ich da erst am 1. November einziehen. Daher werde ich erst dann etwas mehr darüber erzählen. Da das Leben in der Jugendherberge auf Dauer doch etwas anstrengend war, hat mir David, mein Chef, angeboten zu ihm zu ziehen, bis ich in meine Wohnung kann. Seit Samstag wohne ich nun bei seiner Familie. Er und seine Frau haben zwei Mädchen, eines 6 Jahre, das andere 6 Monate alt. Ich komme sehr gut mit denen aus und wir unternehmen auch nach Feierabend hin und wieder etwas. Da sie gerade das Wohnzimmer renovieren, waren wir Samstag z.B. Im Baumarkt: bei Bauhaus. Hier sind einige Fotos davon.

bauhaus1 bauhaus2 Na wer kann erraten, was der Spruch übersetzt heißen soll?
werbung_bauhaus2 Anscheinend macht man sich noch nicht einmal die Mühe alle Werbeplakate ins Schwedische zu übersetzen

Ach und noch eine letzte Sache: auf meinem Weg zur Arbeit, komme ich an der deutschen Botschaft vorbei. Sollte ich also jemals irgendwelche Probleme haben, wo weiß ich wo ich hin muss.

tysk_ambassant