Archiv der Kategorie ‘Schweden‘

Typisk Sverige (2): Systembolaget

Dienstag, den 6. November 2007

Es ist halbwegs bekannt, dass Schweden, wie auch die anderen skandinavischen Länder ein Problem mit Alkoholismus hat. (auch wenn es heutzutage kein so großen Problem mehr ist, wie noch vor 100 oder 200 Jahren: Schätzungen zufolge lag der Konsum von Schnaps in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bei 40 Liter pro Person und Jahr). Um diese Entwicklung etwas entgegen zu setzen, wurde schon sehr früh der Verkauf von Alkohol staatlich kontrolliert. Seit 1955 tut geschieht dies durch das Unternehmen Systembolaget, ein Staatskonzern, der das Monopol auf den Einzelhandel von Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von über 3,5 Vol % hat. Früher bezog sich dieses Monopol auch auf Herstellung, Import, Export und Großhandel, aber seit dem EU-Beitritt 1995 sind diese Felder liberalisiert. Seit dem dürfen höher prozentige Getränke auch in Gaststätten und Bars ausgeschenkt werden.

Systembolaget - ein schwedischer Alkoholladen

Systembolaget ist strengen gesetzlichen Regeln unterworfen, was den Verkauf angeht. So dürfen z.B. keine Rabattaktionen durchgeführt oder Mengenrabatte gegeben werden. Auch darf kein Produkt bevorzugt behandelt werden, was z.B. heißt, dass entweder keines oder alle Biersorten gekühlt angeboten werden dürfen, wobei meist die erste Variante genommen wird. Auch sind die Steuern auf Alkohol sehr hoch. Das einzige Produkt, was ich preislich aus dem Kopf noch vergleichen konnte ist eine 0.75l Flasche Baileys, der hier umgerechnet 22 Euro kostet und in Deutschland in Supermärkten meist zwischen 10 und 12 Euro.

Das Mindestalter um in Schweden Alkohol kaufen zu können ist übrigens 20.

Typisk Sverige (1)

Samstag, den 27. Oktober 2007

Für diejenigen unter euch, die nicht wissen was dieser Titel heißen soll, hier die Übersetzung: “Typisch Schweden (1)”. Ich habe mir vorgenommen in dieser Rubrik alle möglichen Kleinigkeiten zu posten, die Schweden besonders machen, auf die ein oder andere Weise. Wie gesagt, meist sind es nur Kleinigkeiten.

Heute möchte ich mit dem Thema Süßigkeiten anfangen. Anders als in Deutschland werden hier die meisten Süßigkeiten lose gekauft. Alle Süßigkeiten kosten das gleiche, meist zwischen 0,50€ und 1€ je 100g. Das ist zwar nicht günstiger als normal verpackte Gummibärchen in Deutschland, aber immerhin deutlich günstiger als die wenigen Orte, wo man lose Süßigkeiten in Deutschland kaufen kann.
Jedenfalls gibt es solche Regalreihen in jedem Supermarkt und es gibt in der Innenstadt ganze Läden, die nur lose Süßigkeiten verkaufen. Da gibt es dann auch etwas ausgefallenere Sachen, die dafür auch etwas mehr kosten.

Süßigkeitenregal im Supermarkt

endlich die versprochenen Fotos

Donnerstag, den 18. Oktober 2007

Hier kommen nun die lange angekündigten Fotos der letzten Tage:

als erstes hätten wir da einmal die Fotos aus meiner Jugendherberge. Es ist eigentlich ganz gemütlich und sauber hier, auch wenn man sich nach einigen Tagen doch ein bisschen mehr Privatsphäre wünscht.
Eingang von meiner Jugendherberge mein Bett in der Jugendherberge

Gleich an meinem ersten Nachmittag habe ich einen Spaziergang durch die Altstadt gemacht. Einige der Fotos sind jedoch auch später hinzu gekommen:
das Stadthaus das Stadthaus das Stadthaus Blick auf Stockholm Blick auf Stockholm Blick auf Stockholm

Blick auf die Altstadt
ein sehr schöner Blick auf die Altstadt (Gamla Stan) von Stockholm

