Archiv der Kategorie ‘Studium‘

Semesterende

Mittwoch, den 4. Februar 2009

Woran erkennt man, dass es Zeit wird, dass das Semester zu Ende geht?

Wenn man nachts wach im Bett liegt (nach einigen Kaffee und einem Abend-Espresso nicht ganz überraschend), an die Decke schaut und sich sich seinen tatsächlichen und gewünschten Schlafrythmus als Funktionen vorstellt, ist das meiner Meinung nach nichts all zu Ungewöhnliches. Wenn man dann aber noch eine Fouriertransformation auf diese Funktionen anwendet, dann ist das ein klares Zeichen, dass das Unileben Spuren hinterlassen hat.

Mein neues Spielzeug

Samstag, den 8. November 2008

Seit Donnerstag habe ich ein neues Spielzeug, und zwar dieses kleine Gerät:

OLPC1

Wer das Gerät jetzt nicht auf anhieb erkennt, braucht sich nicht zu schämen. Es handelt sich dabei um den XO, den Laptop der Initiative “One Laptop per Child” (OLPC), vormals auch als Projekt “100 $ Laptop” bekannt. Allerdings kostet diese Gerät etwas mehr als 100$, weswegen das Projekt auch umbenannt wurde. Aktuell kostet der Laptop um die 150 $ allerdings kann man ihn nicht so ohne weiteres kaufen. Entwickelt wurde er speziell für Kinder in Entwicklungsländern, um ihnen einen Zugang zum Internet und zu moderner Technik zu erleichtern und damit dem Digital Divide entgegen zu wirken. Hin und wieder gibt es Aktionen, in denen man sich zwei Laptop für 300$ bestellen kann, einer wird einem geliefert und der andere wird gespendet.

OLPC2  OLPC3

Ich habe mir dieses Gerät allerdings nicht gekauft, sondern ihn als Leihgabe von der Uni erhalten. Im Rahmen eines Kurses, in dem es um Mediendidaktik, vernetztes Lernen und den Einsatz des Internets im Unterricht geht, habe ich den Laptop bekommen, um ihn genau unter diesen Gesichtspunkten zu evaluieren.

Bis jetzt kann ich nicht nich all zu viel sagen, da ich bisher erst ein wenig damit herumgespielt habe. Allerdings fällt auf, dass man schon beim Schreiben erkennt, dass er für Kinderhände entwickelt wurde. Die Tasten sind für einen Erwachsenen etwas nah bei einander. Außerdem fällt es manchmal schwer sich auf die neuen interaktiven Konzepte einzulassen, auf denen das System aufbaut, wenn man bereits Erfahrung mit gängigen Betriebssystemen hat und dementsprechend auch eine gewisse erwartungshaltung, wie sich so ein Gerät bei bestimmten Aktionen zu verhalten hat. So viel als kurzer Einstieg von mir. Ich werde hier sicherlich noch mehr schreiben, wenn ich ihn etwas näher betrachtet habe.

Wer sich in der Zwischenzeit etwas schlauer über die Initative und deren Entwicklung machen möchte, dem empfehle ich die beiden TED-Videos “The vision behind One Laptop Per Child” und “One Laptop per Child, two years on” , beide von Nicholas Negroponte, dem Gründer der Initiative.

Meine Bachelorarbeit

Mittwoch, den 10. September 2008

Ich habe hier ja bereits erwähnt, dass ich meine Bachelorarbeit bereits hinter mir habe. Bis jetzt allerdings habe ich bewusst noch nicht erwähnt worüber ich geschrieben habe. Nun ist es so weit. Das Thema meiner Bachelorarbeit war:

Pipeline Based Image Editing with JAlbum

Das mag sicherlich den meisten nichts sagen, und das ist auch nicht sehr verwunderlich. Daher ist hier eine kurze, leicht verständliche Zusammenfassung der Arbeit:

Grundsätzlich geht es darum ein Konzept und eine prototypische Anwendung für den Bereich der Bildbearbeitung zu entwickeln, bei denen die Reihenfolge der angewendeten Schritte flexibel und korrigierbar ist. Mein Standardbeispiel war immer: Angenommen man hat ein digitales Urlaubsbild, das man etwas verbessern will. Zuerst schneidet man den interessanten Teil heraus, dann rotiert man es noch etwas, bis der Horizont wirklich waagerecht ist und anschließend korrigiert man noch die Farben etwas, sodass sie so richtig schön leuchten. Dann stellt man fest, man hat eine paar wichtige Details im Hintergrund mit weggeschnitten. In einem normalen Bildbearbeitungsprogramm muss man dann solange auf rückgängig drücken, bis man beim ursprünglichen Bild angelangt ist, dieses dann noch einmal zurechtschneiden und dann sowohl die Rotation als auch die Farbkorrektur noch einmal anwenden. Mein entwickeltes Konzept und die dazugehörige Demo-Software erlaubt es einem, die Schritte “Zuschneiden”,”Rotieren” und “Farbkorrektur” in einer Liste zu sehen. So kann man jeden einzelnen Schritt noch einmal anpassen, ohne die anderen ändern oder entfernen zu müssen. Also könnte man in unserem Beispiel den Rand zum Zurechtschneiden noch einmal etwas korrigieren und alle nachfolgenden Veränderungen werden ebenfalls auf das neue Bild angepasst. Auf Basis der Bildbearbeitungsfunktionen von JAlbum, die ich im Laufe meine Praktikums eingearbeitet habe, habe ich das Konzept spezifiziert und auch meine Anwendung darauf aufgebaut.

