Archiv der Kategorie ‘Fotos‘

diverse Bilder

Montag, den 4. Februar 2008

Im Laufe der letzten Wochen haben sich hier bei mir einige Bilder angesammelt, die ich eigentlich veröffentlichen wollte. Allerdings kam ich nicht dazu die dazugehörigen Artikel zu schreiben. Daher gibt es die Bilder hier nur mit einigen kurzen Kommentaren versehen.

Leseautomat

Diesen Automaten habe ich am Stockholmer Hauptbahnhof gefunden.
readomatic

Das Technische Museum (Tekniska Museet)

Ich war im technischen Museum von Stockholm und dieses Bild ist vor dem Eingang des Museums mit Blick in Richtung Innenstadt aufgenommen. Kaum zu glauben, dass man hier gerade mal 3,5 km vom Hauptbahnhof entfernt ist, bzw 2 km von unserem Büro.
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Ein Blick zur anderen Seite und man kann den Stockholmer Fernsehturm sehen (Kaknästurm, 161 m hoch).
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Hier nun noch zwei weitere Bilder aus dem Inneren des Museums.
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In dem Technischen Museum fand ich auch einen Freedom Toaster. Das ist ein Projekt des südafrikanischen Unternehmers Mark Shuttleworth, “Sponsor” des Linux-Derivats Ubuntu. Die Idee des Projektes ist es, freie Software und Wissen an Orte ohne gute Internetanbindung zu bringen. Alles was man dafür braucht ist einen Computer mit Brenner und der Freedom Toaster Software. Diesen stellt man dann an öffentlichen Plätzen auf, auf dass Leute kommen, einen CD- oder DVD-Rohling in den Brenner legen und sich die Software brennen, die sie brauchen. Hier konnte man sich z.B. verschiedene Linuxvarianten, OpenOffice oder Firefox brennen.
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Gleich daneben stand noch ein Automat für Rohlinge.
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Panoramablick

Hier ein Panoramablick auf die Altstadt von der Brücke nach Skeppsholmen aus.
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Tyska Kyrkan (deutsche Kirche)

Blick auf die Deutsche Kirche in der Altstadt.
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Die Tastatur für das Glockenspiel
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Die Melodiewalze für das Glockenspiel. Man kennt ja Spieluhren, die man aufziehen kann, worauf hin sich eine kleine Walze mit kleinen Zacken dreht, die dann wiederum die Tonzungen anschlagen. Das Prinzip ist hier das gleiche, nur das diese Walze etwa 1 1/2 m im Durchmesser hat und Heben anschlägt, die über Drähte die Glocken läuten lassen.
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Und hier noch zwei Bilder der eigentlichen Glocken des Glockenspiels.
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Wochenende in Tyresö

Mittwoch, den 30. Januar 2008

Ich war über das Wochenende in Tyresö, eine Gemeinde außerhalb von Stockholm. Es war sehr schön und ruhig dort. Hier einige Aufnahmen von einem Spaziergang.

Das Schloss von Tyresö
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der Blick auf und über dem See
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und noch einmal das Schloss, diesmal in Nahaufnahme
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Mittelerde liegt teilweise in Schweden

Mittwoch, den 30. Januar 2008

Leo ist nicht der einzige, der sein Praktikum in Mittelerde macht! Auch wenn ich mit den Totensümpfen jetzt vielleicht nicht den ganz so schönen Teil abbekommen habe:

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Gollum bin ich übrigens nicht begegnet.

Typisk Sverige (5): Gratiszeitungen

Montag, den 21. Januar 2008

Wenn man morgens in Stockholm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, so fällt auf, dass sehr viele Menschen Zeitung lesen. Das beschränkt sich jedoch fast nur auf 3 verschiedene Titel: Metro, City und PunktSE.

zeitungen

All diese Zeitungen haben eine Sache gemeinsam: es gibt sie kostenlos. In fast jeder U-Bahn Station stehen Zeitungständer aus denen man sich diese Zeitungen nehmen kann. An großen Bahnhöfen gibt es sogar Leute, die sie den Vorbeilaufenden persönlich in die Hand drücken.

se city metro

Alle diese Zeitungen finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Menge an Anzeigen, in einer durchschnittlichen Ausgabe durchaus noch in Grenzen hält, vergleichen mit den kostenlosen lokalen Käseblättern, die es in Deutschland so gibt. Auch die journalistische Qualität kann, so weit ich das beurteilen kann, mit denen einer normalen Tageszeitung mithalten.