Der schwedische Reichstag (Riksdag) Blick auf Stockholm
der schwedische Reichstag

vor dem königlichen Schloß vor dem königlichen Schloß
als ich am ersten Tag am königlichen Schloss vorbei lief fiel mir auf, dass da besonders viele Wachen und Polizei standen, die anscheinend auf etwas warteten. Also wartete ich auch und fing an zu hoffen vielleicht bereits am ersten Tag den König oder die Königin zu sehen. Am Ende war es jedoch (nur) die Eskorte für diplomatischen Besuch (ich glaube aus dem Libanon, aber ganz sicher bin ich mir da nicht, da das Auto so schnell an mir vorbei fuhr und ich die Fahne nicht richtig erkennen konnte)

eine Kirche in der Altstadt

Eine Rolltreppe zum Ausgang der U-Bahn Eine Laufband zur U-Bahn
Stockholm hat ein gutes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerade im Innenstadtbereich ist da einfachste Verkehrsmittel meist die U-Bahn, die hier Tunnelbana heißt, aber eigentlich nur T-Bana genannt wird. Das Streckennetz ist deutlich kleiner als das in Berlin (zum Vergleich, hier ist der Netzplan von Berlin und hier der T-Bana-Plan von Stockholm), aber dafür ist Stockholm selbst ja auch kleiner (knapp 800.000 Einwohner). Was hier jedoch auffällt ist, dass die T-Bana deutlich tiefer unter der Stadt gebaut ist als in Berlin. Überall gibt es lange Rolltreppen, wie man auf dem Bild auch erkennen kann. Die längste Rolltreppe einer T-Bana-Station ist 66 Meter lang und überwindet einen Höhenunterschied von 33 Metern. Außerdem sind fast alle Stationen sehr schön gestaltet. Jede Station hat ihren eigenen Stiel.

So viel erst einmal von Bildern von mir. In den nächsten Tage werde ich dann von meiner Arbeit berichten.

Meine Ankunft in Stockholm

Mittwoch, den 10. Oktober 2007

Heute war es dann so weit. Der Tag des Abflugs. Nach einem schönen Frühstück sind wir zum Flughafen gefahren. Der Abschied fiel schwer.

Der Flug war kurz und nicht sehr spektakulär. Zu meiner Überraschung wurde auf einem 1 1/2 Stündigen Flug mit einer Billig-Airline sogar ein Sandwich und Getränke serviert (beides kostenlos).

In Stockholm angekommen habe ich erst den Zug in Richtung Innenstadt genommen, da der Flughafen etwa 40 km außerhalb liegt. Am Hauptbahnhof angekommen habe ich mir ein Montasticket für die U-Bahn gekauft. Das U-Bahnsystem ist deutlich übersichtlicher als das, was ich von Berlin gewohnt bin. Im wesentlichen gibt es 3 Linien, die sich gegen Ende hin noch einmal aufspalten. Alle fahren durch den Hauptbahnhof.

Meine Jugendherberge war schnell gefunden. Ich bin in einem 6 Bettzimmer. Nachdem ich mein Gepäck abgestellt habe und noch was gegessen hatte, bin ich in die Altstadt gegangen. Stockholm hat eine sehr schöne und beeindruckende Altstadt. Von meiner Herberge sind es etwa 15 Minuten zu Fuß. Es ist zwar selbst zu dieser Jahreszeit sehr touristisch überlaufen, aber ich glaube, das ist in jeder Metropole so. Als ich am Palast des Königs vorbei gelaufen bin, war dort mehrere Polizisten und Wachen. Also habe ich gewartet in der Hoffnung an meinem ersten Abend den König und/oder die Königin zu sehen. Als dann ein Auto aus dem Tor kam, war es aber “nur” ein Diplomatenfahrzeug. Ich glaube die Flagge am Kotflügel war die vom Libanon. Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht.

Jedenfalls bin ich jetzt recht geschafft von diesem so ereignisreichen Tag. Die Fotos die ich heute gemacht habe muss ich noch etwas nachbearbeiten. Dann werde ich sie aber hier nachreichen.

Beginn meines Blogs

Donnerstag, den 20. September 2007

Wer bei dem Titel meines Blogs denkt “Nanu, ist David den etwa schon nach Schweden abgereist?” dem sei gesagt: Nein, das bin ich nicht. Aber ich bereite mich bereits darauf vor und der Titel dieses neuen Blogs ist nur einer dieser Schritte.

Allen die es noch nicht mitbekommen haben, denen sei gesagt: Ich werde ab dem 10.10.2007 für vier Monate nach Stockholm, Schweden gehen, um dort ein Praktikum zu machen. Diese Auslandspraktikum ist Teil meines Studiums und ich freue mich schon sehr darauf. Mehr dazu hier in den nächsten Tagen/Wochen.

Von nun an werde ich hier gelegendlich meine Gedanken zu aktuellen Ereignissen niederschreiben, Banalitäten zum Besten geben und natürlich auch von meinem bald beginnenden Leben in Schweden berichten.

Bis dahin werde ich noch ein wenig an meiner neuen Homepage basteln, auf dass ich spätestens mit Beginn meines Praktikums in Schweden auch eine neue Homepage haben werde.