Screenshot der Software PipelineManager

Wer es jetzt noch genauer haben möchte, kann sich gern die ganze Arbeit durchlesen. Hier ist meine Bachelorarbeit zum Download. Und dazu gibt es auch das Demoprogramm, so dass jeder mal etwas damit herumspielen kann. Die Dateien müssen erst entpackt werden, bevor die Jar-Datei ausgeführt werden kann. Das Programm setzt eine installierte Java Runtime Environment voraus.

Ich bitte zu beachten, dass die Arbeit unter einer anderen Lizenz steht, als der Rest dieser Homepage. Es ist auf Seite 2 der Arbeit erwähnt und handelt sich um die Creative Commons Lizenz: Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Germany.

Geschafft! (2)

Samstag, den 9. August 2008

Bachelor of Science!

Wie man eine Bachelorarbeit schreibt

Mittwoch, den 23. Juli 2008

Da ich ja nun mit meiner Bachelorarbeit fertig geworden bin, wollte ich einige der Erfahrungen teilen, die ich in den letzten Monaten gemacht habe.

Diese Tipps habe ich im Laufe der letzten Monate gesammelt habe und sie haben mir beim Bewerkstelligen meiner Arbeit geholfen. Sie sind sicherlich nur für Bachelorarbeiten geeignet, sondern auch für alle möglichen anderen Ausarbeitungen. Sicherlich könnte man viele der Punkte als “Common Sense” verstehen, aber ich halte es dennoch nicht für falsch, sie hier noch einmal zu erwähnen.

Die folgenden Punkte sind eher als allgemeine Regeln aufzufassen und es ist mir auch nicht immer gelungen mich daran zu halten, aber dennoch glaube ich, dass sie mir sehr geholfen haben.

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Geschafft!

Dienstag, den 15. Juli 2008

Heute habe ich meine Bachelorarbeit eingereicht. Es ist geschafft!

Die letzten Wochen waren dementsprechend hektisch und anstrengend, aber jetzt macht sich ein Gefühl der Erleiterung aber auch der Erschöpfung breit.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die mich in den letzten Wochen und Monaten unterstützt haben. Besonderen Dank geht dabei an meine Korrekturleser.

Auch möchte ich mich hiermit für all die unbeantwortet E-Mails und ausgeschlagenen Einladungen der letzten Zeit entschuldigen. Ich versuche das alles möglichst schnell nachzuholen.

Noch ein kleiner Rückblick auf meine Arbeit: ich bin ganz zufrieden mit dem was ich geschafft habe. Letztendlich bin ich 3 Wochen vor dem offiziellen Abgabetermin fertig geworden (das hat allerdings auch den Grund, dass ich speziell um eine vorzeitige Prüfung gebeten habe und mein Kolloquiumstermin bereits in 3 Wochen ist und etwas Zeit sollte man ja den Betreuern dann doch noch gönnen, sich da durch zu arbeiten) und habe es geschafft nicht eine Nacht durcharbeiten zu müssen. Auch mit den inhaltlichen Aspekten bin ich zufrieden. Sowohl das Konzept, was ich erstellt habe, als auch dessen prototypische Implementierung, ist eine runde Sache geworden und in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich hätte man mit mehr Aufwand das noch weiter verbessern können, aber das ist ja eigentlich immer der Fall und irgendwo muss man halt die Grenze ziehen.

Wen es interessiert, hier noch einige Zahlen zu der Arbeit: Insgesamt habe ich 242 Arbeitsstunden hineingepackt, davon 150 im letzten Monat. Das mag jetzt nicht viel klingen, allerdings hatte ich nebenbei noch 5 weitere Kurse belegt mit Übungsaufgaben, Vorträgen, Projektausarbeitungen und Prüfungen. Am Ende waren es 46 Seiten reiner Text mit insgesamt 19.000 Wörtern (alles in Englisch) und rund 1500 Zeilen Code.

Jetzt werde ich mir jedenfalls erst mal ein paar Tage Entspannung gönnen, bevor ich mich daran mache, den Berg an Aufgaben abzuarbeiten, der sich in den letzten Wochen/Monaten so angesammelt hat.