Die älteste der drei genannten Zeitungen ist Metro. Sie ist 1995 zum ersten Mal in der Stockholmer U-Bahn verteilt worden. Inzwischen gibt es Ausgaben über 80 Städten in 23 verschiedenen Ländern. Das macht sie laut Guinness Buch der Rekorde zur größten globalen Zeitung weltweit. In Stockholm erscheint sie mit einer Auflage von 653.000 Exemplaren. 2002 kam dann City auf den Markt und hat jetzt in Stockholm eine Auflage von 561.000 Exemplaren. Seit 2006 gibt es PunktSE, den Gratisableger der Tageszeitung Aftonbladet. Hiervon erscheinen täglich 340.000 Exemplare in Stockholm.

Im Zeitraum von Juli bis November 2007 haben alle drei Zeitungen zusammen auf dem gesamten schwedischen Markt einen Umsatz von 870 Mio SEK (rund 92 Mio Euro) an Anzeigen erzielt. Das sind 9% weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Auf Metro entfallen davon 76%, auf City 18% und 6% auf PunktSE.

Eine Erklärung, warum es solche Gratiszeitungen nicht auch in Deutschland gibt, lässt sich vielleicht im “Kölner Zeitungskrieg” finden.

Quellen:

Typisk Sverige (4): Wasser und Salat zur Pizza

Samstag, den 19. Januar 2008

Nach meinem Lieblingsgericht gefragt, würde ich wahrscheinlich “Pizza” antworten (etwas tagesformabhängig ist das aber schon). Um so besser, dass wir mindestens 4 Pizzerien innerhalb von 5 Minuten Laufstrecke von unserem Büro haben.

pizzaofen

Schon gleich zu Beginn ist mir hier aufgefallen, dass es beim Bestellen einer Pizza immer auch Wasser und Salat dazu gibt.

Das mit dem Wasser ist nun nichts typisches für Pizzerien. Das ist in jedem Restaurant in Schweden so. Wasser (normales Leitungswasser, manchmal auch mit Eis und Zitronenscheibe) gibt es in jedem Restaurant kostenlos. Das ist hier einfach so üblich. Um so mehr überrascht es die Schweden dann, wenn ich von den in Deutschland üblichen Preisen für Getränke in der Gastronomie erzähle.

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Bei Pizzen gibt es aber immer auch noch Salat als Vorspeise dazu. Das ist eigentlich immer Krautsalat, der allerdings nicht so stark mit Essig und Zucker gewürzt ist, wie in Deutschland üblich. Oft gibt es aber auch noch andere Salatelemente dazu, wie etwa Mais, Oliven, Peperoni oder ähnliches. Brot gibt es meistens auch noch.

DIY Kühlschrankregal

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Als pünktlich am Silvesterabend der Regalbogen in der Tür unseres sowieso schon überfüllten Kühlschranks heraus gebrochen ist, mussten wir kurzerhand zu alternativen Befestigungsarten greifen:

Milch mit Duct-Tape in Kühlschrank geklebt

Leider muss ich an dieser Stelle eingestehen, dass das es sich hierbei nicht um meine Idee handelt. Dafür bin ich aber um so glücklicher, dass es die Idee meiner Freundin war. Anscheinend färbt mein Geek-Lifestyle ein wenig auf sie ab.

bin wieder zurück

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Mich hat nun auch der Alltag wieder eingeholt. Seit Freitag bin ich nun schon wieder in Stockholm und seit Montag gehe ich wieder arbeiten. Alles in allem waren die Feiertage sehr schön und es war auch mal wieder eine angenehme Abwechslung wieder in Deutschland zu sein. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass ich bestimmte schwedische Kleinigkeiten vermisse oder zumindest innerlich erwartet habe: Wenn man etwas zu Essen bestellt, gibt es kein Wasser gratis dazu und in Berlin wartete ich einige Sekunden vor der geschlossenen S-Bahntür, bis mir wieder einfiel, dass man hier drücken muss, damit sich die Türen öffnen.
Auf meinem Hinflug könnte ich übrigens aus dem Flugzeug einen schönen Halo sehen. Das ist eine Art Regenbogen, der entsteht, wenn sich Sonnenlicht an Eiskristallen in großen Höhen bricht.
Hier ein Foto davon:
halo

