{"id":27,"date":"2007-11-23T21:41:27","date_gmt":"2007-11-23T19:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.davidfichtmueller.de\/blog\/2007\/11\/gefangen-im-buro\/"},"modified":"2007-11-23T21:45:54","modified_gmt":"2007-11-23T19:45:54","slug":"gefangen-im-buro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.davidfichtmueller.de\/blog\/2007\/11\/gefangen-im-buro\/","title":{"rendered":"Gefangen im B\u00fcro"},"content":{"rendered":"<p>Heute Abend war ich irgendwann der letzte von unserer Firma, der noch im B\u00fcro sa\u00df. Das passiert zwar nicht immer, aber es ist auch nichts Ungew\u00f6hnliches. Ich las gerade noch \u00fcber einige Zeilen Code, die ich nachtr\u00e4glich noch mit Kommentaren schm\u00fcckte, wie es sich zwar eigentlich nicht geh\u00f6rt, aber es die meisten Programmierer dennoch machen, als ich, in freudiger Erwartung auf meinen baldigen Feierabend, mich noch einmal reckte, um meine Konzentration noch einmal f\u00fcr weitere 5 Minuten zu heben, und pl\u00f6tzlich der Alarm in unseren B\u00fcro los ging.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>Was wird passieren? Wird David es aus dem Geb\u00e4ude schaffen? Werden die herbeieilenden Heerscharen von Polizisten Verst\u00e4ndnis mit seiner Situation haben oder wird unser Held erst einmal eine Nacht hinter schwedischen Gardinen verbringen m\u00fcssen, bis seine Unschuld in diesem Fall gekl\u00e4rt werden kann? Kann sie \u00fcberhaupt gekl\u00e4rt werden? Und was hat das ganze mit den omin\u00f6sen NullPointerExceptions zu tun, mit denen sich unser Held eine Stunde vorher herum schlagen musste? Das alles und noch viel mehr gibt es nicht etwa in der n\u00e4chsten Folge, sondern einfach indem man hier auf <a href=\"http:\/\/www.davidfichtmueller.de\/blog\/2007\/11\/gefangen-im-buro\/#more-27\">&lt;weiter&gt;<\/a> klickt.<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\"><em>(na gut, ich gebe zu, der Cliff Hanger ist etwas \u00fcberdramatisch, aber es bot sich gerade so an)<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Jedenfall hat mich der pl\u00f6tzliche Alarm ganz sch\u00f6n erschreckt. Anscheinend bin ich die letzte Person im ganzen B\u00fcro und die Person, die vor mir gegangen ist hat den Alarm angestellt. (f\u00fcr all jene, die der Meinung sind, dass ich das doch bereits erw\u00e4hnt habe, sei noch einmal erw\u00e4hnt, dass in dem B\u00fcro mehrere Firmen sitzen und nur weil ich der Letzte von unserer Firma war hei\u00dft das noch nicht, dass ich auch der Letzte im B\u00fcro bin) Normalerweise gibt es immer einen Kollegen (ich nenne ihn der Einfachheit halber jetzt \u201eKollege\u201c, da dies viel greifbarer ist als \u201eTyp, der zwar bei einer anderen Firma, aber im gleichen B\u00fcro arbeite wie ich\u201c), der immer bis sehr sp\u00e4t bleibt und die wenigen Male, als ich tats\u00e4chlich l\u00e4nger als er da war, hat er sich noch kurz verabschiedet. Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich zur Eingangst\u00fcr ging, um den Alarm auszuschalten.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich kurz den Aufbau unseres Sicherheitssystems skizzieren, da dies f\u00fcr den weiteren Verlauf dieser Geschichte von essenzieller Bedeutung ist. Jeder, der in unserem B\u00fcro arbeitet bekommt einen kleinen Plastik-Chip und einen Code. Wer morgens als erster kommt, muss seinen Plastikchip vor dem Leseger\u00e4t mit Zahlenpad an der Au\u00dfent\u00fcr vorbei ziehen und dann seinen Code eingeben. Dann wird die Au\u00dfent\u00fcr entriegelt (und bleibt es im Laufe des Tages auch, sodass jeder durch diese T\u00fcr hinein kann) und man kann eintreten. In diesem ersten Vorraum befindet sich ein weiteres Zahlenpad f\u00fcr die Alarmanlage. Hier muss man einen anderen Code eingeben und die Alarmanlage ist ausgestellt. Dann kommt die Innent\u00fcr, die zwar an der Au\u00dfenseite einen Knauf hat, aber aufspringt, wenn man den Chip vor dem Leseger\u00e4t an der Au\u00dfent\u00fcr vorbei zieht.