Archiv der Kategorie ‘Kultur‘

Berlintipp: Lesebühne Liebe Statt Drogen

Samstag, den 20. Dezember 2008

Vergangene Woche waren wir zum wiederholten Male zu der Lesebühne Liebe Statt Drogen (oder kurz LSD). Das ist, wie der Name schon sagt, eine Lesebühne, bei der Autoren ihre Texte vorlesen. Die Texte sind zumeist recht unterhaltsam, zuweilen aber auch nachdenklich. Gesungen wird zwischendurch auch immer. Bei den Autoren handelt es sich um eine relativ feste Gruppe, von denen immer ein paar Leute fehlen und oft sind auch Gäste oder sogar Zuschauer da, die ebenfalls Texte lesen.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung, die jeden Dienstag Abend ab 21:30 im Lokal (www.lokal-berlin.de) in der Rosenthaler Straße 71 (U-Bahnhof Rosenthaler Platz) statt findet. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Danke an D. an dieser Stelle der uns auf LSD aufmerksam gemacht hat.

Hinweis für (sehr) Kurzentschlossene: MathFilm Festival 2008

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Logo des MathFilm FestivalIch habe selber leider erst heute davon erfahren, aber in dieser Woche läuft in Berlin das MathFilm Festival 2008 anlässlich des Jahrs der Mathematik. Noch heute (8.5.) und morgen (Freitag der 9.5.) laufen Kurz- und Spielfilme zum Thema “Mathematik” in der Urania. Der Eintritt ist frei. Das Programm gibt es hier. Schade, die Beschreibungen der anderen Tage waren auch recht spannend.

Die Idee zu dem Festival ist, dass es danach Tour geht und die Filme dann noch an mehreren anderen Orten zu sehen sind. Bleibt also zu hoffen, dass es irgendwann noch einmal in Berlin oder Umgebung gezeigt wird.

Ausstellungstipp: Chili, Teufelsdreck und Safran

Donnerstag, den 20. März 2008

Wir waren gestern in der Ausstellung “Chili, Teufelsdreck und Safran. Zur Kulturgeschichte der Gewürze” in Haus Berliner Stadtbibliothek in Mitte. Eine sehr umfangreiche und informative Ausstellung, die noch bis zum 29.3.2008 im Foyer der Bibliothek zu sehen ist (Achtung über die Osterfeiertage ist diese geschlossen) und  kostenlos besucht werden kann. Man sollte sich jedoch etwas Zeit mitnehmen und zwischendurch auch mal Pause machen. Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus 66 Tafelwänden auf denen Texte und Bilder über Ursprung, Geschichte, Wirkung und aktuelle Verwendung der einzelnen Gewürze stehen. Darüber hinaus sind auch viele der Gewürze in kleinen Plexiglaskästen dargestellt, die leider so sehr verschlossen sind, dass man die Gewürze kaum riechen kann. Einige der etwas gebräuchlicheren Gewürze sind auch in größeren Boxen zum Anfassen und Riechen ausgestellt.

Mein Hauptkritikpunkt an der Ausstellung ist, dass wenn sich der Text zu einem Gewürz über mehrere der inhaltlich und optisch gut gestalteten Tafel hinzog, diese oft von links nach rechts, manchmal aber auch von rechts nach links angeordnet waren. Außerdem hätten ruhig mehr Gewürze zum Anfassen und Riechen vorhanden sein können, statt nur in den kleinen Plexiglaskästen. Die meisten der offenen Gewürze hat man halt doch schon einmal gesehen. Der Text und die Bilder dominieren so die Ausstellung und ohne Pause merkt man, wie bald die Konzentration schwindet. Da es allerdings eine kostenlose Ausstellung ist, halte ich das für verzeihlich. Wer sich also für Gewürze interessiert oder schon immer mal wissen wollte, wo der Unterschied zwischen schwarzen, rotem, grünen oder weißem Pfeffer liegt bzw. was es mit dem Muskat-Massaker auf sich hat, dem sei diese Ausstellung empfohlen.