Also ich bin jetzt wieder zurück und werde von jetzt an wieder regelmäßiger bloggen. Ach und allen, denen ich es noch nicht gesagt habe: ein frohes Jahr 2008!

schwedische Weihnachtsbräuche

Dienstag, den 18. Dezember 2007

Ich wurde gebeten, etwas über die Weihnachtstraditionen in Schweden erzählen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.

lebkuchenhaus

Grundsätzlich sind sich die Weihnachtstraditionen denen in Deutschland sehr ähnlich. Die Geschenke (Julklapp) bringt auch hier der Weihnachtsmann (Jultomten) am Abend des 24. Dezember. Allerdings wohnt der schwedische Weihnachtsmann weder am Nordpol noch in Finnland, sondern in Nordschweden. In den Wohnstuben gibt es Tannenbäume und es ist reiner Wahnsinn am Samstag Nachmittag vor dem 3. Advent in ein Kaufhaus zu gehen um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Darüber hinaus gibt es aber doch einige Besonderheiten, die es wert sind berichtet zu werden.

Lucia-Fest

Lucia
image by N_Creatures

Eine der Besonderheiten in der schwedischen Vorweihnachtszeit ist das Lucia-Fest, welches am 13. Dezember gefeiert wird. Bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders war dies der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende). Früher markierte dieser Tag das Ende der winterlichen Feldarbeit und den Beginn des vorweihnachtlichen Fastens. Heute ist es Brauch, dass an diesen Tag sich die Mädchen weiße Gewänder anziehen und singen. Dabei gibt es eine “Lucia” (in Familien traditionell die älteste Tochter), die einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf trägt. Die Mädchen um sie herum tragen je eine Kerze in der Hand. Heutzutage werden aus Sicherheitsgründen oft elektrische Kerzen verwendet und bei Familien mit mehreren Töchtern wird die Lucia jedes Jahr gewechselt, dass sich die jüngeren Töchter nicht benachteiligt fühlen. Jungen sind oft auch als Sternenjungen mit dabei. Gemeinsam werden dann Lucia-Lieder gesungen, Weihnachtsgebäck gegessen (siehe nächsten Absatz).
Das erste Mal wird Lucia meist morgens im Kreise der Familie gefeiert und anschließend auch in Kindergärten, Schulen, Kirchen und an Arbeitsplätzen (dann durchaus in etwas älterer Besetzung). In Schweden ist der Luciatag übrigens kein Feiertag.

Weihnachtsgebäck und -getränk

Auch wenn alle 3 der nun hier vorgestellten Gebäcke das ganze Jahr über erhältlich sind, so bekommen sie jedoch zu Weihnachten eine besondere Bedeutung:

Pepparkakor (Pfefferkuchen)

pepparkakor

Wörtlich übersetzt Pfefferkuchen, auch wenn für die deutsche Auffassung wohl Spekulatius näher kommt als Lebkuchen. Sie sind allerdings nicht so kräftig gewürzt wie Spekulatius. Zu Weihnachtszeit sind sie sehr beliebt und werden im wahrsten Sinne des Wortes Eimerweise in Supermärkten verkauft. Aber auch im Rest des Jahres sind sie als Gebäck erhältlich und werden z.B. vielerorts zum Kaffee gereicht. Übrigens kann man sie auch herzhaft genießen, z.B. mit Käsepaste.