<br \/>\nJede weitere Person, die an diesen Morgen (oder \u00fcberhaupt in Laufe des restlichen Tages) das B\u00fcro betreten will, zieht einfach nur ihren Chip an dem Leseger\u00e4t an der Au\u00dfent\u00fcr vorbei und kann durch beide T\u00fcren gehen.<br \/>\nDie letzte Person am Abend gibt im Vorraum noch einmal den Code f\u00fcr die Alarmanlage ein, geht durch die Au\u00dfent\u00fcr, schlie\u00dft diese, dr\u00fcckt am \u00c4u\u00dferen Zahlenpad die Taste f\u00fcr das Verriegeln der Au\u00dfent\u00fcr und best\u00e4tigt mit Chip und Code.<br \/>\nDas mag jetzt vielleicht etwas streng gesichert vorkommen, ist es aber nicht. Ich hoffe ihr konntet meinen Ausf\u00fchrungen folgen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Jedenfalls bin ich in den Vorraum und habe den Code f\u00fcr die Alarmanlage eingegen, worauf der Alarm aufh\u00f6rte. Anschlie\u00dfend habe ich meinen Chef angerufen, ihm von der Sache erz\u00e4hlt und dieser hat den Vermieter angerufen und gesagt, dass es ein falscher Alarm war, damit dieser das an das Sicherheitsunternehmen weiter geben kann.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Damit war f\u00fcr mich die Sache gekl\u00e4rt. Ich habe noch meine T\u00e4tigkeiten beendet, meine Sachen eingepackt und wollte gehen. Als ich dann aber im Vorraum stand und versucht habe die Au\u00dfent\u00fcr zu \u00f6ffnen, wurde mir bewusste, dass jener letzte Kollege nicht nur den Alarm aktiviert hat, sondern auch die Au\u00dfent\u00fcr verschlossen hat. In ziemlich genau diesem Moment h\u00f6rte ich das \u201eKlick\u201c, mit der die T\u00fcr hinter mir ins Schloss viel. Damit war ich in dem ca. 1m\u00b2 gro\u00dfen \u201eRaum\u201c zwischen den beiden T\u00fcren gefangen und die einzige theoretische M\u00f6glichkeit, die sich mir in dieser Situation bot, war den Alarm an und aus zu stellen, was meiner Situation auch nicht behilflich sein wurde.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Also rief ich noch einmal meinen Chef an und auf meine Kurzbeschreibung der Situation erwiderte er \u201eOhh, didn&#8217;t we tell you about the risk of getting trapped between those two doors?\u201c \u201eWell, I know now!\u201c. Nein, aber so schlimm war es nicht. Er versuchte den Vermieter zu erreichen, w\u00e4hrend ich gl\u00fccklicherweise in der Lage war, einen vorbei laufenden Passanten heran zuwinken, ihm meinen Chip durch den Briefkastenschlitz zu reichen und ihn zu erl\u00e4utern, wie man das Schloss von au\u00dfen \u00f6ffnet. Leider hat er durch den Briefkastenschlitz meinen Code nicht richtig verstanden, wodurch sich das System aus Sicherheitsgr\u00fcnden weigerte nach dem 3. falschen Versuch meinen Chip weiterhin zu akzeptieren. In der Zwischenzeit bekam ich die Meldung, dass der Vermieter auf dem Weg sei und in 10 Minuten da sei. Ich versuchte mich mit dem Gedanken abzufinden, weitere 10 Minuten in meiner kalten Gef\u00e4ngnis zu verbringen, als der Kollege, der die T\u00fcr abgeschlossen hatte, wiederkam. Anscheinend war er nur kurz unterwegs gewesen und dachte, er sei wie sonst der Letzte im B\u00fcro. Sein Chip funktionierte nat\u00fcrlich und so konnte ich dann auch bescheid sagen, dass der Vermieter nicht mehr lang kommen brauchte.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Nach diesen aufregenden Minuten war dann mein Arbeitstag aber auch wirklich zuwende.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm\">Und was hat das ganze jetzt mit NullPointerExceptions zu tun? Nun, rein gar nichts. Ich wollte lediglich einen potenziellen B\u00f6sewicht f\u00fcr den Cliff Hanger ins Spiel bringen und das  war das erste war mir dazu eingefallen ist. Und bevor irgendwelche Kommentare kommen: Ja, ich wei\u00df, dass das ein gutes Zeichen f\u00fcr ben\u00f6tigtest Wochenende ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Abend war ich irgendwann der letzte von unserer Firma, der noch im B\u00fcro sa\u00df. Das passiert zwar nicht immer, aber es ist auch nichts Ungew\u00f6hnliches. 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