Kanelbulle (Zimtschnecke)

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Dieses Gebäck verdeutlicht gleich zwei schwedische Backbesonderheiten: zum einen Zimt! Es wird hier unheimlich viele Sachen mit unheimlich viel Zimt gebacken. Zum anderen Bulle. Dieses Wort hat keine eindeutige deutsche Übersetzung. Ich habe inzwischen auch aufgegeben eine zu finden. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass dieses Wort für so ziemlich jedes rundliches Gebäck in Portionsgröße gebraucht werden kann, ganz egal was drin ist, wie es gebacken wurde oder wie und wann man es isst. Aufgrund der Form der Kanelbulle wird das @-Zeichen auch gelegentlich als “Kanelbulle” bezeichnet, auch wenn es sonst auf schwedisch “Snabel-A” heißt.

Lussekatt (wörtlich: Luciakatze)

lussekatter

Im weiteren Sinne kann man es mit Safranzopf übersetzten. Es handelt sich um einen mit Safran versetzten Hefeteig, der meist die Form einen S hat. In den beiden Wirbels befinden sich Rosinen und die Windungen sind mit einer marzipanähnlichen Zuckermasse gefüllt. Dieses Gebäck wird besonders am Luciatag verspeist. Wie auch Zimt, ist Safran ein in Schweden sehr verbreitetes Gewürz für Gebäck, allerdings bezweifle ich bei den eingesetzten Mengen, dass es sich in den meisten Fällen um echten Safran handelt.

Glögg

Glögg ist das schwedische Pendent zum Glühwein. Allerdings ist er deutlich süßer und auch auf Weißweinbasis sehr verbreitet. Serviert wird er meist mit mehreren Rosinen und einigen Mandel in der Tasse.

Heilig Abend

Wie auch in Deutschland unterscheiden sich die einzelnen Traditionen am Heiligabend von Familie zu Familie. Was allerdings einen Großteil der Schweden am Heilig Abend verbindet ist eine Folge von Donald Duck (auf schwedisch: Kalle Anka), die jedes Jahr am 24.Dezember um 3 Uhr Nachmittags im Fernsehn läuft. Diese Tradition stammt aus der Zeit als es nur zwei schwedische Fernsehsender gab und die Programmvielfalt dementsprechend gering war. Für Kinder war diese Folge daher ein lang erwartetes Event. Durch die heutige Fernsehsituation ist es für Kinder jedoch bei weiten nicht mehr so aufregend und daher sind es in den meisten Familien die Eltern, die maßgeblich dafür sorgen, dass die Familie am Heilig Abend eine tollpatschigen Ente zusieht. Diese Folge hat hier eine vergleichbar hohen Kultcharakter wie “Dinner for One” in Deutschland, was hier übrigens auch läuft und bekannt ist, allerdings nicht in einem so hohen Maße.

Ich hoffe das hat die Frage nach schwedischen Weihnachtstraditionen beantwortet. Wenn auch ihr etwas bestimmtes über Schweden wissen wollte, schickt mir eine E-Mail oder schreibt einen Kommentar.
Noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: das meiste Wissen, welches ich hier niedergeschrieben habe basiert auf meiner eigenen Erfahrung oder aus Gesprächen mit anderen Leuten. Einiges habe ich auch extra noch einmal nachrecherchiert. Allerdings kann es durchaus sein, dass ich hier nur einen eingeschränkten Blick auf Schweden habe und es im Rest des Landes ganz anders zugeht als hier in Stockholm, was in den meisten Fällen nicht der Fall sein sollte. Bitte habt das jedoch im Hinterkopf, wenn ihr hier meine schwedischen Verallgemeinerungen lest.

Viel Grüße aus dem weihnachtlichen Stockholm
David

Suchbild

Samstag, den 15. Dezember 2007

Was stimmt hier nicht?
Marmeladen im schwedischen Supermarkt

Tipp Nr 1: klick auf das Bild, um die größere Version des Bildes zu sehen. Die brauchst du.

Tipp Nr 2: das ist das Marmeladenregal in einem schwedischen Supermarkt.

Viel Spaß beim Suchen!

Ausflug nach Uppsala

Montag, den 10. Dezember 2007

Am Samstag bin ich nach Uppsala gefahren. Ich habe mich mit einer Bekannten meiner Eltern getroffen, die wir damals über unsere damalige Kirchengemeinde und deren Partnerkirchengemeinde in Schweden kennen gelernt haben. Wir haben sie und ihre Familie dann einige Male besucht, als wir in Schweden im Urlaub waren. Irgendwann ist der Kontakt dann aber abgebrochen. Das letzte Mal haben wir uns vor 12 Jahren gesehen. Vor einigen Wochen dann habe ich einfach Mal angerufen um zu sagen, dass ich jetzt in Stockholm bin. Sie wohnt leider nicht mehr in Uppsala, sondern 300 km weiter nördlich. Allerdings studiert ihr Sohn mittlerweile hier und sie wollte ihn besuchen, also haben wir uns gleich noch verabredet.

Also bin ich am Samstag Morgen in den Zug gestiegen und war nach 40 Minuten in der Stadt, die, wenn man ihren Namen laut ausspricht, einem das Gefühl vermittelt, man sei gerade über einen Stein gestolpert, anzukommen. Wir sind ein wenig durch die Innenstadt gelaufen und sind in das neue Konzerthaus gegangen, dessen Bau lange Zeit sehr umstritten war und welches als Gebäude immer noch ist.
konserthuset

Von oben hatte man aber einen guten Überblick über die Stadt.
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Dann sind wir in Richtung Altstadt gelaufen.
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In der Altstadt sind viele Gebäude der Universität verstreut, die die älteste Universität Skandinaviens ist.

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Auch zu der Universität gehört das Gustavianum, welches heute als Museum genutzt wird. In der Kuppel befindet sich übrigens der alte Anatomiehörsaal mit Seziertisch in der Mitte und steile Ränge mit engen Stehplätzen für die Studenten drum herum.
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Gleich neben dem Gustavianum steht der Dom zu Uppsala, welches die größte Kirche Skandinaviens ist und in der früher viele der Könige gekrönt und auch einige begraben wurden.
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Im Eingangsbereich ist mir dann etwas aufgefallen, was auch meine schwedischen Begleiter noch nicht gesehen hatten: ein Kollektomat. Ein Computerterminal mit Touch-Screen und Kredikarten-Lesegerät. Damit kann man bargeldlos für die Kirche spenden. Das macht durchaus Sinn, da hier Kreditkarten viel gebräuchlicher sind als in Deutschland und auch oft kleine Beträge damit bezahlt werden, was dazu führt das Menschen oft gar kein Bargeld mehr bei sich führen. Darüber hinaus mindert es die Gefahr, dass Opferstöcke aufgebrochen und ausgeleert werden.
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Auf dem Bildschirm kann man zwischen verschiedenen Spendenzwecken wählen, z.B. Orgelausbau oder die Kollekte vom letzten Sonntag. Was ich allerdings etwas komisch fand war, dass bei einer solch kritischen Anwendung (Geldtransaktionen über einen öffentlichen Computer ohne Wachperson) das Windows-Betriebssystem zum Einsatz kam, wie man auf dem ersten Bild sehen konnte. Dieses ungute Gefühl wurde auch gleich bestätigt, als ich versuchte die Maschine zu bedienen. Es hat mich genau 2 Klicks gebraucht (das ist keine Unter- oder Übertreibung, genau 2!) bis ich diesen Bildschirm vor mir hatte:
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Auch durch Wegdrücken der Fehlermeldung gelang es nicht den Computer aus seiner Warteschleife herauzuholen. Sie fing einfach wieder von vorne an. Allerdings scheint man dieses Problem gewöhnt zu sein, denn an der Rückseite des Kastens klebte ein vorbereiteter Zettel “Out of order”. Nun muss ich der Fairness halber sagen, dass es anscheinend ein Problem der eingesetzten Software für das Bezahlungssystem war, die auf einem anderen Betriebssystem möglicherweise hätte auch auftreten können. Dennoch ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Zum Abschluss noch eine angenehmere Kleinigkeit. Als wir danach noch einen kurzen Abstecher in das Gemeindecafé machten, ist mir folgendes Schild aufgefallen:
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Übersetzt heißt es: “Hier kannst du ein Problem der Welt lösen” und wirbt für den fair gehandelten Kaffee, der dort verkauft wurde.

Kurzes Fazit dieses Ausflugs: Uppsala ist eine kleine Stadt mit schönem Flair, die ihrem Image als Studentenstadt durchaus gerecht wird.